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Dienstag, 27. 0Oktober 2009 5:16:20
Alona Beach
http://www.schmidt-hh.com
Dienstag, 20.10.2009
Ich fahre noch mal nach Calbayog, um ein paar Dinge bezüglich unserer Weiterreise zu klären. Das Abenteuer beginnt mit dem login auf meinem Emailserver. Man könnte problemlos mehrere Kannen Kaffe kochen, bis ich endlich drinn bin. Man muss heute mit 2 Stunden Warten auf eine Stunde Realinternet rechnen, d.h ich sitze 3 Stunden vor dem Rechner, um ein paar Kleinigkeiten zu erledigen. Danach noch ein paar kleine Einkaeufe und dann daemmert es auch schon bald.
Mittwoch, 21.10.2009
Heute hat Bianca Geburtstag, der Grund warum wir bis heute hier bleiben mussten. Zur Feier des Tages und weil es fuer die Kinder das Groesste ist, gehen wir wieder in mein Lieblingsrestaurant nach Calbayog. Eine Fressorgie bei Jollibee ist fuer die Kinder das Groesste. Danach gibt es noch ein paar neue Schuhe und dann war das auch schon ein Supergeburtstag. Bianca verbringt den Abend in den neuen Sandalen und ist ganz Lady. Wir packen noch schnell, denn morgen frueh geht es um 6:00 Uhr zum Terminal.
Donnerstag, 22.10.2009
5 Uhr Wecken, ein schnelles Fruehstueck und steht auch schon Nachbar Ruben mit seinem Motorcab bereit, uns zum Vanterminal zu bringen. Es wird eine Moerdertour. Nach einem kurzen Abschied starten wir mit dem ersten Minivan von Calbayog nach Catbalogan (1 Stunde, 100 Pesos each). Aufgrund unseres Gepaecks muessen wir drei Plaetze erstehen, was aber insgesamt den Komfort deutlich erhoeht. Weiter gehts nach Tacloban (2 Stunden, 100 Pesos each), dann nochmal Wechseln. Leider ist der Terminal fuer die Vans nach Ormoc am anderen Ende der Stadt, also geht zunaechst mit dem Trike einmal quer durch Tacloban (15 Min, 100 Pesos). Nach weiteren 15 Minuten warten, dann der naechste Van nach Ormoc (1.5 Stunden, 120 Pesos each). Es wird langsam knapp mit der Zeit. Wir wollten um 12 Uhr in Ormoc sein, um unsere reservierten Tickets abzuholen. Normalerweise muessen diese 24 Stunden vor der Abfahrt gekauft und abgeholt sein. Ich konnte diese Frist per Email auf 45 Minuten verkuerzen. Um 13:45 Uhr geht die Faehre nach Cebu. Als wir Ormocs Stadtgrenze erreichen ist es 12:50 Uhr. Den Terminal erreichen wir um 13:10 Uhr und die Reservierung ist geloescht. Na super! Die Anschlussfaehre ist dafuer noch im System. Nach einigem Hin und Her, kann der verdiente Salesmanager dann doch noch 2 Tickets einbuchen, weil 2 frei geworden sind. Welche das wohl waren? Nun gut, wir bekommen also unsere Fahrkarten fuer die gesamte Faehrverbindung Ormoc - Cebu - Tagbilaran - Cebu fuer 2.800 Pesos zzgl. 100 Pesos Terminalfee fuer die ersten beiden Faehren und koennen direkt an Bord gehen. Kurze Zeit spaeter stechen wir in See und sind nach 2:15 Stunden in Cebu City, aussteigen und direkt gegenueber wieder einsteigen - der Kondukteur auf der ersten Faehre hat gemacht, dass wir nicht erst wieder einchecken muessen, sondern direkt umsteigen koennen - und schon geht es weiter nach Tagbilaran (2 Stunden). Um 18:15 erreichen wir Tagbilaran und nun sind es noch 30 Minuten mit dem Van (500 Pesos), dann haben wir unser Ziel, den Alona beach, erreicht. Im dritten Hotel werden wir fuendig und haben dann auch ein Zimmer und um 20:00 Uhr sitzten wir am Strand und speisen zu Abend. Jan Rafael hat die Segel gestrichen und schlaeft. Wohlverdient! Der kleine Man musste heute einiges mitmachen. Fuer 4,5 Monate alt, hat er das ziemlich super hinbekommen.
Freitag, 23.10.2009
Strand - Baden - Essen - Trinken - Geniessen! Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte! Im Uebrigen freue ich mich ueber unseren Sieg bei Celtic Glasgow.
Samstag, 24.10.2009
Strand - Baden - Essen - Trinken - Geniessen! Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte!
Sonntag, 25.10.2009
Strand - Baden - Essen - Trinken - Geniessen und ein 3:3 auf Schalke. Mehr braucht man nicht zum Glueck!
Dienstag, 20. 0Oktober 2009 6:57:34
Calbayog
http://www.schmidt-hh.com
Donnerstag, 15.10.2009
Die Sonne scheint, es ist heiß und der Unterschied zwischen Wasser und Luft ist nur noch marginal. Zudem Ist es fast windstill, was auch dazu führt, das das Wasser in der Bucht immer wärmer und dreckiger wird, da es kaum noch mit dem frischen Wasser aus der offenen See ausgetauscht wird. Aber das sind, verglichen mit anderen Regionen eher kleine Sorgen. Wir können uns hier wahrlich nicht über das Wetter beschweren.
Heute erfülllen wir Elena nochmal einen Herzenswunsch und bauen ihr einen Altar, so einen kleinen für die Wand, wie er eigentlich in keinem Haus fehlen darf. Das wäre alles schnell gemacht, hätte ich meine bescheidene Werkzeugausrüstung hier und könnte mal schnell nach`n Max Bahr hihn. Aber nix da. Wir arbeiten hier mit philippihne tools und Holz vom hardwarestore. Meinem Seitenschneider und einem Bitset nebst Schraubenzieheraufnahme habe ich schon mehrmals dankend gehuldigt. Neben einer Sperrholzplatte (5 mm, verarbeitet wie Kistenholz unterster Güte und ungefähr so trocken, wie ein leicht ausgewrungener Waschlappen) und einer Holzlatte 2" x 12 kommen Nägel zum Einsatz. Die Schrauben aus dem Hause "Butterweich" bleiben auf der Ersatzbank. Die Sache sollte eigentlich in einer halben Stunde erledigt sein. Nach drei Stunden Arbeit, zusammen mit Carlito, steigt meine Achtung gegenüber manchem Fusch, den man hier gerne belöchelt. Manche Filippinos bauen aus dem Zeug mit Hammer und Säge ganze Häuser. Der kleine Altar ist fertig, aber wir auch.
Die Entschädigung folgt auf dem Fuße. Cathys Dinner könnte man mit der Bezeichnung "Schweinegulasch nur beleidigen. Zu meiner besonderen Freude steht neben dem Reistopf auch noch eine kleine Schüssel mit Pellkartoffeln, was das ganze zum Festschmaus werden läßt.
Freitag, 16.10.2009
Heute müssen wir wieder nach Celbayog. Zum einen hat Jan rafael grad seine letzte Windel an und er wird wohl innerhalb der nächsten 2 Stunden nicht wirklich lernen, wie man aufs Klo geht, zum anderehn wollen wir morgen an den Malayog Beach und brauchen noch ein bischen fürs BBQ. Erste Station ist das Internetcafe. Ich merke, dass ich diesmal vergleichsweise selten eine digitale Verbindung habe. Zwar sind wir mittlerweile wieder per SMS zu erreichen, aber das auch nur über unsere philippinische Nummer. Mein Handy funktioniert in Malopalo gar nicht. Für das Internet sind die Wege etwas weit, also wird das nur einmal pro Woche was. Immerhin kommen die Fußballergebnisse aus Seevetal an, womit die Minimalinformation gewährleistet ist. Auch von hisiegen Naturkatastrophen erfahremich neher durch Goy, als aus örtlichen Quellen. Also schnell ein paar Bilder uploaden und den Text einstellen, den ich wieder mit meinem Palm-Taschenbüro erstelle. Dann sind die 2 Stunden um und Jan Rafael beweißt, wie recht ich mit meiner Annahme hatte. Einmal bis zum Kragen durch. Das kann man keinem ICafezumuten. Also schnell Windel kaufen und zum Wickeln in den Park. Einsetzender Regen nebst Hunger läßt uns bei Jollibee einkehren. Normalerweise eine mäßige lokale McD-Alternative. Hier grottenschlecht und zudem gehen Mittags die Brötchen aus, was für Burger ja der Killer ist. Die Cola ist warm, weil die Kühlung nicht funktioniert und Cathy wundert sich, dass beim Bestellen derselben niemand etwas mit dem Begriff "GROß" anfangen kann. Dem Futter schmeichelt der Begriff "eckelhaft" und ich mache drei Kreuze, als wir endlich einkaufen dürfen.
Das abendliche Bad fällt aus, weil die Bucht langsam verdreckt, da es weder Wind noch Wellen gibt und kein Wassertausch mehr stattfindet. Also, ein rund um gelungener Tag. Das Chickenadobo hat immerhin weniger Knochensplitter, weil meine Intervention zu einem Kontakt zwischen Messer und Wetzstein führte.
Samstag, 17.10.2009
Wir machen Beachparty! Nach unendlichen Vorbereitungen brechen wir mit einer Unmenge an Töpfen, mariniertem Fleisch, Fisch und Getränken aller Art auf, zum Malajog Beach. Nachbarn und Freunde der Familie fehlen ebensowenig, wie kreative Ideen jedes Getränk mit irgendwelchem Alkohol zu versetzen. Die 2 Sitzhütten, die wir gemietet haben, teilen sich grob in Jung und Alt. In der Hütte JUNG wird vornehmlich Cola mit dem allgegenwärtigen Rum versetzt. In der anderen Hütte, die von den Frauen dominiert wird kommt eine unheilige Mischung einer, nach Anis schmeckenden Wodkaart mit Orangejuice, aus Pulver angerührt, Nestea und Wasser auf den Tisch. Ich freue mich, das ich auf SMB insestiert habe und mich dem Zeug ohne Konkurenz widmen kann. Während für mich ohnehin das Baden an diesem brauchbaren Strand im Vordergrund steht trifft das sonst nur noch auf die minors zu, die noch nicht an dem Gelage teilhaben dürfen. Neben Fisch, Fleisch, Glasnudeln und Reis, gibt es auch Stickyrice mit Zucker und Kokos. Das ganze ist leicht karamelisiert, dunckelbraun und so klebrig, das man es kaum mit dem Löffel auseinander bekommt, schmeckt aber super.
Zwischendurch kommt Panik auf und alle rennen aus dem Wasser. Am Horizont ist eine wunderschöne Windhose zu sehen die sich gottseidank in eine andere Richtung bewegt und sich schnell wieder auflöst. Ersichtlich aber durchaus, dass man hier Respekt vor solchen Naturerscheinungen hat.
Wir bleiben bis weit nach Einbruch der Dämmerung. und ich komme nicht umhin, auch noch Liedchen an der Videokemaschiene zum Besten zu geben. Bis die trunkene Truppe wieder zurück ist, vergehen fast 2 Stunden, da mehrere Fahrten notwendig sind. Dann gibts noch ein Eastern von der chinesischen Video DVD, die bestimmt jedem Filmverleih Tränen in die Augen treibt. Für wenige Pesos sind ca. 40 -50 Filme auf dem Datenträger. OK, das Thema Qualität ist dann nochmal ein anderes.
Sonntag, 18.10.2009
Der Sonntag ist ungefähr so Aufregend, wie unser 0:0 gegen Leverkusen. Und es hätte so ein schönes Fest sein können.
Montag, 19.10.2009
Heute fallen die Würfel! Wir müssen nach Calbayog, weil Cathy etwas durch einen kleinen Husten von Jan Rafael beunruhigt ist und Carlito seine Hand beim Arzt vorstellen muss. Sie wird von Stunde zu Stunden dicker, weil sie durch einen Stich oder Vergleichbares derbst entzündet ist. Das ganze geht schnell und einfach. Nach 30 Minuten sind wir für Janjan 455 Pesos und für Carlito 1600 Pesos ärmer und tragen eine ganze Tüte Medikamente mit uns rum. Dann buchen wir unsere weitere Reise. Wir werden Malopalo am 22.10. verlassen und ein paar Tage Familienurlaub zu dritt am Alonabeach machen, bevor wir uns zu weiteren Besuchen in den Großraum Manila begeben. Zunächst müssen wir aber nach Cebu City, der zweitwichtigsten Stadt der Philippinen, ziemlich in der Mitte. Von da geht es per Schiff nach Bohol und zum Alonabeach. Wir haben wieder richtig Gück. Die Fähre, die eigentlich am 22.10. von Calbayog nach Cebu fährt, ist kaputt. Die Alternative ist ein Van nach Ormog auf Leyte und dann von dort mit der Seqacat nach Cebu. Diese Schnellfähre braucht dann zwar nur 2 Stunden, aber einfacher wäre es über Nacht mit der geplanten Verbindung gewesen. Najy - nützt ja nix! Das Buchen eines Flugen von Cebu nach Clark (Pampanga, nördlich von Manila) kostet mich aufgrund der Internetgeschwindigkeit fast 1,5 Stunden und Nerven. Aber letztlich kriegen wir den dann wenigstens geplant in den Sack.
Zuhause sind wir wieder nach Einbruch der Dunckelheit, aber das macht eigentlich auch nichts, weil das Dinner deswegen ja nicht schlechter schmeckt.
Freitag, 16. 0Oktober 2009 7:02:27
Calbayog
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Freitag, 09.10.2009
Heute gehts mal wieder nach Calbayog. Ich muss mich endlich mal wieder dem Internet widmen und etwas neues auf die homepage bringen. Dank futoristischer Geschwindigkeit und einem Absturz brauche ich 2 Stunden bis ein paar Bilder und der Bericht im Netz sind. Dann gehts noch zum Fleischer und auf den Markt. Wir kommen wieder erst kurz vor Einbruch der Dämmerung aus Calbayog los und so gibt es ein spätes Dinner. Selbst mein obligatorisches Abendbad im Meer bleibt heute auf der Strecke. Sonst pasiert heute auch nichts spannendes mehr, was Gelegenheit gibt über das Wetter zu sinnieren. Wir haben bis jetzt noch keinen einzigen Schauer ab bekommen. Hier auf Samar ist das Wetter schlichtweg super und völlig unzeitgemäß. Eigentlich ist Regenzeit und auf Luzon muss man nun schon mit dem zweiten heftigen Taifun fertig werden. Weite Teile der Insel stehen unter Wasser. Wir haben hier von all dem nichts mit bekommen. Gut so!
Samstag, 10.10.2009
Ich verlege noch ein paar Leitungen und setze Schalter. Eigentlich ein Zweistundenprogramm, hier reicht es aber auch schon, zumal, wenn man richtig arbeiten nicht mehr so kennt. Beim Verdrahten, muss ich gestehen - und das freut ja denn auch die alte Elektrikerzunft - fehlt mir dann doch irgendwie die gute Doliklemme. Nur so mit Klebeband, fühlt sich doch ein bischen Laienhaft an, auch wenn es Electrictape ist. Na gut, dann brenne hier eben auch die Birnen und die Sicherung hat 30 Watt.
Außerdem gewinnen wir 1:0 in der WM Quali und Boateng beendet sein erstes, gutes Spiel in der A Nationalmanschaft mit einer Gelb-roten Karte. All das erfahre ich natürlich erst Morgen von Goy.
Sonntag, 11.10.2009
Nach dem SMS Check freue ich mich also auf die WM, huldige dem Ereigniss mit mehreren Bieren und gehe Baden. Zack - schon wieder ein Tag verschwitzt.
Montag, 12.10.2009
Heute bauen wir ein paar Regale in unser Zimmer. Die 5 qm (Zimmer-, nicht Regalfläche) werden damit deutlich übersichtlicher. Das Holz ist so weich, das man es eigentlich durchbeissen kann. Ich nehme den Fuchsschwanz und bin nach "zwei kleine Regale sägen" völlig geschaft. Schrauben geht gar nicht. Schon beim ansetzen sind die Kreuzschlitze quasi zylindrisch gehohnt. Nageln macht auch keinen Spaß, da die Latten vermutlich aus Teak oder ähnlich festem Zeug sind. Nach drei Regalen habe ich mindestens 5 Liter Wasser verloren. Multipliziert man die mit dem Wasserpreis / ltr, könnte man davon wohl auch schon einen Handwerker bezahlen. Aber gut, letztlich sind sie drann und tatsächlich haben wir mehr Platz im Zimmer. Das Abendbad tut heute besonders gut.
Dienstag, 13.10.2009
Nu ham wir den Salat! Mit dem Aufstehen fängt es an zu regnen. Während meiner Morgenzigarette beobachte ich, wie sich ein Rinnsal in Richtung der Eingangstür aufbaut und langsam zu einem Bächlein entwickelt. Kurz vor der Tür dreht es dann links ab, um an Haus vorbeizuziehen. Immer wieder beeindruckend, wie schnell sich hier aus dem Nichst kleine Wassermassen aufbauen. Wenn das jetzt ein paar Stunden so weiter gehen würde, bekommt Manila plötzlich eine ganz andere Nähe. Tut es aber nicht! Nach einer halben Stunde ist das Gröbste vorbei und es piselt sich auf dem Niveau von deutschen Normalregen ein. Der Tag ist insofern nur zu wenig bis gar nichts zu gebrauchen. Ich fahre mit Carlito nach Calbayog. Er holt seinen Lohn bei der Post ab, Ich kläre ein paar Dinge im Internet, insbesondere die Frage, ob es dort auch die philippinische Verfassung gibt und was da so drinn steht. Was man eben so in der Schule braucht. Natürlich gibts die und was drinn steht, kann ja jeder selbst nachlesen. Nach kleinen EInkäufen sind wir früh wieder in Malopalo.
Der Abend verläuft fast unspektakulär, würde nicht ein explosionsartiger Knall das Haus erschüttern. Luftangriffe von der Kokospalme! Ein Palmenwedel läßt sich im Rahmen seiner palminen Luftkampfausbildung mit voller Wucht aufs Wellblechdach abwerfen. Der einheimische Familienteil ist derartige Kriegshandlungen natürlich gewohnt. Mich durchzuckt es doch ein wenig. Die Schäden halten sich wundersamerweise in Grenzen, denn so ein Palmwedel sieht auf dem Boden doch deutlich größer aus auf der Palme.
Mittwoch, 14.10.2009
Die Nacht ist für jemandem, der es nicht gewohnt ist, bei Regen unter einem Wellblechdach zu schlafen, ein Alptraum. Über weite Teile der Nacht prasselt Dauerregen einen Trommelwirbel, der jeden Schlagzeuger vor Neid erblassen läßt. Außer mir scheint sich daran niemand zu stören, selbst Jan Rafael schläft völlig entspannt seine Runden. Der Tag bleibt bedeckt und regnerisch, dafür steigt die Luftfeuchtigkeit gleich wieder ordentlich an und der schlichte Gedanke an eine Bewegung treibt einem schon den Schweiß auf die Stirn.
Die Schäden des Palmenangriffs halten sich, bis auf ein paar Beulen, in Grenzen. Das ist nicht immer so.
Ab 16:00 Uhr haben wir mit dem nächsten "Naturphänomän" zu kämpfen. Hatten sich alle gerade an den neuen Luxus mit Licht und Kühlschrank gewöhnt, macht nun ein Stromausfall deutlich, wie abhängig man sich von zivilisatorischem Wohlstand macht. Es nützt alles nicht, die Lichter bleiben erst mal aus. Das heißt auch, duschen Essen vorbereiten und alles andere was Licht benötigt, wird vor Einbruch der Dunckelheit erledigt, und die setzt derzeit um 17:30 Uhr ein. So gibt es also Candlelightdinner. Ich bekommen einen gegrillten Apahan. Schmackhaft und kaum Gräten, ein super Fisch, vor allem beim brownout. Meine Verdauungszigarette entführt mich in die Welt der Glühwürmchen, die gar keine Würmchen sondern Käfer sind und hier lustig leuchtend durch die Gegend fliegen. Sie zu sehen setzt aber zwingend einen brownout voraus, da der Glühkäfer noch nicht auf Halogenlicht umgestellt hat. Außersem ist ein üppiges Froschkonzert zu hören, das an normalen Abenden auch im Geräuschpegel der Fernseher, Karaokemaschienen und sonstiger Quellen akkustischer Umweltverschmutzungen untergeht.
Gegen 21:00 Uhr meldet sich der Strom zurück
Freitag, 9. 0Oktober 2009 08:51:56
Calbayog
http://www.schmidt-hh.com
Mittwoch, 30.09.2009
ES GEHT LOS!. Um 10::30 Uhr erreichen wir tatsächlich uunseren Zug nach Hessen. Nach unspecktakulären 4,5 Stunden sind wir in Gießen und treffen Martina, die uns zu einer ersten Urlaubsübernachtung nach Beilstein entührt. Das ist 1. suppernett, weil uns nichts besseres wiederfahren kann, als den Urlaub hier zu beginnen und 2. supperklug, weil man es mit einem 3,5 Monate alten Babymann ja nicht schon am ersten Tag übertreiben muss. So können wir morgen ganz entspannt und fast ausgeschlafen zum Fraport fahren und wenigstens den Flug gut beginnen. Darüber hinaus geht so noch das Bayernspiel gegen Juve, wenn mein Verein morgen schon ohne mich gegen Hapoel Tel Aviv antreten muss und mir damit auch die Chance genommen ist, eine koshere Currywurst zu probieren. Bayerb - Juve: Schöner erfolgloser Kick!
Donnerstag, 01.10.2009
Nach dem letzten deutschen Frühstück geht es zum Airport. Martina fährt uns mit dem Auto, so kommen wir schnell und direkt zum Ziel.. Zur angesagten Bordingzeit sind wir am Gate, steigen direkt ein und sind 10 Minuten später in der Luft. So schnell war ich noch nie im Himmel. Wir fliegen mit China Eastern Air nach Shanghai und weiter nach Homg Kong, aber das passiert erst morgen.
Freitag, 02.10.2009
7:00 Uhr morgens, wir landen in Shanghai. Ich kenne die Stadt als moderne Metropole und gehe natürlich davon aus, dass sich das auch auf dem Flughafen demonstriert. Weit gefehlt! Was sich hier in den nächsten 2 Stunden zuträgt sucht einen Vergleich. Beim Einchecken in Frankfurt wurde ich schon 2 Sekunden stutzig. Es war nicht möglich, uns Bordingkarten für den Anschlussflug zu geben. Man verwies uns an die Schalter in China. Das sei da so, wie Lufthansa hier. Also gut.
Wir Transitpassagiere steigen also aus und sehen uns erstmal einer medizinischen Kontrolle ausgesetzt. Bei Jan Rafael wird Fiber gemessen, alles obwohl wir gar nicht einreisen wollen. Das ungefähr wie Kampfkinderschützen in Deutschland. Man wird schlichtweg seiner Grundrechte samt Menschenwürde beraubt. Danach folgen wir einer Transitbeschilderung, die in einer Sackgasse endet, die immerhin von einem Transitschalter geäumt wird. Zwei wackere Chinesen tun dort ihren Dienst. Unsere erste Frage gilt der Kinderkarre. Die bekommen wir am Baggageclaim! "Aber wir sind doch nur im Transit und wollen gar nicht einreisen", "Macht nichts!" Na gut - Schauen wir mal. Nach einer weiteren halben Stunde kapitulierem die Transitschalterchinesen. Sie können das Baby nicht buchen. Das wundert mich nicht, macht ihre PC Infrastrucktur doch eher den Eindruck einer DOS Umgebung. Das erklärt zumindest, warum man in Frankfurt überfordert war mit den Bordingpässen für Shanghai. Also folgen wir dem einzig möglichen Weg, der uns direkt zu den Einreiseschaltern führt. Wir haben natürlich keine Einreisekarten, da wir weder einreisen wollen, noch ohne Visum dürfen. Also füllen wir nun, etwa eine Stunde vor dem Abflug erstmal Einreisekarten aus, werden dann freundlich, aber nach gründlicher chinesischer Bürokratie immigriert. Am Baggageclaim bekommen wir nun tatsächlich unsere Karre und können wenigstens Jan Rafael ablegen. Dan arbeiten wir uns zum Departurebereich vor und erreichen 45 Minuten vor Abflug den Checkincounter für den Flug nach Hong Kong. Wir hören, dass wir wohl underen Flug verpasst haben und heute keiner mehr geht. "Aber wieso? Der geht doch erst in 45 Minuten". "Ach, wenn das so ist." Nun gut, dann bequemt sich der freundliche Kommunist doch noch und stellt fest, dass er das Baby nicht buchen kann.. Als er dann beim Versuch, das Problem telefonisch zu lösen, dasselbe vom Schreibtisch reisst, sind meine Nerven kurz vor einer Eruption. Wie von Geisterhand geht es dann doch.. 28 Minuten vor dem Abflug rauche ich noch schnell eine Zigarette, womit ich möglicherweise einem Chinesen das Leben gerettet habe. Ich rauche genau 4 Minuten, weil mir irgendein Gefühl sagt, wir könnten noch etwas Zeit brauchen. Wir steuern also den International Departure an und sind erstmal falsch. Für Homg Kong, Macau und i9ch weiss nicht was gibt es tatsächlich einen Extrabereich. Nicht, dass das nicht dransteht, aber nach nnuhnmehr 13 Stunden und einer durchflogenen schlaflosen Nacht übersieht man schon mal, was man nicht erwartet. Also zur Ausreise - Passkontrolle. Die Schlange lässt auf eine Wartezeit von etwa einer Stunde schliessen, doch wir werden mit dem Baby direkt abgefertigt. Hier sammelt der Kommunist Pluspunkte. Man fragt uns nach dem Departureabschnitt der Einreisekarte. . Haben wir nicht! Nochmal ausfüllen! Jetzt zahlt sich die Zigarette aus. Nachdem auch das geschehen ist sind es noch etwa 5 Minuten bis zum Abflug. Doch nun kommt die Sicherheitskontrolle. Die finden 2 Feuerzeuge in meinem Handgepäck, was bislang noch niemanden störte. Eins ist in der Weste, wber das andere weiß ich auch nicht. Also sucht die Dame von der Sekuritate bis sie es gefunden hat. Die 100 Meter bis zum Gate sind eigentlich fast schon ein Witz. Ich hatte eher einen Km erwartet. 5 Minuten nach dem Abflug besteigen wir endlich das Flugzeug. Eine viertel Stunde später fliegen wir tatsächlich. Was haben wir dem chinesischen Volk angetan, das es sich so bitterlich rächt. Kein Cent mehr wäre für dieses Billigdrama gerechtfertigt. Hong Kong ist dagegen das Paradies. Ankunft um 11:20 Uhr, um 13:00 Uhr sind wir im Novotel und haben bislang keinen Hong Kong Dollar ausgegeben.
Nach zwei Stunden Schlaf und einer Dusche geht es nach Kowloon zum Lichtspektakel. Beeindruckend, aber uns treibt der Hunger jetzt doch blitzschnell in ein Restaurant, wo wir uns mit einem Buffet pflegen und das erste Tsingtao Beer verköstigt wird. Für die Rückfahrt nutzen wir, wie schon für die Hintour, die MTR. Schnell günstig und gut, mit dem Touristdaypass für 52,00 HKD. Gilt 24 Stunden ab der ersten Fahrt und kann schon vorher im Internet gekauft werden.
Nach einem finalen Bier in der Hotelbar werden wir gut und lange schlafen.
Samstag, 03.10.2009
Nach dem Frühstüksbuffet im Hotel fahren wir nach Hong Kong Island, um den Victoriapeak zu befahren. Zunächst laufen wir von Central an den Piers der Starferry vorbei zur längsten Rolltreppenstrecke der Welt. Die Rolltreppentour dauert etwa eine halbe Stunde bis man am oberen Ende im Nichts landet. Wir versuchen erfolglos zu Fuss die Cablecarstation zu erreichen. Ein aussichtsloses Unterfangen, da es fast unmöglich ist eine Strasse zu überqueren und man ohnr detailierte Ortskenntnisse veraten und verkauft ist. Also nehmen wir dann letztlich doch ein Taxi. das einzige, was in dieser Stadt wirklich billig ist. Für weniger als 2 Euro erreichen wir die Bahnstation in wenigen Minuten. Eine ewig lange Schlange mit der Perspektive, eine Stunde zu warten lässt uns gleich das nächste Taxi besteigen, das uns dann zum Peaik bringt. Ein wunderschöner Blick belohnt einen, heute allerdings nur, wenn man sich den Dunst wegdenkt. Wir nutzen also die örtliche Infratruktur und füllen nochmal für teures Geld unsere Bäuche mit italienischem Fastfood (Pizza und Pasta). Dann geht es auch schon wieder zügig zum Hotel, das Gepäck holen und zum Airport. Wir sind eigentlich gut in der Zeit, aber Jan Rafael benötigt noch etwas mehr Zeit im, vermutlich letzten, Babywickelraum. Also erreichen wir den Flieger wieder mit aufspringen. Der Flug dauert gut 2 Stunden und für die Cupnoudles, Wasser und ein Bier nimmt Cbupacific uns 70 HKD ab. Naja - es könnte schlimmer kommen. Um Mitternacht sind wir in Manila, für 6 Stunden.
Sonntag, 04.10.2009
Der Manilaairport nach Mitternacht ist eine Oase der Ruhe. Hier ist einfach nur gar nichts los. Draußen gibt es immerhin ein Cafe und so können wir wenigstens etwas trinken. Um 3 Uhr können wir einchecken und an den Gates gibt es auch ein paar Shops und Cafes. Also vertreiben wir uns die Zeit mit Cafetrinken. Abschließend sitzen wir hier tatsächlich eine halbe Stunde vor dem Ausgang, bevor die kleine Reisegruppe in eine ATR 72 gebeten wird und wir nach Calbayog abheben. Nach einer guten Stunde schweben wir ein Oma Elena erkennt schon beim Aussteigen als erstes meine großen Füsse. Nachbar Ruben chauffiert uns mit seinem Trike nach Malopalo und dann ist einfach Pause. Die Suppe läuft einfach nur. Es sind 30 Grad, aber zum Messen braucht man ein Wasserthermometer. Ich schwitze also einfach vor mich hin und genieße die Wiedersehensfreude, die mich allseitz umgibt.
Montag, 05.10.2009
Hier ist Alltag, d.h. morgens gegen 6:00 Uhr geht das Leben los, quasi mit der Morgensonne. Carlo, Cathys 13jähriger Bruder muss zur Schule und Camile zur Vorschule. Ab kurz nach 7:00 Uhr kehrt wieder mäßige Ruhe ein, denn nun ist nur noch die kleine Bianca im Haus und natürlich die kleine Geräuschmaschiene, die wir selbst mitgebracht haben. Also frühstücken wir in aller Ruhe. Cathy hat vorher Instruktionen ausgegeben und so erwarten uns Spiegeleier, Schinken und Philippine Hotdog, eine rote Wurst, die mit dem Dänischen Original nur die Farbe gemein hat, aber trotzdem gut schmeckt.
Nach ersten Ordnungsmaßnahmen, die unser ca. 5 qm großes Schlafzimmer notwendig macht fahren wir nach Calbayog. Ich werde dort einen Kühlschrank erstehen, da man ja mit vielerlei Unbill leben kann, aber warmes Bier ein absolutes NoGo ist. Diese Maßnahme wird Kollateralmaßnahmen auslösen, denn die Elektrik ist nicht wirklich auf den Stand für den Kühlschrankbetrieb. Manch Europäer würde überhaupt den Begriff "Stand" in Frage stellen. Ich investiere also vorsichtshalber auch noch ein paar Pesos in Kabel, Lampen, Schalter und Steckdosen. Im Hardwarestore erstehen wir dann eine Kühlgefrierkombi für umgerechnet 180,00 €. Zwar ein stolzer Preis, aber das Gerät wird sich in Kürze amortisieren, da wir dann auch nicht jeden Tag nach Calbayog fahren müssen, Getränke in größeren Gebinden kaufen und selbst kühlen können und damit auch nicht Unmengen von Eis kaufen müssen. Ich habe eine Panasonic - Maschiene gewählt, was auch den Preis erklärt. Philippinische Kühlscchränke gibt es nicht, d.h. die Geräte sind allesamt Importware. Der Transporttarif ist dann wieder philippinisches Niveau. Für die 15 km nach Malopalo werden 100 Pesos berechnet, umgerechnet 1,50 € und die Anlieferung erfolgt in 3 Stunden. Wir kaufen dann noch etwas Grundausstattung und machen uns schließlich auch auf den Heimweg. Als wir ankommen wartet schon der Kühlschrank samt Spediteur auf uns. Er muss ja schließnoch die Rechnung sehen, damit auch alles seine Richtigkeit hat. Das hat ja super geklappt.
Außerdem sind nu8n auch Carlito und Lourdes, Cathys Geschister, aus Manila gekommen. Jan Rafael hat vortan Dauerbespaßung, was er nicht wirklich furchtbar findet. Er wechselt von einem Arm zum nächsten und genießt es sichtlich, Mitelpunkt zu sein. Überhaupt sind wir erstaunt, wie einfach bislang alles mit ihm ging.
Für den Rest des Tages steht der Kühlschrank sinnfrei im Weg rum, aber schon morgen kommt der Elektriker und wechselt die 30 Watt Sicherung!???! Naja ist ja auch so eine Sache mit Volt, Watt und Ampere. Ist auch egal, ich habe jedenfalls einen neuen Sicherungskasten gekauft, der macht mir nämlich viel mehr Sorgen, weil er eher ein NICHTS mit Spuren von Rost ist und der Begriff Sieb schon eine Funktionsanmaßung währe. Schnell noch essen und dann schlafen, denn der Elektriker legte sich doch ziemlich fest mit seiner Ankunftszeit. Er sprach von "früh". Den Exkurs zur möglichen Definition von "früh" erspare ich mir jetzt.
Dienstag, 06.10.2009
Heute beginnt eine neue Zeitrechnung. Für Cathy, weil sie heute Geburtstag hat und es kategorisch ablehnt die Zahl 23 auszusprechen. Die Midlifecrises setzt bei ihr schon zeitig ein :-). Für alle anderen, weil sich die Lebenqualität heute schlagartig vervielfachen wird.
Der Elektriker definiert "früh" mit ca. 9:00 Uhr. Eine gute Zeit, denn so konnten wir noch in relativer Ruhe frühstücken.
Er wollte eigentlich nur die Sicherung wechseln, aber nach einem gemeinsmen Blick auf die vorhandene Anlage und einer kurzen Verhandlungsrunde, kommen wir überein, dass hier eine Komplettsanierung notwendig ist. So setzen 2 Fachleute und ein Handlanger zur Sannierung an. Gegen 13:00 Uhr ist der größte Teil alter Kabel ausgetuscht, in jedem Zimmer eine Lampe nebst Schalter und Steckdose installiert, der Kühlschrank hat eine eigene Leitung mit Sicherung und Steckdose und sogar für eine Außenbeleuchtung war Zeit. Ich übernehme hier die Bauherrnrolle und sorge dadür, dass auch keine Details umgesetzt werden Bspw. die Lampen etwa mittig im Raum zu installieren, die Steckdosen da auzuschrauben, wo sie bebraucht werden und nicht die Geräte nach den Steckdosen aufzustellen. Es kommen etwa 8 Arbeitsstunden zusammen und ich berappe daür knappe 20,00 €, mit der Vermuttung, das der Preis durch die Anwesenheit einer Langnase nicht unbedingt nach unten gerundet wurde. Ich bin begeistert, von der Qualität und Schnelligkeit der Truppe und das hatte ich jetzt nicht erwartet. Mein erster Handwerkerauftrag war hier also ein voller Erfolg.
Am Nachmittag geht es nach Calbayog. Wir müssen noch für Cathys Geburtstagsmahl einkaufen. Spagetti werden von den Kindern erwartet und das soll es dann sein. Ein bischen Barbeque dazu und Fruitsalad. Ein paar weitere Kleinigkeiten sind noch zu erledigen und in mir wachsen die Zweifel, ob das zeitlich alles wirklich klappen kann. Jan Rafael bleibt das erste Mal ohne uns bei Tante Lourdes, Cathys 19jähriger Schwester. Als wir weit nach Einbruch der Dunkelheit zurück sind. ist zwar die Dunkelheit ansich kein Problem mehr, aber wir beschließen, die Geburtstagsparty auf Morgen zu verschieben und jetzt eher schell Futter auf den Tisch zu bringen. Für mich springen dabei sogar ein paar Salzkartoffeln heraus. Anschließend noch ein KALTES Bier und für Cathy ein Glas Rotwein, der so süß ist, das sie ihn ohne Cola trinkt. (hrrrrrr!). Für Cathy war das trotzdem ein sehr schöner Geburtstag.
Mittwoch, 07.10.2009
Als ich aufwache ist es 12:00 Uhr durch. Wow! Man gewöhnt sich eben an allen, selbst an Dativ (Einem früheren Sprüchebuch entnommen). Mir konnten heute weder die stimmgewaltigen Hähne, die hier ab ca. 5:00 Uhr in den Sängerwettstreit treten, noch diverse Truks und Busse, die grundsätzlich grundlos vor dem Haus huppen, den Schlaf rauben. Wir beginnen dann nach dem späten Frühstück, dass Carlo in seiner Schulmittagspause als Lunch nutzt, mit logistischen Einweisungen. Cathy organisiert, wer welche Dinge wo besorgt und alles läuft am Schnürchen. Zwische 3 und 4 Uhr erreichen uns diverse Kisten Bier und Softdrinks, eine Videokemaschiene und ein bischen Frischfleisch für das BBQ am Abend. Die Terasse wird zur Showbühne und die Videokemaschiene wird Malopalo nun bis morgens um 3:00 Uhr beschallen. Während hektisches Treiben einsetzt und von mehr oder weniger schönen Gesängen flankiert wird nutzen Cathy und ich die Gunst der Stunde und entfliehen für ein Stündchen ans Meer, wo ich endlich zum ersten Bad komme. Als wir zurück kommen ist die Terasse gefüllt mit Sangeswilligen und Cathy enteilt und übernimmt die Küchenleitung. Kleinere elektrotechnische Umgestalltungen ermöglichen sogar im Hellen zu grillen. Die Essen kommt wieder viel zu spät auf den Tisch, weil die Massen doch im Großküchenbereich liegen. Die Kinder, zu denen ich mich in diesem Fall auch zähle, sind von den Spaghetis begeistert, die quasi an Schweinespießen und Grillhänchen serviert werden. Später erfreuen sich auch noch Mokkatorte und Cathys "Phillipine-Dosen-Fruitsalad" großen Zuspruchs. Die "Laufkundschaft" bekommt "Spaghetiburger" auf die Hand. Ein Schlag Spagheti mit Soße zwischen zwei Toastscheiben.
Für Jan Rafael wird es eine harte Nacht, weil im Umkreis von 100 Metern an Schlaf nicht zu denken ist. Er nimmt es gelassen und freut sich über die vielen Arme, die ihm als Babysitz dienen.
Ab 22:00 Uhr ist Kampfvideoke angesagt. Die Biere rinnen größtenteils in meinen Verdauungstrakt, denn der Filipino vom Lande trinkt Tanduay Rhum. Das liegt wohl vor allem daran, dass der einfacher zu kühlen ist und notfalls auch warm schmeckt, was man von SMB (San Miguel Beer) nicht wirklich sagen kann. Die einfache Regel, die sich ab 22:00 Uhr abzeichnet, lautet: Je oller, je doller, bzw. mit zunehmendem Lebensalter steigt auch der Promillegehalt im Blut. Zu mir gesellt sich Domingo, der leider zu den ältesten gehört. Ich verstehe einzig, dass er english Sandy heißt (Abgeleitet von Sunday, also Domingo) und das "my nice wine (im übrigen angelsächsischen Sprachraum bevorzug man den Begriff Wife) his cousin" ist. Aha! Die nächsten Stunden werde ich das, einer Gehirnwäsche gleich, noch öfter zu hören bekommen, was wiederum in mir den Schluß erweckt, dass er sich mehr mit Frau als mit Flasche beschäftigen sollte. Um 3:00 Uhr beenden wir mit Rücksicht auf ein Baby und zwei schulpflichtige Kinder das verstäkte Gelalle, bevor das örtlich Jugendamt ...(hahaha!).
Donnerstag, 08.10.2009
Der Tag beginnt wie sein Vorgänger. Alle warten, das der Europäer endlich aufwacht, damit die Videokemaschiene wieder ans Netz kann, denn nachdem gestern vornehmlich die Jüngeren zum Zug gekommen sind, gibt es auch noch eine Reihe Erwachsener, die sich mit der gleichen Sangesfreude präsentieren wollen. Also noch eine Runde. Elena, Cathys Mutter, und einige Nachbarn greifen zum Mikrophon und den entsprechenden Schmierstoffen für die Stimmbänder. Um halb 6 kommt das ganze aufgrund von Müdigkeit zum Erliegen. Puh!
Dienstag, 29. September 2009 22:29:22
Hamburg
http://www.schmidt-hh.com
Jetzt geht's los - Vom Regen in die Traufe!
Morgen früh starten wir unsere erste Etappe nach Hessen. Nach einer Nacht in Beilstein werden wir dann am Donnerstag von Frankfurt starten. Am Sonntagmorgen erreichen wir Manila und freuen uns, dass dort nur Umsteigen auf dem Programm steht. Die Bilder, die wir gesehen haben, sind alles andere als erfreulich! In den Straßen von Manila liegen Unmengen von Schlamm und Matsch, während sich der ursächliche Tropensturm mittlerweile als Taifun in Vietnam zu schaffen macht und die Schneise der Verwüstung weiter zieht. Samar ist diesmal nicht betroffen, sodass wir zunächst mal ein Dach über dem Kopf haben werden, aber das kann sich auf den Philippinen auch schnell ändern. Wir freuen uns trotzdem und hoffen, dass alles gut wird. Erstmal werden wir Hong Kong geniessen. Also, nächste Nachrichten dann von unterwegs.
Dienstag, 1. September 2009 022:18:29
Stopover in Hong Kong
http://www.discoverhongkong.com/german/ attractions/sightseeing-g

Die Anreisetortur werden wir mit einem Stopover in Hong Kong unterbrechen. Das gibt einen guten Tag Zeit, auf den Viktoria Peak zu fahren und den Dschunkenhafen von Aberdeen anzusehen. Ein Spaziergang durch Kowloon und an der Hafenpromenade zur Symphony of Lights werden das Programm abrunden. Danach geht das dann ins Nachtleben auf den Hong Kong Airport, einem der größten der Welt. Um Mitternacht werden wir dann in Manila sein und dort gleich um 6:00 Uhr weiter nach Calbayog fliegen. Dann ist wohl erstmal eine Stunde Schlaf fällig. Die Anreise nimmt also langsam Konturen an.
Mittwoch, 26. August 2009 23:11:45
Hamburg
http://www.schmidt-hh.com
Nun ist es doch angerichtet! Nach vielem hin und her rechnen haben wir uns nun doch entschlossen, die Oma zu besuchen. Am 01.10.2009 starten wir von Frankfurt über Schanghai, Hong Kong, Manila nach Samar. Der Flug dauert etwa 2 Tage, ist dafür aber auch ein richtiges Schnäppchen. Wir sind gespannt, wie Jan Rafael das Fliegen findet. Hauptpunkt ist natürlich der Familienbesuch, aber es wird sicher auch noch etwas Zeit für den einen oder anderen Abstecher sein. Weitere Informationen in Kürze.
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Sonntag, 28. 0September 2008 8:04:14
Manila
http://www.schmidt-hh.com
20.09. - 28.09.2008
Wir verduempeln die ganze Woche im Grossraum Manila, besuchen die eine oder andere Freundin von Cathy und warten vor allem auf Nachricht aus der deutschen Botschaft. Die urspruengliche Ansage bei der Antragstellung war, das nach 14 Tagen die Nachricht durch einen Boten zugestellt wird. Meine anfaengliche Skepsis soll sich wohl bewahrheiten. Nach 14 Tagen ist nichts gekommen und erfahrenen Kreise sagen, dass es mindestens 3 Wochen dauert. Dazu kommt, dass Cathy einen neuen Reisepass hat, der keine Unterschrift enthaelt, weswegen wir, nach meiner Information, in die Botschaft muessen, damit Cathy das Visum unterschreiben kann. Naja, wir warten mal ab! Bis zum 26.09. tut sich gar nichts und die Warterei zermuerbt langsam etwas, obwohl es eigentlich kein so schlechtes Zeichen ist, denn einen Antrag abzulehnen geht ja mithin schneller, als ihn zu bearbeiten.
Am Freitag, 26.09., gehen wir erstmal in die Kirche, weil das hier Freitags so ueblich ist. Maricell, eine Freundin von Cathy kommt auch mit. Anschliessend gehts zum Wochenmarkt, die Gelegenheit fuer die Menschen, guenstig einzukaufen. Wir sitzen also zunaechst in der Kirche, als Cathys Handy klingelt. Tatsaechlich ist auch noch Strom im Akku und so koennen wir der freundlichen Stimme einer Botschaftsmitarbeiterin entnehmen, dass das Visum bewilligt ist und wir doch bitte nach Manila kommen sollen, wegen der Unterschrift. Puh - der Erdstoss ist wahrscheinlich bis Europa zu spuehren, weil Cathy und mir ein Stein in der Groesse des Mount Everest vom Herzen faellt. Wir koennen es kaum fassen, nun ist alles gut und wir koennen endgueltig Cathys Abreise vorbereiten. Montag geht es dann nach Manila zur Unterschrift und bis dahin werden wir ihren Auszug vorbereiten und alles Entsprechende in die Wege leiten. Die 14 Tage gelten wahrscheinlich fuer die abgelehnten Visas, die wohl hier doch eher der Regelfall sind.
Wir sind jetzt also im 7. Himmel und ab 10.10. zusammen in der Hirtenstrasse. Bis dahin kuemmere ich mich jetzt um das Noetigste und werde wohl nicht mehr so viel Zeit fuer die Webseitenpflege haben. Also falls hier nichts mehr kommt, hatte ich wichtigeres zu tun und vertroeste alle entteuschten Leser auf Anfang Oktober.
Gruesse von den Philippinen von Cathy und Bernd
Samstag, 20. September 2008 10:08:48
Metro Manila
http://www.schmidt-hh.com
Mittwoch, 17.09.2008
Als wir aufwachen ist das mit dem Fruehstueck, das im Zimmerpreis enthalten ist, leider schon durch. Wir werden freundlich darauf aufmerksam gemacht, dass man hier fuer gewoehnlich um 12:30 Uhr das Mittagessen einnimmt. Wie sich die Kulturen doch gleichen. Na gut, dann eben Mittag. Anschliessend fahren wir nach Tacloban, um uns nach Fluegen nach Manila zu erkundigen. Die Busfahrt von Manila nach Calbayog kostete uns 1.200 Peso pro Person und brachte 20 Stunden Spass im Bus mit sich. Wir fragen also mal bei Philippine Air nach und siehe da: Es gibt gerade ein Promo und wir koennen uebermorgen fuer ca. 1.600 Peso pro Nase nach Manila fliegen. Das duerfte ungefaehr der Preis sein, den uns auch der Bus kostet, denn Von Tacloban nach Manila sind es mindestens 4 Stunden laenger als von Calbayog. Da muss dann wirklich nicht lange nachdenken. Mit Gebuehren sind 3.300 Peso fuer die beiden Tickets faellig und wir koennen auch noch frei waehlen, was die Abflugzeit angeht. Also 11:10 Uhr, dann klappts auch noch mit dem Fruehstueck. Supersache! Warum gibts hier eigentlich Busse?
Dann noch ein kurzer Besuch im Internetcafe und schon ist der Tag auch wieder vorbei. Das liegt nun vor allem an der wahnsinnigen Geschwindigkeit, die hier zu realisieren ist. Ich sitzt mehrfach minutenlang, um auf die naechste Seite zu warten. Also schnell noch ein paar Bildchen uploaden und schon sind die naechsten 2 Stunden vergangen. Danach haben wir uns erstmal ein paar Donuts verdient. Der Weg zum hotel mit dem Jeepney fuegt sich nahtlos in die Tagesgeschwindigkeit ein. Wir brauchen eine Ewigkeit fuer vieleicht 8 - 10 km, weil der Fahrer auf der Suche nach weiteren Fahrgaesten kaum ueber den zweiten Gang hinauskommt. Man muss allerdings dazu sagen, dass das Dach schon voll belegt ist und auch schon ein Passagier auf dem Kotfluegel sitzt.
Das Dinner wird ein voller Erfolg. Ich waehle einen Filipinosalat und die Gambas, weil gerade im Fernsehen das Kochstudio lief und der Chefkoch gebratene Gambas dozierte. Die sind so klasse, dass ich gleich noch eine Portion nachbestelle. Begeisterung! Ich weiss auch schon, was ich m orgen esse.
Donnerstag, 18.09.2008
Heute sehen wir uns das Macarthur Landing Memorial an, nach dem Fruehstueck, versteht sich, denn dass verpassen wir nun nicht nochmal. Am 20.Oktober 1944 landete General Douglas Macarthur mit seinen Truppen hier in Palo, etwas suedlich von Tacloban, und befreite die Philippinen von den Japanern. Dem ist hier ein Monument mit den ueberlebensgrossen Figuren von Macarthur und Co gesetzt worden. In der Tat hat das wohl fur das Land eine erhebliche Bedeutung gehabt. 2004 wurde das Areal zum National Historical Landmark erklaert. Anschliessend geben wir uns noch etwas dem Strandleben hin und geniessen das warme Wasser im Golf von Leyte. Die Gambas sind von gleicher Qualitaet, wie am Vorabend und werden heute noch einem Shanghai Fried Rice begleitet. Ab 21:00 Uhr ist im Hotel Ballroom Night angesagt. Eine skurile Veranstaltung! Jede Menge aeltere Filipinas aus wohl besseren Kreisen reisen mit ihren eher jugendlichen Begleitern an und tanzen im Stil der fruehen 60er Jahre zu eben dieser Musik. Die explosive Stimmung ist vergleichbar mit dem Verpuppungsprozess werdender Schmetterlinge. Nach einer Stunde ist genug und legen uns ab.
Freitag, 19.09.2008
Fruehstueck und dann gehts ab zum Airport. Wir bekommen die Plaetze am Notausgang, damit der lange Europaeer auch sitzen kann. Sehr aufmerksam! Es geht alles planmaessig und wir sind 15 Minuten frueher als erwartet in Manila. Die Tage soll das Visum fertig sein und insofern treiben wir uns jetzt etwas in Metro Manila herum, bis es endlich Nachricht aus der deutschen Botschaft gibt.
Mittwoch, 17. 0September 2008 9:10:54
Tacloban
http://www.philtourism.gov.ph/mpbr_desc.html
Mittwoch, 10.09.2008
Heute machen wir mal auf Zweisamkeit und verdaddeln einen Tag ganz ohne Familie. Nach dem Frühstück ist erstmal das erste Internetcafe angesagt. Bislang war an solche Dinge noch nicht zu denken. Ich beschäftige mich also zunächst mit einer Flut von Emails und dem Update meiner webpage. Nach nunmehr einer guten Woche ist man damit dann auch schon direkt ein paar Stunden beschäftigt. Danach schlendern wir durch die Stadt und verleben einen völlig unspektakulären Tag. Er endet mit dem zweiten Versuch in Eduardos Restaurant, da unser Hotelrestaurant heute eine Seminarveranstaltung hat und deswegen geschlossen ist. Ja, sowas gibts hier auch.! Die Speisekarte ist zwar ganz üppig, das Angebot aber sehr beschränkt. So gibt es totes Schwein mit viel Fett und Reis. Cathys Wahl - Chop Suey - war da schon besser. Nach diesem lukullischen Erlebniss beschließen wir, den Familienteil morgen mit einem Abschlußdinner zu beenden und Übermorgen an die Ostküste aufzubrechen..
Donnerstag, 11.09.2008
Nach dem Frühstück gehts zum Markt und mein Versuch, das Dinner heute mit Rindfleisch zu gestalten, endet erfolglos. Das Angebot an Schweinefleisch zieht unmittelbar den Schluß nach sich, dass die Spendertiere hier ausschließlich aus Kotolett und Bauch bestehen. Mit der Vielfalt wird es also heute nichts werden. Fürs Dinner bestückt, fahren wir also ein letztes Mal nach Malopalo, übergeben die Rohstoffe an Mama Elena und machen uns dann auf, an den Strand. Der schwarze Strand ist sauber und das Wasser angenehm. So verbringen wir den Nachmittag mit Baden und Deutsch lernen. Abends dann das Abschiedsessen im "Mousehouse". Carlito jr. plagt das Fieber, Carlo drückts im Magen, aber das Essen schmeckt gewohnt gut. Nach einigen Bieren, die ein ungeheures Aufnahmevolumen voraussetzen, weil in jedem Bier nochmal die selbe Menge Wasser von den Eiswürfeln ist, machen wir uns dann auf den Weg ins Hotel. Nun drückt es mich auch im Magen und der Zustand soll sich auch bis zum nächsten Morgen nicht mehr ändern. Erst mit Immodium Akut gelingt es mir am Morgen, länger als 20 Minuten im Bett zu bleiben. Unsere Reisepläne haben sich damit erstmal erübrigt und ich bin zu der Erkenntniss gekommen, dass ich den Rest meines Lebens mt Bier ohne Eis zubringen werde.
Freitag, 12.09.2008
Der ist mit dem Wort "Schei.." eigentlich ausreichend und thematisch passend beschrieben. Cathy versorgt mich mit den wenigen Dingen, die man so braucht und später reist dann auch direkt noch Elena an, um all das medizinische Fachwissen einer Mutter in meinen Genesungsprozess mit einfließen zu lassen. Ich trinke also auch noch Unmengen von "Water with Hydrate" und es geht von Stunde zu Stunde wieder besser. Abend versuch ich mich an einer Spargensuppe und auch das klappt. Also, für morgen ist wieder Land in Sicht.
Samstag, 13.09.2008
Viel zu spät machen wir uns auf den Weg nach Borongan. Der Morgen war vor allem durch einen brown out geprägt, was zum Einpacken, in einem Zimmer ohne Fenster, schon eine kleine Herausforderung darstellt. Letztlich starten wir mit der Hoffnung alles gefunden zu haben. Die erste Etappe führt nach Catbalogan und ist in 2 Stunden bewältigt. Anschluß direkt mit dem nächsten Bus zum Abzweiger an die Ostküste. Dauert auch nur eine halbe Stunde! Dann kommt die nächste Tour mit einem japanischen Minivan. Super - für Japaner vieleicht.! Die 30 - 40 cm Kopffreiheit bis zum Dach sind mit einer Sitzhöhe von 20 cm erkauft. Das macht richtig Spaß, wenn man die Ohren mit den Knien wund scheuert. Nach 10 km habe ich mit meinem Gwicht die Sitzhöhe auf 10 cm reduziert, weil die Sitze so weich sind, dass man drinn versinkt. Die 2 Stunden, die wir bis nach Taft an der Ostküste brauchen, lassen in mir Gedanken aufsteigen, dass Durchfall doch auch ne super Sache ist. Es folgt dann noch eine weitere Stunde im Bus bis nach Borongan. Die Beinfreiheit in diesem Gefährt lediert nun auch noch die Knie und als wir endlich im Prites Cove, Beach and Surf Ressort ankommen, weiß ich wirklich nicht mehr, ob es mir gestern oder heute besser geht. Das Ressort wird von Pete, einem Amerikaner, geleitet. Es gibt kein Restaurant, weil es billiger und besser ist, den Pizzaservice zu bestellen. Wohl oder übel nehmen wir diesen in Anspruch und nach überbackenen Maccaroni und Cheesesticks komme ich zu dem Schluß, dass ich mit meiner Wertschätzung gegenüber der amerikanischen Ess- und Kochkultur goldrichtig liege: Es gibt sie gar nicht! Dafür ist es ziemlich cool, abends im Jakuzzi zu liegen und aufs Meer zu gucken. Dabei ein Bier (OHNE EIS!) zu trinken und einfach so rum zu leben.
Um 23:20 Uhr kommt dann endlich die erlösende Botschaft von Goy, dass wir die Tablettentruppe aus Leverkusen mit 3:2 verjagt haben und nun der einzig wahre Verein an der Tabellenspitze steht!!! Puh - so kann so ein Tag doch plötzlich wieder super werden.
Sonntag, 14.09.2008
Frühstück in der Stadt und dann einkaufen! Das Elend vom gestrigen Abend wollen wir uns kein zweites Mal antun. Wir kaufen Fleisch vom Markt, natürlich Kottlets, und heut Abend gibts dann BBQ mit Reis. Das wird unser erstes gemeinsam gekochtes Essen. Also wieder ein Tag für unser spezielles Geschichtsbuch. Ansonsten vergeht der Tag mit rumhängen, Baden (Einen Beach gibts hier gar nicht, aber Pete hat hier einen Waterpark angelegt, der auch europäische Kinderherzen höher schlagen lassen würde) und Bier trinken. Ich bin nun wieder voll bei Kräften und doch etwas erstaunt, wie schnell ein so ein Tag mit Durchfall hier doch aus der Bahn wirft.
Abends bereiten wir gemeinsam unser Mal und stchließen den Tag mit einem Essen unter Palmen ab. Naja, eigentlich eher mit Abwaschen.
Montag, 15.09.2008
Nach einem Frühstück in Borongan kaufen wir noch ein paar snacks und Getränke und begeben uns dann an die Deutschstudien. Heute wird es eine ausgiebige Einheit. Erst wenn man versucht, unsere Sprache einem anderen Menschen bei zu bringen, wird einem so richtig klar, wie albern deutsche Grammatik und all die komischen Regeln sind. "Die" steht für die weibliche Form, aber es heißt "das Mädchen". Das muss man erstmal jemandem erklären, doch da komm ich dann auch schnell an meine Grenzen und zu dem Schluß, dass wir uns das ganze wirklich nicht leicht machen.
Trotzdem lernt Cathy ziemlich schnell und gut. Es macht Spaß mit ihr zu arbeiten, weil man immer gleich merkt, dass da was ankommt und hängen bleibt. Die Zahlen haben wir abgearbeitet. Kaffee bestellen geht auch schon und die erste Konversation für den Flughafen ist im Werden. Ich bin natürlich kein Deutschlehrer, was sich in diesem Fall als Nachteil herausstellt, aber für die ersten Sprachversuche wird es reichen.
Den Abend verbringen wir zum Dinner im Domsowir Restaurant. Ich versuche mich am Tenderloinsteak und muss ernüchtert feststellen, das die Rindfleischangebote hier zu vernachlässigen sind. Die 4 Fleischlappen, die schon vorgeschnitten sind, wahrscheinlich, damit sich der Gast keine größeren Verletzungen zuzieht, sind staubtrocken und eigentlich eher für die Zerkleinerung in einem Mahlwerk geeignet. In der deutschen Küche wäre mein Dinner wohl ein Fall für die Biotonne gewesen. Ich bin denn auch ganz stolz, das ich doch einen wesentlichen Teil der ganzen Angelegenheit den Verbrennungsprozess als Kallorien zuführen kann. Grüße an dieser Stelle an die ganzen Zahnärzte, die sich schon mit sehr unterschiedlichen Erfolgen an meinen Kauleisten versucht haben, mir aber immehin die Überlebensfähigkeit in solchen Situationen erhalten haben. Den Rest des Abends nehme ich Rhum - Coke zu mir, damit ich morgen keinen Muskellkater im Kiefer habe.
Dienstag, 16.09.2008
Heute fahren wir nach Tacloban!Das Glueck will es, dass wir den Buss verpassen und mit einem Van fahren. Der hat europaeische Sitzhoehe und alles ist gut. Die Tour dauert 5 Stunden und verlaeuft ohne besondere Vorkommnisse. Um 17:00 Uhr erreichen wir das McArthur Park Hotel, etwas nobler und direkt am Strand. Der Tip stammt von Maria, einer Freundin von Cathy, die hier zuhause ist und uns direkt vom Van abholt. Den Rest des Tages relaxen wir und vergnuegen uns mit Essen und Trinken.
Mittwoch, 10. 0September 2008 7:25:18
Calbayog - Samar
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Diestag/Mittwoch, 02/03.09.2008 - Hamburg - Amsterdam - Manila
HH-Amsterdam-Manila mit KLM, alles planmäßig und überpünktlich. Ich bin fast eine Stunde früher aus dem Terminal, als geplant. Ich rauche erstmal ein paar Zigaretten, um das Nikotindefizit wieder auszugleichen. Um 10:00 Uhr geht die Sonne auf! Nein, nicht die am Himmel sondern meine ganz eigene, denn Cathy kommt an. Das ist der Moment, den ich nun seit gut 5 Monaten herbeisehne! Zunächst geht es ins Swagman Hotel, ein Australierschuppen in Ermita. Nach einer Ruhepause müssen wir auch gleich wieder los, um gegenüber der Deutschen Botschaft Passbilder machen zu lassen. Das dauert etwa 20 Minuten und fahren wir, wie svchon auf der Hinfaahrt, eine Stunde zurück, nicht etwa, weil der Weg soweit wäre. Nein, um diese Zeit geht hier verkehrsmäßig gar nichts, man steht quasi durch die Stadt. Der Weg von Ermita nach Makati könnte eigentlich in 20 Minuten erledigt sein. Ist er aber eben nicht!
Der Abend wirde natürlich ruhig und kurz, denn der Flug hinterläßt schon Spuren.
Donnerstatg, 04.09.2008 - Manila
Um 5:45 Uhr klingelt der Wecker. Cathy hat den Termin in der Botschaft um 8:00 Uhr bekommen, mit der Amsage, spätestens um 7:30 Uhr da zu sein. Also machen wir uns nach einem Kaffee auf den bekannten Weg nach Makati. Wir schaffen es, um 7:20 Uhr im RCBC Tower anzukommen. Zunächst einchecken am Empfanstresen, Taschen abgeben, Gästeausweis holen und in die Besucherliste eintragen, dann geht es in den 25. Stock. Dort residiert zumindest die Visaabteilung unserer Botschaft. Sicherheitskontrolle und dann am nächsten Empfangstresen Dokumentenkontrolle. Ich vermute, wer nicht alle notwendigen Dokumente dabei hat, kann hier gleich wieder umdrehen. Dann geht es in den nächsten Raum mit mehreren bankschalterähnlichen Countern. Wir sind Nummer 1 am Schalter 2. Das bedeutet, wir sind die ersten und müssen nicht lange warten. Mit deutscher Pünktlichkeit öffnet der Schalter und mit dem Charme einer monotonen Fahrstuhlansage wir Catherine Velasco an eben diesen Schalter beordert. Dokumente abgeben und dann werde ich auf die Warteplätze gebeten, damit die freundliche Dame am Counter ein Interview führen kann. Nun gut! Danach geht es zum Schalter 1, der ungleich unangenehmer ist, denn hier 60,00 € Visagebühren zu zahlen Das wars dann auch schon. Eine Benachrichtigung erfolgt in 14 Tagen und dann kann das Visum abgeholt werden, wenn es denn erteilt wurde. Also hoffen und beten! Wir machen uns anschließend auf den Weg, Cathys Ticket in der Emirates Filiale in Makati abzuhlen. Kein Problem. Wir bekommen ein E-ticket receipt, womit Cathy dann einchecken kann.
Damit sind die Pflichttermine zunächst abgearbeitet und wir können uns dem Frühstück zuwenden. Danach gibt es noch eine kleine Shoppingrunde und ist es auch schon Nachmittag und für mich eine gute Zeit einen kleinen Mittagsshlaf einzufordern.
Abends machen wir uns dann an einen kleinen Bummel durch die Strassen Ermitas und landen an der romantischen Promenade, die standseitig von einem Müllberg gesäumt und auf der anderen Seite akkustisch von der 6 - 8 spurigen Hauptverkehrsachse beschallt wird. Wir machen uns über einige Wachteleier her bevor Cathy 2 Balut kauft. Angebrütete Eier, quasi gekocht mit Haut und Haaren. Um es kurz zu machen: Ich finde ganz normale hartgekochte Eier auch ziemlich klasse. Nach einigen Bieren und einem Kashmir Curry geht es dann in die Liegeposition, denn morgen fahren wir nach Samar, Cathys Heimatinsel.
Freitag, 05.09.2008
Das verspricht, ein super Tag zu werden! Uns steht eine knapp 24stündige Busfahrt bevor. Zunächst gehts zum Terminal nach Cubau. Dort soll der "Ultrabus" um 12:00 starten. Daraus wird natürlich schon mal gar nichts, weil wir ja auf den Philippinen sind. Ein wenig nach 13:00 Uhr geht es los, aber nur nach Pasay zum nächsten Terminal. wo wir die nächsten 1,5 Stunden auf etwas nicht wirklich erkennbares warten. Gegen 16:00 Uhr verlassen wir tatsächlich die Stadt. Super! 3,5 Stunden einfach nur gewartet. Da freut man sich direkt in asiatischen Bussitzen eingeklemmt zu sein, allerdings läßt diese Freude von Stunde zu Stunde doch erheblich nach. Es geht nach Süden. Zunächst ist die Landschaft unspektakulär, dann wird sie interessanter, was aber auch nicht lohnt, da sie wegen einsetzender Dunckelheit nicht mehr zu sehen ist. Darüber hinaus kommt die klare Ansage, die Gardinen zu schließen, weil hier öfter mal Steine in die Scheiben geworfen werden. Irgendwie beruhigend, aber ich kann ja in Bussen eh nicht schlafen. Um 4:00 Uhr morgens erreichen wir die Fähre und nach relativ kurzer Umsteigepause geht es auch schon los. Gegen 7:00 Uhr sind wir in Calbayog City und fallen in ein eher irdisches-, als in ein Hiimmelbett. Die Auswahl ist hier nicht so groß und so werden wir die nächsten Tage in überschaubarem Luxus verbringen.
Samstag, 06.09.2008
Gegen Mittag wachen wir auf, zwar nicht ausgeschlafen, aber wieder etwas bewegungsfähig. Nach einem kleinen Imbis und ein paar Besorgungen für das Abendessen in Malopalo, nehmen wir ein Taxicab, um in Cathys Heimatdorf zu kommen. 14 km nördlich von Calbayog liegt das Dorf Malopalo und das Taxicab hält direkt an der Hauptstrasse vor dem Haus, das Cathys Mutter mit ihren Geschwistern bewohnt. Typisch philipinisch. Unverkennbar ist das hie rnicht der pralle Reichtum. Es gibt einen kleinen Wohn- und Empfangsflur, eine Küche und, seit kurzem auch zwei kleine abgeteilte Schlafkabinen.
Der Empfang ist zunächst etwas schüchtern, denn ich bin der erste Foreigner im Hause Velasco. Cathys Mutter verschwindet nach einem kurzen "Hallo" direkt in die Sicherheit der Küche. Carlito jr. ist aber sofort interessiert und versucht mit allen, ihm zur Verfügung stehenden Vokabeln, eine Konversation. So erfahre ich schnell, wer die Menschen auf den Bildern an den Wänden sind. Carlito sen. ist, zuhause würden wir das mit "Gott sei danik" beschreiben, in Manila. Bei seinem letzten Besuch hat er in seinem Alkoholrausch die Eingangstür zerschlagen, die gerade noch repariert wird. So komme ich auch gleich mit dem tischlernden Nachbarn, ein Handwerker für alle Gelegenheiten, ins Gespräch. Er erklärt mit, dass der Rahmen aus Kokosholz ist und das Schloß noch in Calbayog besorgt werden muss. Nach kurzem Pause kommen Lilibeth Lessley und wir machen einen Spaziergang durchs Dorf. Es ist nett hier. Ein kleiner schwarzer, aber sauberer Strand und die typische philippinische Dorfidylle tun es mir direkt an. Die Menschen sind nett und Familie Velasco, die mit dem Foreigner, ist heute Dorfgespräch. Viele kennen Cathy und nun auczh mich und so habe ich die eine oder andere Hand zu schütteln. Wir besuchen kurz die Verwandten, bei denen Cathy 2 Jahre gelebt hat, um trotz des Vaters den Schulabschluß zu machen. Der Empfang hier ist sehr herzlich und wir kommen sofort ins Gespräch. Anschließend machen wir uns auf den Weg zurück. Entgegen Cathys Prognose, dass ihre Mam für ein gemiensames Abendessen zu schüchtern sei, folgt das nun doch und so kommt es zu den ersten Blickkontakten. Es ist gut zusammen am Tisch zu sitzen. Neben Carlito jr. (17 Jahre) sind ihr Bruder Carlo (13 Jahre) und Schwester Carlotta (seit März 18 Jahre alt) sowie die Halbschwestern Jolina und Josey (4 und 5 Jahre) versammelt. und natürlich Elena, die Mutter. Es gibt gegrilltes Huhn und Philippine Sausage, was wir halt voher in Calbayog gekauft haben. Die Stimmung ist gut, aber man merkt schon, dass hier das Mahl mit dem Ausländer noch Neuland ist.. die Konversation ist etwas eingeschränkt. Elena versteht etwas English, spricht es aber nur sehr begrenzt. Nur Carlito jr. und Carlotta haben es in der Schule gelernt, sind es aber auch nicht gewohnt, sich tatsächlich mit lebenden Europäern zu verständigen. Wir machen uns, nach einigem Geplauder auf den Weg zurück nach Calbayog und es fällt uns nicht schwer, früh in den Tiefschlaf zu fallen.
Sonntag, 07.09.2008 - Calbayog / Malopalo
Zunächst zeigt Cathy mir die Stadt. Zur Zeit ist hier das Festival "Maries Birth" und das heißt, es ist 4 Tage Programm. Heute beginnt der Tag mit einer Parade, die direkt vor unserem Hotel vorbeiführt. Verschiedene Tanzgruppen und Blaskapellen ziehen an uns vorbei und am Ende folgt Miss Anyang, die schönste Frau des Festivals. Wir schlendern dann noch durch den Hafen und einige Strassen, die von Marktständen gesäumt sind. Wir beschließen den Rundgang mit einem Marktbesuch, da wir sowieso noch etwas fürs Abendessen in Malopalo besorgen wollen.
Ausgerüstet mit Fleisch und Gemüse machen wir uns dann auf den Weg nach Malopalo. Der Handwerker werkt wieder mit der Hand, und zwar an der Tür. Die Atmosphäre ist viel offener als gestern und, während Cathy ihrer Mutter bei der Zubereitung der Speisen hilft, unterhalte ich mich ausgiebig mit Carlito jr. über die Familienzusammenhänge. Nach einer Weile machen wir uns mit Carlito auf zum Strand im Nachbardorf. Cathy hat ihre Mutter in der Küche über unsere Pläne aufgeklärt und Elena. ganz Mutter, ist etwas hin- und hergerissen. Der Nachmittag wird zur Familienstrandpaty mit Barbecue und allem, was dazu gehört. Mit Einbruch der Dunckelheit, die hier wirklich dunckel ist, machen wir uns auf den Weg, zurück nach Malopalo, von wo wir, nach kurzer Pause direkt nach Calbayog weiterfahren, weil dort am Abend noch Open-Air-Concert angesagt ist. Also, schnell eine Dusche im Hotel und dann gehts ins Nightlife auf den zentralen Veranstaltungsplatz. Es treten einige Bands auf, was dazu führt, dass der Platz bis zum Bersten überfüllt ist. Wir machen uns nach kurzem Aufenthalt in die ruhigere Atmosphäre des Hotelrestaurrants auf. Auch dort spielt eine Band, aber wir bekommen noch eiinen Platz. So klingt dieser ereignisreiche Tag denn langsam aus.
Montag, 08.09.2008 - Calbayog
Morgens, naja, das ist jetzt auch schöngeredet, erreicht uns die Nachricht, dass Elena auf dem Weg nach Calbayog ist, um mit Cathy das Grab der Großeltern zu besuchen. Während des Frühstücks sieht Cathy dann ihre Mutter am Fenster längs laufen und wir treffen uns tatsächlich. Das funktioniert hier alles zufallsgesteuert, aber es funktioniert. Wir machen uns also auf, die Großeltern zu besuchen, was auch für Cathy wichtig ist, obwohl das Gespräch nachvollziehbarer Weise etwas einseitig ist. Danach machen wir einen kleinen Einkaufsbummel und kaufen den einen oder anderen Haushalshelfer. Nach einem ausgiebigen Gang durch die Stadt, fährt Elena wieder heim und wir starten die erste Deutschstunde, die dank Cathys erstaunlicher Aufnahme- und Lernfähigkeit zu einem halben Deutschtag wird, nur noch von einem Dinner unterbrochen. Den Lapu-Lapu, den ich wähle, kann man getrost vergessen. Mit frischem Fisch hat er soviel gemein, wie schwedischer Gammelfisch.
Dienstag, 09.09.2008 - Calbayog
Nach einer Deutschstunde und ein paar Besorgungen fürs Dinner, fahren wir nach Malopalo. Die Fahrt wird zu einem Erlebniss, da das Motorcab etwas kleiner geraten ist und ich drei Plätze brauche, um eher liegend ans Ziel zu kommen. Mitleidige Blicke und Verständnissbekundungen machen die Fahrt auch nicht wirklich schöner. Nach kurzer Pause treffen wir Lessleyann, eine Freundin von Cathy, die uns den Wasserfall in Viriato und ein paar Strände zeigen will. Unser Chaufeur ist Ruben, ein Motorcabdriver aus der weitverzweigten Verwandschaft von Cathy. Gottseidank ist dieses Cab etwas höher gebaut und so geht erstmal 30 km nach Norden. Der Wasserfall ist nicht spektakulär, aber das macht ihn symphatisch. Das Wasser ist herrlich kühl und erfrischend. Die anschließenden Strände laden nicht wirklich zum Baden ein und so sind wir nach Sonnenuntergang in Malopalo zum Dinner. Dort schreibe ich diese Zeilen mit Tränen in den Augen. Elena richte gerade das Abendessen und zwar auf dem offenen Feuer. Das bedeutet, dass das Haus aus allen Ritzen qualmt und man drinnen am Besten die Augen geschlossen hält. Demnächst werde ich dann mal ein Internetcafe anlaufen, um di Welt an meinem Glück teilhaben zu lassen. Das kann hier allerdings auch schon mal zum Abenteuer werder, denn der brownout lauert quasi hinter jeder Steckdose und am liebsten, kurz bevor man auf den Senden-Knopf drücken will. ..... Nach dieser Pause ist das Abendessen verspeißt. Es gab gegrilltes Schweinefleisch, das Elena besorgt hatte, und eine wunderbare regionale Fischspezialität, in die ich mich sofort verguckt hatte, als das tote Teil da so auf dem Tisch im Markt lag. Wie ich erfahre handelt es sich um einen Tangige, das beste, was der Fischmarkt hier zu bieten hat. Für dererlei hatte ich immer schon ein gutes Auge. Superlecker und bei Familie Velasco wird er auch gemocht. So gutes Futter gibts hier sonst auch nicht. Danach machen wir uns auf, ins Hotel, um das geplagte Gesäß zu entspannen. Sitzen geht heute wirklich nicht mehr, dank mehrerer Stunden Motorcab.
Montag, 1. September 2008 021:49:01
Hamburg
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Nu geht dat los...
12 Stunden bis Abflug! Jetzt geht los. Ich habe nun ein halbes Jahr gewartet, um Cathy wieder zu sehen und endlich den neuen Lebensabschnitt einzufädeln. Morgen früh um 9:50 Uhr gehts nach Amsterdam und dann um 14°° von dort nach Manila. Mittwoch um 8:45 lande ich und gegen 10:00 uhr kann ich endlich Cathy in die Arme schließen. Das werden dann zunächst richtig ruhige Urlaubstage. Hotel suchen - Passbilder, nicht irgendwelche, sondern biometrische für das Schengenvisum, machen und dann noch die letzten Einkäufe für die nächsten 4 Wochen erledigen. Am Donnerstag um 8:00 Uhr ist unser Termin zur Visabeantragung in der Deutschen Botschaft. Bitte aber ein halbe Stunde vorher da sein... Na das verspricht ja ein richtig erholsamer Morgen zu werden. Vor dem Frühstück schon durch Manila und dann den richtigen Ton für die Botschaft finden, zu einer Zeit, in der ich regelhaft noch im Bios laufe. Naja - danach wirds hoffentlich ruhiger. Freitag oder Samstag werden wir dann Richtung Samar starten. Ich bin gespannt! Jedenfalls habe ich im letzten halben Jahr geschafft, wofür ich im Normalfall etwa 2 Jahre veranschlagen würde. Trennung - Renovierung - Umzug - Einräumen und Eingewöhnen. Dabei kein einziger Tag Urlaub, denn den braucht man bei 12.000 km Luftlinie zur großen Liebe für anderes. Überhaupt war es ein neues ungekanntes Lebensgefühl, über 12.000 km eine Beziehung per Email und SMS zu pflegen, aber die junge Liebe trägt auch das. Nun kommt also die Erlösung und ich zähle fast schon die Sekunden.
Hier gibt es demnächst also wieder das Neuste aus den Phils. Der Focus liegt diesmal etwas anders, aber es könnte ja trotzdem spannend werden. Wer also das neuste aus meinem und ab Mittwoch unserem neuen Leben wissen will, der kann hier fündig werden. Es gibt, wie immer, Berichte und Bilder von unterwegs. Über den Link "abonieren und antworten" kann man genau das tun. Also scheut Euch nicht zu schreiben, zu lesen und an unserem Glück teilzuhaben.
Bernd - gerade noch in Hamburg und bald schon im Paradies
Samstag, 13. Oktober 2007 15:31:11
Hamburg
http://www.schmidt-hh.com
Ein erster Schritt gegen die Herbstdepression ist getan! Das Ticket liegt im Emailpostfach und damit kann es am 19. Februar 2008 wieder los gehen. Palawan soll es diesmal sein und dank Schaltjahresbonus gilt das Ticket auch noch einen Tag länger. So werde ich 29 Tage unterwegs sein. Vieleicht wird das Programm noch um ein paar Tage auf Samar ergänzt, das entscheidet sich aber erst vor Ort. Palawan soll zu den schönsten Inseln gehören und ist von von ca. 1200 kleinen Eilanden umgeben. Man kann also auch 4 Wochen dort zubringen, ohne sich langweilen zu müssen. Leider sind es noch 128 Tage bis zum Abflug, aber "time is running" und so steigt die Vorfreude von Tag zu Tag. Bernd
Dienstag, 12. Februar 2008 20:10:52
Hamburg
http://www.schmidt-hh.com
Endspurt
So - jetzt nähere ich mich dem Abflug und alles kann gut werden. Die Vorbereitung war eigentlich schon das erste Abenteuer. Sah es am Ende des letzten Jahres noch alles etwas schwierig aus, was das direkte Weiterkommen nach Palawan anging, so änderte sich das doch schlagartig mit dem neuen Jahr. Cebu - Pacific bot plötzlich einen Nachmittagsflug um 14:00 Uhr an, der mich noch vor 16:00 Uhr an den Ort meiner Träume bringen würde. Also kurzerhand gebucht: E-Ticket und Konditionen, wie bei Ryanair in der Gründerzeit. So schnell, wie der Flug gebucht war, war er auch wieder gecanceld, mit der Umbuchung auf den 8 Uhr Flieger. Zu dumm, da schwebe ich gerade noch über dem Südchinesischen Meer. ...und Schade gehabt! Aber nicht so schlimm, ich spare ja wöchentlich den Lottoeinsatz (weil ich nicht spiele!), dann kann man ja mal Cebu-Pacific spielen. Also - gucken wir noch mal, und - siehe da - nun bietet auch Air Philippines einen Flug am Mittwoch um 16:00 Uhr an. Das muss ja für eine Gesellschaft ins Auge gehen oder fliegt jetzt jeder Filipino einmal im Jahr nach Palawan? Also, das selbe Spiel: Buchen E-Ticket und bis heute ist noch alles gut. Also steigt meine Hoffnung gegen 17:10 Uhr in Puerto Princesa zu sein. Dort holt mich die Besitzerin des Tarabanan Ressorts direkt vom Airport ab und dann ist es noch 'ne gute Stunde bis zum ersten San Miguel Light am Strand. Mal sehen, ob es dann von da aus Digipost gibt. Erstmal geniesse ich jetzt meine Vorfreude auf den 14stündigen Nichtraucherflug ins (Raucher)Paradies.
Sonntag, 2. Maerz 2008 06:37:58
Tarabanan Resort - Ostkueste
http://www.tarabanan.de/
19. - 20. Februar 2008
So - nun geht`s also los! Es wird wieder ein Abenteuer, das zeichnet sich schon um 7:30 Uhr am Hamburg Airport ab. Während alle anderen Flüge in der Tristesse weißer Bildschirmzeilen untergehen leuchtet meiner in rot blinckend hervor: "Canceld - gestrichen" ist dort zu lesen. Das geht ja gut weiter (Der erste Anschlußflug nach Palawan mit Cebu-Pacific Airlines wurde auch schon vor zwei Wochen gestrichen. Ich bin dann auf Air Phhilippines ausgewichen.), aber das macht nichts, schließlich reise ich mit KLM und die werden sicher eine Lösung haben. Haben sie auch: Ich nehme halt den nächsten Flug um 12:00 Uhr. Der ist, so sagt die freundiche Frau vom Abfertigungsschalter, um 12:40 Uhr in Amsterdam und dann habe ich noch ausreichend Zeit um bis 14:10 Uhr den Flug nach Manila zu erreichen. Was wir beide nicht ahnen, dieser Flug wird Verspätung haben. Aber der Reihe nach. Was macht man morgens um diese Zeit? Erstmal Kaffee trinken. Dafür gibt es sogar den KLM Wiedergutmachungsvoucher über 5,- €. Beim Kaffee denk ich mir natürlich, dass es ja ganz ungewohnt ist, ohne die Kollegen aus dem Amt den Kaffee zu nehmen. Aber - da war doch was? Richtig! Kollege Goy fliegt ja gleich nebst Gattin in den diesjährigen Wintersport nach Antalia (Ja, genau das an der tü(r)kischen Mittelmeerküste, wo man früher wegen Warm hinflog, dieses Jahr einer der wenigen schneesicheren Orte). Also schaun wir doch gleich mal, wer den so um 11:30 Uhr dahin fliegt. Man - haben die ein Glück, einer von den tristen Flügen, aber das war ja klar, weil doch nur meiner auffiel. Also gucke ich doch mal beim Check in eines Chartercarriers (Der Name der eher unbedeutenden Gesellschaft ist mir denn doch wieder entfallen, aber er wäre zu ermitteln) und siehe da, wer kommt dort gemächlichen Schrittes zum Abflug? Es ist der Goy und nun steht einem Kaffee in gewohnter Runde nichts mehr entgegen. So kann ich noch mal ein Bild von ihm auf dem runway machen (Zugegeben, man erkennt ihn schlecht!) und mich erneut ärgern, dass ich nicht schon lange in Amsterdam bin.
Um 12:oo Uhr passiert am Gate für den Flug nach Amsterdam noch gar nichts, es ist nicht mal ein Flieger da. Um 12:15 Uhr rollt die KLM dann endlich an und ich beginne langsam mit einer geringfügigen Schweißbildung. Um 12:40 Uhr heben wir dann endlich ab uncd kommen allen Ankündigungen folgend, nach 40 Minuten an. Um 13:30 Uhr bin ich tatsächlich im Terminal und setze mit schnelleren Beinbewegungen ein. Wer den Schipol Airport kennt, weiß wie weit ein Gate entfernt sein kann und dazwischen liegt ja auch noch die Passkontrolle, die schon alleine eine viertel Stunde kostet. Nicht, das ich nicht glauben würde, dass KLM mich fürstlich bewirten und am Folgetag auch nach Manila fliegen würde, aber mir wäre die planmäßige Variante doch, angesichts des Anschlußfluges deutlich lieber. Also - Beine in die Hand und durch (...die Passkontrolle läßt sich so leider nicht umgehen, aber ich habe jetzt mal Glück und es eröffnet direkt ein neuer Schalter, den ich mit leichtem Gerempel als Dritter erreiche.)! Tatsächlich gelingt es mir, denn als dritter von hinten einzusteigen. Als ich wieder zu Atem komme, gehts auch schon los. Puh....
Der Flug ist wie immer ---ZENSIERT!---, ich kann nicht schlafen, Whiskey gibts nur rationiert und so vergnüge ich mich mit den Filmen, die ich noch nie sehen wollte. Nach eingehender Recherche stelle ich fest, dass der Flug auch 15 Minuten Verspätung hatte. Wie schön! Die Ankunft in Manila ist wiedererwartend sogar etwas zu früh. Also kann ich im Zeitlupentempo zum Domesticterminal und muss trotzdem noch 4 Stunden warten. Es werden 15 Minuten länger, weil sich Air Philippines dem KLM Konzept wohl auch angeschlossen hat. Mit 10 Minuten Verspätung erreiche ich Puerto Princesa, was nach dem Anreiseerlebniss ja eigentlich auch schon an ein Wunder grenzt. Vor dem Airport wartet die Besitzerin des Tarabanan Resorts und nimmt mich in Empfang. Gut so, denn ich bin nicht mehr zu viel zu gebrauchen und freue mich, dass jetzt alles von fremder Hand gesteuert wird. Um 19:00 Uhr Ortszeit bin ich in meinem Cottage und warte auf das Abendessen. In Deutschlnad ist es jetzt 13:00 Uhr und ich bin 31 Stunden unterwegs. Hoffentlich erlebe ich das Essen noch! Da schallt es auch schon "Börrnd" und ich werde zu Tisch gebeten. Eine Suppe aus Pappaya, Curry und Huhn läßt schlagartig meine Vorbehalte gegen die philippinische Küche, wenigstens temporär, verflachen und der gebratene Fisch mit Reis und Bratnudeln versetzt mich zum erstenmal in Urlaubsstimmung. "Alles ist gut" hätte ich gedacht, wenn ich nicht schon schlafen würde.
21. Februar 2008
Heute, am eigentlich dritten Tag beginnt der Urlaub richtig. Es beginnt mit einem kleinen Gewitter, doch das ist nach eihner Stunde schon vergessen. Der Himmel gestaltet sich hautfreundlich heiter bis wolkig. Mit Schutzfaktor 30 habe ich eine reelle Change, den Abend ohne all zu große Brandschäden zu erreichen. Die nähere Beschreibung des Tagesablaufs habe ich schon im letzten Jahr geschrieben (ist also unter 2007 nachzulesen), nur das Essen ist hier sehr viel liebevoller und eigens für mich gekocht. Was mir erst heute auffiel: Ich bin grad der einzige Gast und so konnte mich heute auch kein anderer stören. Zum Dinner gab es dann den BESTEN! Lapu-Lapu gebraten in süßsauer nach Art des Hauses, und das ist nicht so süß aber relativ würzig. So muss es sein. Schon die Mangomarmelade, hatte es mir heute morgen angetan, eben würzig und nicht zu süß. Die nächsten Tage sind erstmal gebucht und übermorgen gucke ich mir dann mal die Umgrbung an. Abenteuer hatte ich jetzt ja schon für drei Tage im voraus. Mit diesen Zeilen gehe ich nun meiner zweiten Nacht entgegen, nicht ohne noch paar San Miguel zu trinken.
Zum besseren Verständnis der Fachbegriffe (Lapu-Lapu, San Miguel,...) rate ich dringend die Berichte aus 2006 und 2007 zu lesen!
22. Februar 2008
Heute nacht hat der Wind etwas aufgefrischt sodass ich mir gegen 6:30 doch tatsächlich ein Tuch übergeworfen habe. Ohne den bescheuerten Hahn neben meinem Cottage wäre das allerdings nicht passiert. Um 10:00 Uhr ist die Wolkendecke verschwunden und ich sehe schon, der Strandtag fällt aus, weil er nicht mit Brandverhüttungsvorschriften kompatibel ist: Ein Pavillion lädt aber zur gemütlichen Tagesruhe ein und der ist nun besetzt. Irgendwo muss ich tatsächlich zwischenzeitlich mal ein Handynetz empfangen haben (Eigentlich klappt das nur sehr selten in meiner Schlafettage) und siehe da, die Post ist da. Über den direkten Weg aus Hamburg über Antalya erfahre ich, das meine Befürchtung, unser UEFA Cup Rückspiel wird ein tristes 1:0 (Was ja nach dem 3:1 Auswärtserfolg mehr als reichen würde) noch mit einem torlosen Unentschieden übertroffen wurde. Naja - weiter ist weiter - und wenn wir dafür am Wochenende wieder einen Auswärtssieg holen (wir spielen in irgend so einem bayrischen Bergdorf), ist ja alles bestens.
Nach langen Stunden der Ruhe raffe ich mich am Nachmittag auf und gehe zur Hauptstraße zum Zigaretten kaufen. 2 km verheißt ein ein kleines Schild und ich denke, ohauahauaha, da habe ich mir ja was vorgenommen. Km Angaben sind in diesem Land in der Regel nicht wirklich ernst zu nehmen. Meinstens geben sie eher Stunden an, das ist hier nämlich das eigentliche Entfernungsmaß. Doch nach etwa 500 Metern sind die 2 Km schon vorbei. Glück gehabt! Es gibt tatsächlich Zigaretten. Man muß einfach hingehen und nach Zigaretten verlangen und in diesem Fall bekommt man dann Marlboro Reds, das einzige, was es hier gibt, aber es könnte ja schlimmer kommen. Kommt ja vieleicht noch. Zum Dinner werde meine Gourmettsinne wieder herausgefordert. Es gibt Krebse in Currysauce, Schwenefleisch Adobo, Salat und Reis. Insbesondere das Adobo, was mir bislang hauptsächlich im Zusammenhang mit zertrümmertem Huhn unterkam, verdient Erwähnung. Es ist nicht ein Stückchen Knochen oder anderes Ungenießbares darin enthalten. Man kann das einfach so essen und zudem schmeckt es auch noch beeindrucked gut. Die Krebse sind mit viel Arbeit verbunden, aber ein wahrer Genuß. Die philippinische Küche möchte hier nun endgültig mit meinen erfahrungsbasierten Vorurteilen aufräumen. Ich lasse es mit Wohlwollen geschehen. Ich gebe hier jetzt also ausdrücklich einen kulinarischen Feinschmeckertip ab: Wer hier also gerade mal vorbei kommt: Unbedingt 2 Tage zum Essen im Tarabanan Resort zubringen. Baden und Faulenzen geht hier übrigens auch klasse.
Gerade ist auch das Mobilfunknetz wieder angesprungen und paralel zum Empfang neuer Nachrichten kann ich endlich die SMS von heute Morgen verschicken. Es scheint hier ein ernsthaftes Netzproblem zu geben und das auf den Philippinen, wo eigentlich jeder Täglich mehr SMS versendet, als ich im ganzen Jahr.
Für Morgen ist ein Motorbike geplant. Mal sehen, was daraus wird und dann werde ich mal einen ersten Abstecher in die Umgebung machen.
23. Februar 2008
Gegen 7:00 Uhr werde ich nicht von dem blöden Hahn sondern einem, intelektuell auf gleicher Stufe stehendem Moped geweckt. Es knattert heran und ich denke, muss das denn jetzt sein, und da knattert es auch schon wieder weg und ich denke, Glück muss man haben. Wie sich beim Frühstück heraus stellt war das mein Motorbike, aber es wurde von "the Owner" nicht für meiner würdig befunden und zum Tauschen zurück geschickt. Nun gut, waren wir also mal ab, was nun folgt. Die Ansage ist: "a brandnew bike"! Gegen 10:00 Uhr knattert es wieder und tatsächlich steht ein fast neues Gefährt, Marke Honda 125, vor mir. Das klappt ja prima, wenn the Owner was sagt. Also mache ich mich nach Omelette mit Schweinefleisch in Soja auf den Weg nach Port Barton. Der Reiseführer verspricht einen netten Ort mit schönem Strand und tollen vorgelagerten Inseln. Die Hauptstraße, man spricht vom Palawan Highway, ist Richtung Norden weitgehend betoniert, was bei uns asphaltiert meint, hier aber den Temperaturen entsprechend mit schmelzsicherem Material gestaltet wurde. Die Fabriciusstraße in Bramfeld würde durch einen vergleichbaren Zustand gewinnen. Ich fahre diesen Highway also zunächst mal 60 km nordwärts. Das könnte in einer Stunde erledigt sein, würde ich der philippinischen Gewichtsnorm entsprechen und die blöde Kiste nicht bei jeder noch so kleinen Steigung automatisch auf den Sicherheitsgeschwindigkeitskorridor zwischen 30 und 40 abbremsen und Steiungen gibt es doch viele. Nach zwei Stunden erreiche ich ein Schild (Tageskilometerstand: 60 KM), was Port Barton nach links weg in 22 Km ankündigt. Ich verlasse also den Highway und nach etwa 100 Metern ist auch schon klar, dass die restlichen 22 Km ein vielfaches an Aufwand bedeuten. Nach etwa 5 Km fängt der Spaß erst richtig an. Ich bin, seitem ich das erste Mal den Blincker benutzt habe, schon eine knappe Stunde untrweges und der nächste Km raubt mir eine weitere Stunde und die letzten Nerven. Das Schlimme ansich ist ja der Umstand, dass ich weiß, dass ich jedes einzelne Schlammloch auf der Rücktour nochmals durchqueren werde und, dass das bei Dunkelheit eine schier unlösbare Aufgabe ist. Also jetzt Mal mit Mathematik weiter: 6 Km in 2 Stunden, verbleiben also 16 + 22 für die Rücktour, hochgerechnet (und JA, das hab ich ohne Zuhilfenahme meines Palmtops hingekriegt) macht das 38 KM / 6 * 2 = bummelig 13 Stunden, um 18:30 ist es stockdunkel und ich trage eine Sonnenbrille! Quadriert wird das Elend durch Hunger, den schmerzenden Arsch und außerdem sehe ich schon jetzt aus, wie ein Schwein nach einem Tauchgang in der Suhle. RICHTIG! Ich bin an dem Punkt angekommen, an dem man besser umdreht und diesmal hab ich es gemacht. Nach meinem letzten Schlammloch, das doch etwas mehr Tiefgang hatte rasselt nun auch noch die Kette (Gott segne die Kadernwelle!) und ich kehre kurz bei einem Streckenposten zum Boxenstopp ein. Der Junge hat alle passenden Schraubenschlüßel in der Tasche und macht mir schon damit deutlich, dass ich nicht der erste dummdusselige Tourist bin, der sich mit einem Spielzeug - Zweitakt - Stincker an dieses Abenteuer macht. Für 100 Pesos gibt er mir noch gratis den Tipp, dass ich nicht mit der Kette in den Schlamm fahren darf. "Du Arsch", denke ich wortwörtlich! Ich werde jetzt hier bleiben und Mangos pflanzen, bis der Herr mich heimruft. Also wieder ins Schlammbaden, was natürlich zurück viel schneller geht - man kennt ja die Strecke schon. Knapp 2 Stunden später biege ich wieder auf den Palawan Highway und fange an mich auf das Abendessen zu freuen, was tatsächlich nach 1:20:34:409 erreicht ist. Wäre das mit dem Boxenxstopp schneller gelaufen, hätte ich durchaus einige 100stell schneller sein können.
Das Abendessen reißt erneut alles wieder raus. Die heutige Tellerdekoration heißt Sweet Lips (In Tagalog nennt man ihn Samaral) und er ist eine Granate. Weil sie meinen Appetit schon kennt liegt noch ein zweiter in der Pfanne. Hännschen Rosenthal (eine der Kindeswohlgefährdungen, denen mich meine Eltern ausgesetzt haben) würde hüpfen, das kann ich jetzt nicht mehr ohne Kolatteralschäden anzurichten. Ich spüle jetzt Staub und Frust mit mehrenden San Miguell hinunter und schon gehts mir wieder gut. So einfach geht das (Falls mein Arbeitgeber das Konzept im Rahmen der Mitarbeiterfürsorge übernehmen will: Es geht auch Seezunge und deutsches Bier)! Ob ich nochmal Motorbike fahre, werde ich nicht mal mehr ernsthaft durchdenken.
Sonntag, 2. Maerz 2008 06:46:44
Sabang - Underground River
http://www.hobotraveler.com

24. Februar 2008
Auch, wenn es Bielefeld eigentlich gar nicht gibt, signalisiere ich in diesem Fall Mitleid, die anderen Verlierer tun mir unendlich leid, bringen sie uns doch nach einem Sieg in München richitg oben ins Spiel. Also Jungs - 1:2 sage ich voraus. Olic und Zidan machen das klar.Dieser komische van Buyten kann von Mathijsen mal lernen, wie man das hinten vernünftig macht.
Mein Tag spielte sich heute on the road ab. Nach dem letzten verlässlich guten Frühstück packe ich meine sieben Sachen, die komischerweise beim zweiten Einpacken immer wesentlich mehr sind als beim Ersten. Der Boy bringt mich zur Straße und nach 10 Minuten kommt auch schon ein Jeepney, das mich nach Salbacion bringt. Dort zweigt die Straße nach Sabang vom Palawan Highway ab und insofern weiß ich dort ja auch schon, dass ich das angenehmste Stück Straße hinter mir habe. War die erste Fahrt mit 4 - 6 Personen in dem Jeepney noch ziemlich angenehm, so ändert sich das fortan auch. Zwar kommt das Fahrzeug schon nach einer viertel Stunde, was die vermutete Wartezeit bis 3 Uhr um zwei Stunden verkürzt, doch ist die Kiste nach europäischen Vorschriften schon mit einem 300 jährigen Führerscheinentzug überladen, aber hier geht da immer noch was.. Ich stehe das erste Stück auf der unteren Leitersprosse (die, um aufs Dach zu kommen, welches aber schon von ungefähr 15 Personen und Gepäck von weiteren 35 Menschen im Wageninneren. belagert ist). Ich habe Glück und kann nach 10 Km auf die provisorische Sitzbank am hinteren Ausstieg wechseln. Nach weiteren 5 Km bekomme ich tatsächlich einen Platz im Inneren. Das ist gut, denn schlagartig endet der etwas besser ausgebaute Straßenabschnitt und das Geschauckel geht richtig los. Es geht durch Schlaglöcher, die einer Elefantenherde Platz bieten, zum Fußball sielen. Zwischenzeitlich ist das Fahrzeug, das nach deutschen Maßstäben ein Neunsitzer wäre, allenfalls aber 20 Personen einen Sitzplatz bietet, mit ca. 55 Personen befüllt. Nun verlieren wir, was den deutschen Verkehrexperten nicht wirklich verwundern wird, einige Säcke mit Reis. Also Stopp und alles wieder einsammeln. Geht doch! Nach 2 Stunden, einigen angeschrammten Achsbrüchen und mehreren Gesäßverspannungen, erreichen wir einen Vorort von Sabang. Nun könnte man denken, es wird leerer, weil bestimmt ein paar Passagiere aussteigen. Zum Teil richtig! Es steigen etwa 20 Menschen aus, dafür aber etwa 30 wieder zu. Es ist nicht zuglauben. Jetzt sind es nach groben Schätzungen über 60 Personen zzgl. diverser Wocheneinkäufe. Gottseidank ist die Straße jetzt besser, sonst wäre der Achsbruch unausweichlich. Ab jetzt wird es aber alle hundert Meter leerer. Das ist einerseits schön, geht aber wiederum aufs Zeitkonto. Alle 100 Meter folgt jetzt ein Stopp und das mühseelige Suchen des passenden Gepäcks zu den scheidenden Fahrgästen. So brauchen die letzten 5 Km eine gute Stunde. Nach insgesamt rund drei Stunden sind die insgesamt ca. 60 Km tatsäcchlich geschafft und ich münde in einem Cottage des Green Verde Resorts und direkt im Anschluß im Meer. Nach weiteren 2 Stunden Entspannung in der Horizentalen mache ich mich auf den Weg zum Dinner. Das hält, wie erwartet, nicht im geringsten mit dem Tarabanan mit. Ich treffe den einen oder anderen Guide mit dem jeweils günstigsten Angebot für Touren, die ich gar nicht machen möchte und begebe mich nun gleich auf die Suche nach einer Möglichkeit, das Internet zu erreichen- Ob das erfolgreich war oder nicht, läßt sich dann ja unschwer erkennen.
25. Februar 2008
Nach einem Abend der Mißerfolge startet dieser Tag adäquat. Ich habe kein Internetcafe gefunden und mein Fußballtip ist, was unsere Tore angeht, auch nur halb in Erfüllung gegangen. immerhin haben die Bergbewohner auch nur ein Tor geschoßen und damit kann man ja durchaus auch zufrieden sein. Internet gibt es hier nicht, dass liegt sicher auch daran, dass es nur zwischen 18:00 und 22:00 Uhr Strom gibt, vom Generator. Also bleiben meine Zeilen zunächst mal auf dem Palm. Ein Couriosum hat sich mitlerweile geklärt. Ich hatte all die Tage immer Ameisen in meinem Rucksack, was mir immer auffiel, als ich meine Tastatur auspackte. Nun es scheint doch tatsächlich so, dass Ameisen auf Infrarot abfahren. Ich hatte die Batterie in der Tastatur gelassen, weil ich ausprobieren wollte, ob sich dadurch die Batterielebensdauer wesentlich verringert. Diesen Beweis konnte ich bislang nicht antreten, denn offensichtlich lieben Ameisen die Infrarotschnittstelle und deren Umgebung. Seit ich die Batterie wieder raus nehme ist auch wieder Ruhe im Rucksack. Falls ich hier eine neue biologische Erkenntnis gewonnen hane, bitte ich um Hinweise. Ich w´ürde mich dann doch noch mal um den Bio - Nobelpreis bewerben.
Der Tag als solcher war komplett für die Tonne. Eigentlich hat es den ganzen Tag geregnet, manchmal mit Sturm, manchmal ohne. Für einen Jungletrail jedenfalls nicht wirklich das Wetter. Solch Tage verbringt man sonst eigentlich im Internetcafe und guckt sich an, was man immer schon mal sehen wollte. Also komplett verloren! Immerhin bin ich trocken zum Dinner gekommen, aber das hilft auch nur bis 22:00 Uhr, dann gehen halt die Lichter aus und die Touristen gehen ins Bett. Immerhin funktioniert mein Minibüro auch netzunabhängig und damit habe ich sogar meinem Arbeitgeber etwas voraus. Aber, was soll man über diesen Tag groß schreiben. Morgen gehts zum Undergroundriver, koste es, was es wolle. Schnell noch das letzte Bier weg bevor es total warm ist und dann "Gute Nacht"!
26. Februar 2008
Heute war es dann also der Undergroundriver. Der Trip startet nach dem Frühstück am Pier in Sabang. Zunächst werden dem naturbegeisterten Touristen diverse Gebühren abverlangt, geht es doch in einen Nationalpark. Das berappelt sich pro Person dann auf 350 Pesos, was immerhin auch schon mal 10 USD sind. Damit ist man natürlich noch keinen Meter weitergekommen, denn nun kommen erstmal die Bootsführer dran. Eine Banka (Kleines Auslegerboot) fasst in diesem Fall 6 Personen. Alle anderen Fahrten, die ich bisher in gleichgroßen Booten unternehmen durfte, werden mit 25 Passagieren kalkuliert, aber hier läßt sich ja durchaus was verdienen. Ich habe Glück und treffe Ed aus Missouri mit seiner Schwester und wir teilen uns ein Boot. Das beläuft sich dann nochmal auf 350 Pesos für mich. Die Fahrt geht dann etwa 20 Minuten Richtung Norden. So eine Strecke kostet sonst mit einem Boot ungefähr 30 - 40 Pesos, also ein richtiges Schnäppchen. Nach der Ankunft in einer kleinen Bucht - ich bin nun schon auf die nächste Gebühr gefasst - werden wir direkt 100 Meter durch den Dschungel geleitet und müssen uns dann lediglich registrieren. Es gibt für jeden eine Schwimmweste und einen Schutzhelm, der so überflüssig, wie ein Kropf ist, weil es einerseits nur sehr wenige Hindernisse in Kopfhöhe gibt und er für europäische Kopfgrößen ohnehinn zu klein ist. Ich trage ihn also offen, mit der Aussicht, das jedes Hindernis ihn mir mühelos vom Kopf stoßen wird. In kleinen Paddelbankas fahren wir zu Dritt mit einem Führer des Nationalparks in den Fluß. Zunächst geht es in eine unscheinbar wirkende kleine Felsöffnung, aber sogleich kommt man doch ins Staunen. Etwa 8 Km zieht sich der Fluß durch den Berg. Die gesamte Strecke ist von wahnsinnigen Stalgniten und Stalaktiten gesäumt. Es tropft aus vollen Rohren und man bekommt sogleich die praktischen Folgen einer Tropfsteinhöhle zu spühren. Es lohnt sich, wenngleich 20 USD für philippinische Verhältnisse doch ein Vermögen sind, aber der Filippino ist hier auch ein seltenerer Gast. Die Fahrt geht, quasi als Hauptattraktion, durch die Kathedrale, die ihren Namen der christlich - katholischen Interpretation einzelner Stalgniten, oder waren es Stalaktiten, als Marienfiguren, der heiligen Familie und weiterer Figuren verdankt, für die man wohl in Sachen katholischer Heiliger vorgebildet sein sollte. Der höchst Punkt des unterirdischen Flußlaufs, ist mit 65 Metern in der folgenden Höhle erreicht. Immer wieder weißt der Führer darauf hin das man den Mund geschloßen halten sollte, wenn man nach oben sieht. Er meint damit, dass die Fledermäuse, es sind tausende, die an der Decke hängen, hin und wieder unschöne Dinge fallen lassen. Nach einer knappen halben Stunde kommt der Hinweis, dass wir nun den Wendepunkt der Tour erreicht haben. Er könne aber, gegen einen kleinen Obulus von 200 Pesos pro Person auch noch weiter fahren. Wir entschlißen uns, die Tour hier zu beenden und wieder zurück zu fahren. Nach weiteren 20 Minuten (flußab geht auch untertage schneller als flußauf) sind wir wieder am Ausgangspunkt und könne die Schutzkleidung ablegen. On the way sieht man noch einige Warane und die obligatorischen Affen. Dann folgt der letzte Teil, zurück nach Sabang. Damit habe ich nun also die Hauptattraktion von Palawan gesehen und muss fortan nur noch Urlaub machen. Morgen früh um 7:00 Uhr fährt ein Boot nach Port Barton und El Nido, es lässt mich auf Cacnipa Island raus und dort soll es ziemlich klasse sein, in Sachen Schnorcheln. Das ist ja wieder richtig Urlaub: früher aufstehen als Zuhause!
Sonntag, 2. Maerz 2008 06:53:29
Cacnipa Island
http://coconutgarden.palawan.net/
27. Februar 2008
6:00 Uhr aufstehen, packen und los. Am Pier gibts immerhin schon ein geöffnetes Restaurant und somit einen Kaffee. Der freundliche Filippino, der meine Reservierung aufgenommen hat ist auch schon da und signalisiert mittels Nicken, dass er sich noch an dieselbe erinnert und ich noch in Ruhe Kaffee trinken soll. Tue ich ja schon! In 5 Minuten ist Abfahrt, aber wie geht das mit "in Ruhe". In mir steigt die Ahnung auf, dass ich auch eine Stunde länger hätte schlafen können und deswegen nichts verpasst wäre. Genau richtig! Um kurz nach 8:00 Uh geht es tatsächlich los. Strahlender Sonnenschein begrüßt die Verwegenen, die sich zu dieser Tour entschlossen haben, an Bord. Etwas unruhige See läßt alle Reisenden binnen kurzen restlos wach werden und niemand muss sich ärgern, dass die Zeit zum Duschen heute morgen etwas knapp war. Da bleibt kein Auge trocken. Nach zweieinhalb Stunden erreichen wir eine paradiesische Bucht auf einer ebensolchen Insel. Cacnipa Island heißt das Eiland und ist meine Destination. Das Coconut Garden Resort ist hier Monopolist unter schweizer Leitung, aber trotzdem erschwinglich. Schon beim Aussteigen komme ich gar nicht aus dem Staunen heraus. Die mitreisenden Amerikaner beneiden mich, dass ich hier aussteigen darf und quasi das Südseeparadies zu Füssen habe. Genau so ist es. Man hat ein Cottage und ein Frühstück für mich und alles ist gut. Das wird darüber hinaus ein klassischer Hängemattentag, unterbrochen von gelegentlichem Wässern. Abends gibts einen Red Snapper, der seine Schwimmfähigkeit in einigen Rhum-Coke wiedererlangt und der Tag ist mein Freund. Allerdings hort er um 21:30 Uhr auf, dann geht nämlich der Generator aus und alles versinkt in tiefschwarzer Nacht.
28. Februar 2008
Übernacht ist das Paradies einer Regenfront gewichen und so wird das wieder einer von diesen trostlosen Lesetagen. Gottseidank gibt es hier ein paar Menschen, die muttersprachliche Konversation ermöglichen. An manchen Tagen ist das auch mal ganz schön. Dann macht es Plop, mein SMS Signal, und Goy kommt in einem kurzen Moment des Netzempfangs mit schlechten Nachrichten aufs Handy. Mit dem Pokalaus in Wolfsburg versinkt der Tag nun restlos in der Depression. An solchen Tagen kann man nur noch auf Drogen zurückgreifen, also mache ich mich jetzt an den ersten Rhum-Coke und versuche nicht zu schnell zu lesen, damit mein Buch noch ein paar Tage hält.
29. Februar 2008
Das ist er nun, nach vier Jahren wieder, der 29. Februar, und er hätte mehr aus sich machen können. Ich will ja nicht meckern, ist er doch der Tag, der meinen Urlaub um einen Tag verlängert (Von wegen KLM Monatsticket, das immer exakt einen Monat gilt), aber er war hier auf den Philippinen allenfalls durchschnittlich. Positiv lasse ich gelten, dass es nicht geregnet hat und das die Mückenstiche gar keihne sind sondern Bisse der Nick - Nacks (Sandflöhe), was immerhin das Malariarisiko verringert. Ins Minus zu rücken ist die Tatsache, dass auch die Sonne nicht wirklich schien (außer irgendwann zwischen 6:00 und 7:00 Uhr, was mich aber nicht hinreißen konnte, den jungen Morgen... und wenn die Hähne krähen..., usw.) und eben diese lästigen Sandflöhe, die wenn alles andere stimmt, einem das Paradiesleben zu vermiesen suchen. So ist das eben im richtigen Leben, es gibt ihn einfach nicht, den Strand, wo einfach alles stimmt (und ich werde trotzdem weiter nach ihm fahnden). Mein Versuch, die Insel zu umrunden endete auch irgendwann im Nirgends, wo es dann nur noch mit Machete und Expeditionsausrüstung weiter ging. Aber ansonsten ist das hier prima. Man hat eine Ruhe, die sich der Großstädter eigentlich gar nicht mehr vorstellen kann. Bis auf die Zeit, wenn der Generator läuft, ist hier ein Naturkonzert ohne gleichen. Einzige Unterbrechung kann mal ein Boot sein, was quasi die einzige Verbindung zur Außenwelt darstellt. Die HEM`s (HandyEmpfangsMomente) werden täglich kürzer sodass nicht ernsthaft von einer Verbindung zu sprechen ist. Der Schreck in der Abendstunde war der Moment, als meine Hängematte riss, das kam aber immerhin pünktlich zum Dinner und so erwarte ich jetzt "Medallions of beeftenderloin with mushroom cream sauce and potatoes". Geht doch. Morgen werde ich, soweit es ein Boot gibt, mal weitermachen Richutng El Nido und dort, so verheißen mehrfach verifizierte Tips, soll es dann tatsächlich ein Internetcafe geben. Also vieleicht dann endlich Urlaubsgrüße per Email. Nun muß ich mich der vorstehend beschriebenen Herausforderung widmen und packe deswegen gerne mein Minibüro ein.
Sonntag, 2. Maerz 2008 06:57:04
El Nido
http://www.puravida.ph/
01. März 2008
Zwischen 12:00 und 13:00 Uhr soll ein Serviceboot über Port Barton nach El Nido gehen. Die Zeitangabe ist für hiesige Verhältnisse an Verbindlichkeit nicht zu übertreffen und so denke ich, dass die Mitarbeiter des Resorts tatsächlich daran glauben. Das will also schon was heißen, auch wenn es jetzt schon 12:45 Uhr ist und noch nichts in Sicht ist. Doch da kommts!.
5 Schweden überlegen sich kurzerhand auszusteigen und einen Zwischenstopp im Paradies einzulegen.. Das schafft auf dem Kahn Platz und so sitze ich halbwegs trocken. Zunächst geht es nach Port Barton, der Ort, mit dem ich schon abgeschloßen habe. Dort verläßt mich auch der Rest der Mitreisenden und ich habe das Boot bis El Nido für mich allein. Auf gehts! Wir kommen etwa 500 Meter und dann ist erstmal Motorschaden. Ganz so schlimm ist es nicht, da es sich nur um die Schläuche des Wasserkreislaufs handelt. Wie das aber immer so ist, wenn man erstmal anfängt, zieht eins das nächste nach sich. Nachdem der kombinierte Abgas- und Abwasserschlauch im dritten Anlauf wieder dicht ist, geben die Wasserschläuche am Motor auf und zwar jeweils an den Verbindungen, die in der zivilisierten Schiffahrt durch kurzes Nachziehen der Schlauchschellen wieder dicht wären. Hier sieht das schon anders aus. Erstmal gibt es gar keine Schlauchschellen, die Verbindungen sind abenteuerlich gestaltet. Zunächst kommt der Schlauch auf den Stutzen, dann wird er mittels etwa 3 - 4 mm dicker Angelsehne (Ja , ich weiß auch, dass das gar keine ist!) fest getüddelt und verknotet. Jetzt folgt eine Lage fest gewickelte Plastiktüte, die zum Ende hin verdrallt und dann auch verknotet wird. Nun wird das Ganze Teil mit einem Gummiband (Das ist das einzige, was auf Anhieb keinen anderen Schluß zuläßt, als wenn es ungefähr bestimmungsgemäß verwendet wird) umwickelt. Maschiene an und es tropft aus der nächsten Nahtstelle. Also das ganze noch mal. So verbringen wir ungefähr 2 Stunden und ich bekomme einen Einblick in die handwerklichen Fähigkeiten meiner Chauffeure. Dann gehts endlich weiter! Nach 2 Minuten drosselt der Maschienist das Tempo, weil er seiner Arbeit doch nicht so richtig vertraut. Macht ja nichts, wir haben ja alle Zeit der Welt. Nun gehts erstmal eine Stunde relativ glatt, dann frischt es ordentlich auf und ich danke dem Herren, dass wir etwas langsamer sind. Nicht, dass ich nicht schon klatschnaß wäre und es auf dem ganzen Boot keinen trockenen Flecken mehr gibt. Nun kommt das Wasser auch noch von oben. Dolle Wurst! So geht es nun erstmal 3 Stunden weiter. und die Dämmerung bricht herein. Das habe ich mir immer schon gewünscht. Auf einem unbeleuchteten Boot bei schlechtem Wetter irgendwo im Südchinesischen Meer abtreiben. Die Fahrt wird nun noch langsamer, weil auch der Steuermann nichts mehr sieht. Der Bootsmann baut nun erstmal aus einer Batterie und einer alten Kfz-Blinckerfassung ein Positionslicht. Der Bootsjunge sitzt im Bug mit einer Taschenlampe und sucht nach sogenannten Untiefen. Ich, der begeisterte Passagier sitze hinter einer Plane versteckt und versuche nicht noch nasser zu werden, als ich ohnehin schon bin, denn langsam wird es kalt. Wir werden noch langsamer, was in der Kombination von Stockdunckel und Vernunft sicher zu begrüßen ist. Hoffentlich ist das auch mit den Restaurantöffnungszeiten in El Nido kompatibell! So kämpfen wir uns bis gegen 20:00 Uhr durch die Gischt und dann erscheinen endlich die Lichter von El Nido. Wir werden noch langsamer, aber die Fahrt geht doch zu Ende. In El Nido habe ich noch die Auswahl zwischen einem teuren und einem teureren Zimmer. Also investiere ich 1.500 Pesos für die nächste Nacht, dusche und stopfe mir in der erst besten Gelegenheit die mittlerweile vakuumhaltige Plautze voll. Das war wieder ein richtiger Urlaubstag, an dem man am Ende schon dankbar ist, überlebt zu haben. Naja - morgen setze ich mich mal in ein Internetcafe und veröffentliche meine Horrorgeschichte. Ich wünsche mir DSL!
02. März 2008
Das ist doch alles fiese, frech und gemein. Heute scheint hier wieder die Sonne und alles sieht nach wunderschöner Urlaubsidylle aus. Aber nützt nix, ich werde heute internetten und versuchen, an Geld zu kommen. Bei Tageslicht betrachtet sieht das hier im übrigen ziemlich klasse aus und man kann es hier durchaus ein paar Tage aushalten. Der Ort fügt sich in einer kleinen Bucht in die ihn umgebenden Felsen ein und man sieht, dass eine Expansion nur durch größere Sprengungen zu ermöglichen wäre. Das will ich ihm nicht wünschen. Morgen kommt dann die unausweichliche Islandhoppingtour zu den hoffentlich noch lebenden Riffs. Im uebrigen gewinnen wir heute gegen Frankfurt 2:0. Ist das KLAR!
Dienstag, 4. Maerz 2008 012:18:53
El Nido
http://www.lallyandabet.com
03. März 2008
Wahnsinn! Um 8:00 Uhr klingelt der Wecker und ich starte gemächlich in den Tag. Um 10:00 Uhr ist Islandhopping angesagt. Als ich um 8:30 Uhr zum Frühstück schreite erreicht mich die Nachricht, dass es doch schon um 9:00 Uhr los geht. Also, nun aber schnell noch das American Breakfast rein. Das geht nach 14 Tagen auch schon blind, weil es doch immer das selbe ist: Eier, in der Defaulteinstellung gespiegelt, optional aber auch gerührt oder gekocht, dazu langweiliges Brot, Butter und Marmelade, diese wiederum vorzugsweise English style, also Orange mit Schale (sowas würde ich im geschlossenen Strafvollzug einsetzen!). Die eigentliche Vielfalt, man nennt es denn "your choice" wird durch die Beigabe von Schinken, Speck, getrocknetem Fisch oder Corned beef erreicht. Mit Glueck ist davon auch tatsaechlich etwas verfuegbar. Für den Filippino wird anstatt Brot auch Reis gereicht, was bei dem Brot hier die Rettung ist. Also schnell rein mit dem Zeug und los. Wir starten mit 2 Mann Besatzung und 4 Customers, drei Amerikaner und ich. Eine Stunde fahren wir übers Meer und erreichen die Smal Lagoon, ein kleiner Fjord quasi, der sich in die Felsen hinein zieht. Durch ein kleines Felsenloch gelangt man in die eigentliche Lagune, in der ein kleiner Hai schwimmen soll. Ich bin natürlich wieder der Verlierer und er bleibt mir verborgen. Nächste Station ist die Big Lagoon, eigentlich nicht so spektakulär, wäre da nicht ein kleines Loch im Felsen, durch das man in eine Art Höhle gelangt, die lediglich nach oben hin offen ist und damit quasi ein kleines Meeresbecken bildet, das ringsum von hohen Felsenwänden gesäumt wird. Leider ist das Wasser so trübe, dass die besondere Meeresfauna und -flora uns verschlossen bleibt. Wieder draußen sehe ich tatsächlich die ersten lebenden Korallen in größerer Zusammenballung. Es scheint sie also doch zu geben, die intakten Tauch- und Schnorchelreviere auf Nordpalawan.
Die nächste Station machen wir auf der kleinen Simezu Island. Während sich die Bootsleute an die Zubereitung unsers Lunches machen, tauchen wir noch mal ab. Das ist der Wahnsinn. Hier gibt es doch tatsächlich ein richtig lebendes Korallenriff mit einer Unmenge an Fischen, Pflanzen und allen möglichen Riffbewohnern. Ich bin schier überwätigt. Sowas habe ich schon viele Jahre nicht mehr gesehen. Leider habe ich keine Unterwaserkamera dabei (sowas hatte ich früher immer im Gepäck als Einmalkamera, aber nie benutzt). So kann ich also nur berichten. Nach dem Auftauchen gibt es Lunch. Die Crew hat ein paar wohlschmeckende Fische gebraten, deren Namen sich nicht wirklich recherchieren läßt, aber sie sind wunderbar. Kaum Gräten, schmackhaft und leicht zu bedienen. Dazu gibts Hähnchenspieße. Reis, Salat und Annanas und das ganze mit wunderschönen Pannorama des Bacuit Archipels. Nach einem anerkennenden Bäuerchen (das ist hier durchaus Gang und Gebe) geht es wieder aufs Boot und weiter zur 7 Commandos Beach auf der Insel Intalula. Dort folgt nochmal eine Schnorchelstunde der besseren Art. Vor dem wunderschönen Strand (Es ist wirklich, wie man sich die Südsee vorstellt!) ist ein riesiger Korallengarten und hier treffe ich auch NEMO oder einen engen Verwandten. Sie haben sich für die selbe Wohnzimmerausstattung entschieden, wie der bekannte Vertreter aus dem Film. Wahnsinn! Nach einer weiteren Stunde sind wir wieder zurück und ich gebe mich erstmal einer ausgedehnten Ruhepause hin. Für den Abend stehen noch einige Herausforderungen an.
Um 19:00 Uhr starte ich das Abendprogramm. Zunächst brauche ich mal Geld, dass habe ich bisher verschoben, aber nun pressiert es ein wenig. Meine Vermutung, dass sich der Reiseführer von 2005 zwischenzeitlich überholt hat und es hier nun auch einen Geldautomaten gibt, erweist sich als übermütig. Hier gibt es nichts, keine Automaten, keine Bank und keinen Moneychanger. Also bleibt der Weg ins Artcafe. Dort werden sie geholfen, egal wir das Problem aussieht. Auch hier erweist sich meine Vermutung wieder als falsch, das ich nun etwa 100 Jahre beschäftigt bin um Cash advanced auf meine Kreditkarte zu bekommen. Nach 10 Minuten bin ich mit 20.000 Pesos wieder draußen. Es brauchte ein kleines Formular und einen Anruf in Manila um eine Authorisationsnummer zu bekommen und schon gibts bares. Der ganze Spaß kostet 10 Prozent Commision. Na gut, Geld gibts ja nirgends umsonst. Wenn ich vergleichsweise das Theater heranziehe, das ich selbst in Manila mit Travellers Cheques hatte, dann nehme ich das in Kauf.
Nächste Herausforderung: Mein ohnehin schon leicht angeschlagenes Handyladegerät hat nun endgültig seinen Geist aufgegeben und ich brauche ein neues. Recherchen in Deutschland ergaben, dass mit etwa 30 - 40 Euronen zu rechnen wäre. Da dachte ich mir, kaufst du dir mal eins in Manila. Bis dahin, so die Planung, sollte das alte noch überleben. Hat es aber nicht und nun ist das Problem in El Nido zu lösen. Also in den erst besten Cellphoneshop und siehe da, passt! Man muss zwar kurz loslaufen und von irgendwoher das richige Gerät holen, aber das ist dann auch nur halb so groß, wie das alte. Für die heimatlich Steckdose wird sich sicher auch noch ein Adapter finden und alles ist gut. auf meine Frage nach dem Preis, wird "One - Eight" geantwortet. Meine Nachfrage wird auf 180 Pesos konkretisiert, das sind umgerechnet exakt 3 Euro. Also, wenn das nicht einen Nobelcocktail nach sich zieht! Der Tag war ja rundrum ein durchschlagender Erfolg. Da wünsccht man sich doch mehrere von. Das Dinner fügt sich nahtlos ein. Ich bestelle einen mixed grill with fried potatoes und bekomme einen Berg Fleisch mit einigen Kartoffeln durchsetzt. Das schmeckt klasse und kann für mitteleuropäische Fleischfresser glatt als Einstiegsdroge mit folgender Abhängigkeit wirken. Dem Barjungen bringe ich noch rasch bei, wie man einen ordentlichen Black Russian mixt und so kann der Abend ausklingen. Morgen früh um 7:00 Uhr wird das nicht so witzig, aber das nützt ja jetzt auch nix.
04. März 2008
Etwas angeschlagen quäle ich mich um 7:30 Uhr aus dem Bett. Bis 9:00 Uhr läuft ungefähr alles, wie am Vortag. Dann eile ich zur zweiten Inseltour an den Strand und da ist es wieder, das verdamte Spiel der Gegensätze. Die Tour fällt aus, weil drei Mitfahrer krank geworden sind. Klasse! Also trinke ich meinen zweiten Kaffee bis 9:30 Uhr, dann fängt es an zu schütten. Also war das Vieleicht ein Winck des Schiksals, das es gar nicht mit ansehen konnte, dass ich schon wieder im strömenden Regen auf einem Boot sitze. Also häüngen wir mal ab. Gegen 10:30 Uhr geht das erste Bier und es bahnt sich ein Tag mit klönen, Bier trinken und ruhen an. Auch nicht schlecht, wenn man auch nur mit einem Gedanken an das heimatliche Kontor denkt. Aber Schluß mit Alpträumen! Jetzt scheint schon wieder die Sonne und ich muss mich wieder belanglosem Geschwätze widmen.
Nachmittags bekomme ich im Artcafe ein Ticket füe die Bootsfahrt nach Coron, bedauerlicherweise Morgen früh um 7:30 Uhr, das heißt also wieder vor dem Frühstück aufstehen, aber dafür soll ich dann auch schon nachmittags um 15:00 Uhr ankommen und das hilft zumindest, ein erschwingliches Zimmer zu bekommen. Jetzt mache ich mich denn ans abschließende Dinner in El Nido und werde mir noch mal richtig was gönnen. In Coron könnte es duraus auch mit Internet klappen, aber ich will mal nicht zuviel versprechen. Also noch schnell die letzten Bilder ins Netz und gut.
Bis dahin grüßt Bernd
Donnerstag, 6. Maerz 2008 06:18:15
Coron - Busuanga Island
http://www.worldtrip.de
04. März 2008
Nach dem Dinner läuft mir noch eine Kneipe mit Livemusik über den Weg, also singen wir noch ein paar alte Beatlesschlager und trinken die dazu absolut notwendigen Biere. Als ich wieder im Cottage bin ist 5 vor 12 und damit höchste Zeit zum Packen, denn in 5 Minuten geht das Licht aus. Quasi das städtische Schlafprogramm. Es gelingt mir mehr schlecht als recht, aber morgen ist ja auch noch ein Tag und zwar ein langer.
05. März 2008
Mit viel Selbstbeherrschung gelingt es mir, aus dem Bett zu kommen und die gestern unter dem Stichwort PACKEN geschaffene Unordnung in vertretbarer Zeit wieder zu organisieren. Das Frühstück wieder wie gestern und schon so oft und dann schnell mit dem Tricykle zum Hafen. Der freundliche Beamte, ich halte ihn mal dafür, der meine Terminalfee kassiert, schafft es tatsächlich die gesamte Konversation auf die Worte "20 Peso" zu beschräncken, ohne dabei unhöflich zu sein. Er liebt diese Zeit wahrscheinlich genauso, wie ich. Um 7:30 Uhr schickt man mich erstmal wieder los, ich soll doch noch Sandwiches kaufen oder so. Auf meine Anmerkung, dass ich die schon im Gepäck habe, bekomme ich den Tip, Chips sein auch klasse auf See. Nun gut, dann Folge ich dem Rat mal und gehe noch mal shoppen. Tatsächlich bleibt nichts anderes, als noch zwei Tüten Chips und einen Mangosaft zu kaufen. Als ich um 8:00 Uhr wieder am Terminal bin, kann ich auch direkt einsteigen. Die Fahrt beginnt um 8:30 Uhr. Da is es wieder! Na gut, immerhin fahren wir überhaupt und müssen nicht wieder zurück, weil jemand krank geworden ist. Für philippinische Verhältnisse ist eine Stunde zu spät ja ungefähr, wie sekundengenaue Abfahrt. Die Fahrt wurde mir schon beim Ticketkauf mit 7 - 8 Stunden avisiert, also erstmal ein Auge zumachen. Gegen 10:00 Uhr fange ich langsam an, am Geschehen auf dem Boot teil zu nehmen. Mit mir sind 4 Franzosen, eine Schweizerin älteren Semesters und fast Blind, wie sich später herausstellt sowie 2 weitere eher sprachlose Deutsche an Bord. Wir labern das üblich Geplänckel und so dümpelt die Zeit dahin. Gegen 11:00 Uhr erreichen wir die offene See und ich danke dem Herrn, dass das Boot doch etwas größer ist, als der letzte Seelenverkäufer. Jetzt kommt richtig Stimmung auf, denn jeder, der einen etwas empfindlicheren Magen hat, begibt sich erstmal an die Reeling. Ich ertrage die Dünung mit Fassung, muß aber neidlos anerkennen, dass ich mit die ganze Angelegenheit etwas ruhiger vorgestellt habe. Es sind zunächst nur manshohe Wellen, die später aber noch höher werden, die einem ein wenig Angstschweiß auf die Stirn treiben und später die Frage aufwerfen, wieviel so ein Auslegerboot eigentlich aushält. Die heutigen Wellen hat dieses zumindest geschafft. Ich freue mich schon auf den gemütlichen Kaffee, den ich dann gegen 1600 Uhr in Coron trinken werde.
Gegen 16:00 Uhr genügt ein Blick in die nähere Umgebung und es wird klar, dass mit Kaffee trinken wohl nichts wird. Es ist weit und breit nichts in Sicht, was dem Ziel entsprechen könnte. Gegen 17:00 Uhr bringen die Franzosen in Erfahrung, dass dies heute die erste Fahrt des Schiffseigners ist. Das ist ja auch beruhigend. Gegen 18:00 Uhr erleben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang, der unweigerlich die Frage auslöst, warum eigentlich wir und warum hier und überhaupt? Gegen 18:30 Uhr bekennt der Bootsführer, dass wir irgendwo falsch um eine Insel gefahren sind und er jetzt auch nicht so genau weiß, wo Coron eigentlich liegt. Gegen 18:45 Uhr kommt die Meldung, dass es noch eine halbe Stunde dauert. Gegen 19:15 Uhr ist die verstrichen und die Maschine steht still. Irgendwann ist halt auch mal der Diesel zu ende, aber es ist noch ein Ersatzfass an Bord, dass muss quasi nur angestochen werden. Gegen 19:25 Uhr drückt der Bootsführer auf den E-Starter und es passiert nichts. Die Batterie ist alle. Es ist stock dunkel und wir haben die Sonnenbrillen lange abgesetzt. Die Besatzung hat natürlich keine Taschenlampen an Bord und so ist es doch gut, dass eigentlich jeder Tourist sowas im Gepäck hat. Meinem Maglite kommt schwerpunktmäßig die Aufgabe zu, als Positionslicht und Maschinenraumbeleuchtung zu dienen. Die Schweizerin wird langsam ernsthaft sauer, was insbesondere damit zusammenhängt, dass sie fast blind ist und nachts gar nichts mehr sieht. Ich habe mir das auch in meinen schönsten Träumen immer wieder vorgestellt: Nachts ohne Licht hilflos auf dem Meer treiben. Wir fangen ernsthaft an, zu überlegen, ob wir schon mal SOS leuchten sollen, aber das geht ja gar nicht, weil unsere Taschenlampen ringsrum in Gebrauch sind. Gegen 19:45 Uhr gelingt es der Manschaft auf abenteuerliche Weise die Maschine mit einem Tau anzureißen und wir sind tatsächlich wieder navigationsfähig. Ein größerer Lichtkegel am Himmel deutet darauf hin, dass Coron hinter der nächsten Bucht liegen muss und das bestätigt sich, als die ersten Lichter von den Eingebohrenen wiedererkannt werden. Gegen 21:00 Uhr laufen wir tatsächlich in den Hafen von Coron ein. Eine halbe Stunde später habe ich ein schäbiges Zimmer gefunden und esse ein gekochtes Beef mit Reis, dass ohne Frage zum Tag passt.
ÜBERLEBT! Es ist kaum zu fassen und es glaubt einem sowieso keiner, aber ich musste es doch mal aufschreiben. Langsam neigt sich meine Lust auf Bootsfahrten, aber was soll man dann auf den Philippinen machen. Mal schauen, was noch kommt. Man rechnet ja eigentlich immer damit, dass es nicht mehr schlimmer werden kann.
Ich mache jetzt noch ein paar Biere weg und dann ist gut für Heute.
06. März 2008
Der Tag beginnt vielversprechend mit strahlendem Sonnenschein und einen wieder inklusivem Fruehstueck. Das faellt hier allerdings etwas duerftiger aus, d.h. nur ein Ei und Marmelade kennt man auch nicht wirklich. Also ordere ich das ganze nochmal und dann merkt man im Magen etwas weniger Leere. Ich werde nun zunaechst mal die Stadt Coron, es ist mit 9.000 Einwohnern die zweitgroesste Stadt Palawans, erkunden und dann schon mal versuchen, einen Flug Richtung Manila zu buchen. So richtig traue ich mich eigentlich nicht, aber vieleicht finde ich ja noch eine Taschenturbine, die ich dann vorsichtshalber einfach mal mitnehme. Es ist ja noch etwas hin und das Schiksal hat die Change, meine Transportpechstraehne irgendwann zu beenden.
Dienstag, 11. Maerz 2008 14:27:00
Corom - Okam Okam
http://www.kokosnuss.info
06. März 2008
Nach einem ausgedehnten Bummel durch Coron, gelingt es mir erfolgreich ein Ticket für den Seaairflug nach Manila zu bekommen. Das ist zwar noch etwas hin, aber immerhin kann ich sicher davon ausgehen, dass ich mich nicht noch einmal in die Fänge eines Seelenverkäufers in Seenot begeben muss. Den Rest des Tages hänge ich ab, man sagt dazu wohl heute "chillen", und abends teste ich mal Brunos Coron Bistro, ein Franzose, der hier einige Angebote vorhält, die an Urlaub in der Provence denken lassen. Insbesondere sein Mouse au chocolat gereicht mir sehr zu Erbauung. Danach ein kleines Schläffchen und morgen früh geht es dann in den Westen Busuangas. Grobes Ziel ist Calauit, eine Insel wo man 1977 begann afrikanische Tiere anzusiedeln, ein, ein wie sich heute zeigt, durchaus erfolgreicher Versuch. Ich weiß noch nicht wirklich wohin ich mich bezüglich eines Zimmers wenden soll, aber ich vertraue mal meinem Glück. Irgendwer wir mich schon beherbergen.
07. März 2008
Ich erwache um 8:00 Uhr und ziehe mir noch das Frühstück im L & M Pee Ressort, der Kaschemme in Coron, rein. Gegen 9:00 Uhr ist es ratsam am Jeepneyterminal zu sein, da eine Stunde später eine Fahrt nach New Bussunage starten soll und ich nicht unbedingt auf dem Dach sitzen will. Das klappt auch alles ganz gut. Nachdem ich bis 11:00 Uhr meinen Sitz verteidigt habe, fahren wir los. Bei kleiner Besetzung, wir kommen nicht über 30 Fahrgäste hinaus, geht es los. So ein Jeepney ist hier quasi alles in einem. Bus, Postbeförderer, Lieferservice und Stückguttransport. Wir fahren heute unter anderem etwa 5 Zentner Betontrockenmischung, mehrere Säcke Reis und Cereals, sowie einen ganzen Batzen Post. Halten müssen wir natürlich an jeder Milchkanne, weil das ja auch alles an unterschiedlichste Adressaten geliefert werden will. Die Fahrt für insgesamt ca. 60 Km dauert so etwa 3 oder 4 Stunden und dann sind wir in New Bussuanga. Dort ist erstmal Endstation. Meine Mitreisenden Haben bezüglich einer Unterkunft auch schon einen Plan entwickelt, der jetzt in die Umsetzungsphase geht.
Hier in New Bussuange werde ich zunächst an das Büro des Ortsvorstehers weitergeleitet und treffe dort auf Anin, die 4 Km entfernt ein kleines Ressort betreibt, das noch in keinem Reiseführer erwähnt ist. Entweder also 4 Km zu Fuß oder mit dem Boot. Ich wähle das Boot. Nun laufen wir, ihr Bruder und ich zur zweiten Straße im Ort und treffen dort direkt auf einen Truck, der hier den Jeepney ersetzt, weil die Straßen (soweit man überhaupt noch von Straßen im eigentlichen Sinne sprechen kann) eine etwas größere Bodenfreiheit erfordern. Damit geht es jetzt 2 - 3 Km weiter, was eine gute halbe Stunden dauert. Dann sind wir in einem kleinen Fischerdorf und versuchen ein Boot aufzutreiben. Das klappt auch relativ schnell, nützt aber nix, weil low tide ist und das Wasser nicht reicht, um auszulaufen. Also warten wir auf Wasser. Eine Stunde später ist es soweit, das Wasser reicht zum fahren und wir stechen in See. Nun fahren wir quasi wieder zurück und erreichen nach 30 Minuten einen wunderschönen Strand, der schon von weitem so aussieht, als wenn man da nur dran vorbei fahren darf. Wir steuern aber direkt darauf zu und tatsächlich ist dort das Traumressort am Traumstrand und ich bin hin und weg.
Nach dem Bezug meines Cottages werfe ich zunächst mal einen Blick ins Wasser. Nun gut, es ist kein Korallengarten, aber zwischen den vielfältigen Pflanzen schwimmt doch eine ganz stattliche Anzahl an Fischen herum, die mich teils interessiert, teils eher auf der Flucht wahrnehmen. Das kann man sich auch gefallen lassen. Hinterher ist es dann auch schon Zeit fürs Abendessen und das ist leider nur, erklärt Anin, das Essen der armen Leute, weil sie so schnell nichts anderes mehr organisieren konnte. Also gibt es Reis und Glasnudddeln mit gegrillten Thunfischscheiben und Brechbohnen mit Eggplant und Sardinen. Gott, da kann man ja auch mal einen Tag armer Leut sein. Schmeckt gut und das einzige Problem ist heute Abend die Bierversorgung. Morgen gibts San Miguel und dazu einen Block Eis. Na, das läßt doch hoffen. Heute also warme Cola und Wasser, da stirbt man ja auch nicht sofort von. Dann holt der Gatte noch die Gitarre raus und ich gebe noch ein paar musikalische Importe zum Besten. Die Nacht ist Kohlrabenschwarz und von einem Sternenhimmel geprägt, der Vergleiche nicht zu scheuen braucht.
08. März 2008
Heute ist um 7:00 Uhr Frühstück angesagt. Es gibt neben dem Üblichen, gekochte Kidneybohnen, zwar aus der Dose, aber mal was anderes. Dann starte ich mit dem Boot nach Calauit Island. Die Fahrt dauert ca. 1 Stunde, was auch schon wieder langt, um meinem Arsch einen gewissen Sitzschmerz abzuringen. Dann geht es los, nach Registrierung und Gebührenbescheiderteilung. Ich werde heute 1.350 Pesos los, 350 Eintritt, 1000 für die Rundfahrt mit einem afrikanisch anmutenden Safaritruck, dazu kommen noch 900 für die Bootsfahrt, also alles zusammen so 60 USD. Zunächst kommen die Giraffen, dann Zebras und Gazellen. Schließlich noch philippinische Krokodile, Bearcat und Stachelschweine aus der Region. Überall laufen Mousedeers durch die Gegend. Sie sind so eine Art Mischung aus Rentier und Murmmeltier. Der Guide erzählt noch von Phytons und Kobras und einigem anderen Getier, was hier rumlaufen soll, aber wir bekommen diese Spezies heute nicht zu Gesicht. Alles in allem für 60 USD eine etwas magere Ausbeute (...wenn mal den Eintritt in Hagenbeks Tierpark gegenrechnet), aber dafür wieder eine kleine Adventuretour, allerfings ohne erwähnenswerte Pannen. Gegen 12:00 Uhr bin ich zurück und es gibt einen kleinen Lunch. Den Rest des Tages verdümple ich mit Strand, Schnorcheln und Gitarre spielen.
09. März 2008
Nach einem späten Frühstück, einer ausgedehnten Schnorcheltour und einem Sonnenbad mache ich mich um 14:00 Uhr auf den Weg ins Dorf. Es bietet sich eh gerade an, weil die Eier alle sind und auch noch Brot gekauft werden könnte. Der Weg wird mit 4 Km, bzw. einer Stunde angegeben, also plane ich mal 1,5 Stunden ein. Zunächst geht es über einen schmalen Pfad durch den Dschungel. Bergauf, bergab und wie immer natürlich meistens bergauf. Ich bekam noch den Tip etwas aufzupassen, wegen der Kobras, die es hier schon mal gibt. Also gucke ich lieber zweimal und stelle so nach einer halben Stunde fest, dass die Zeitangabe nicht wirklich für bundesdeutsche Sesselpfurzer gilt. Nach 40 Minuten holt mich ein Einheimischer ein, der zufällig auch meine Richtung hat, also gehen wir ein Stück des Wegs zusammen. Zum Glück! Nach weiteren 10 Minuten bedeutet mir mein Mitläufer, dass wir nun den Pfad verlassen und durch ein kleines Gebüsch steigen, um dann noch 5 Minuten über ein Feld mit Wasserbüffel zu gehen. Dann treffen wir auf die im Bau befindliche Straße zum Strand, die in etwa 2 - 3 Jahren fertig sein soll. Hätte ich den freundlichen Kollegen nicht getroffen, wäre ich wahrscheinlich wieder im Nirgendwo gelandet, mit Sicherheit aber nie in New Bussuanga. Nach weiteren 10 Minuten hat mein Gefährte sein Ziel erreicht und weißt mir, die Straße immer geradeaus zu gehen. Schade, ich fing an, ihn wirklich zu mögen. Also versuche ich es jetzt wieder by my self. Nach einer guten Stunde bin ich dann wieder an der Lottobude. Die Straße geht nun nämlich nicht mehr geradeaus sondern mündet in eine Querstraße, die aber auch so quer ist, dass man beim besten Willen keine Richtung mit geradeaus bedienen kann. Schei....! Ich gehe also nach links, denn da wäre ich auch raus gekommen, wenn ich alleine gelaufen wäre (also an der entscheidenden Stelle geradeaus weiter). Nach 15 Minuten begegnen mir zwei Kinder, die nur noch fragmenthaft mit mir kommunizieren können. Soviel wird schnell klar, sie wollen auch nach New Bussuanga, was doof ist, weil sie mir ja entgegenkamen. Nun also alles wieder zurück und dann nochmal 20 Minuten in die andere Richtung. Langsam bekomme ich Durst, denn in der Eile des Aufbruchs habe das Wasser auf meiner Terasse stehen lassen. Außerdem verspüre ich eine gewisse Unterzuckerung, was bei dem Geschwitze ja nicht so verwundert. Der erste Laden ist also meiner und, dem Himmel sei dank, es gibt sogar gekühlte Kola. Also schütte ich mir erstmal 2 davon rein und, dass muß man der Brühe lassen, umgehend bin ich wieder voll fit. Ich mache also den pflichtgemäßen Dorfrundgang und kaufe Eier, Brot und Zigaretten. Es gibt nur philippinische Fortune, die schmecken zwar nur bedingt, kosten aber auch nur 12 Pesos (20 Eurocent). Ich fülle noch schnell einen Liter Wasser auf und mache mich dann wieder an den Rückweg. Was es hier nicht gab, war ein Handynetzwerk, also bleibe ich doof, was den aktuellen Spieltag angeht.
Der Rückweg ist tatsächich viel angenehmer, weil die Sonne nun schon tiefer steht und einem nicht mehr das Hirn wegbrennt, außerdem muß ich ja den Umweg nicht noch mal machen, was auch schon 40 Minuten spart. Ich bin tatsächlich nach eineinviertel Stunde wieder zurück, ziemlich genau mit dem Sonnenuntergang. Ein schneller Sprung ins kühle Nass und dann liegt auch schon ein gegrillter Fisch auf dem Teller. Das ist heute wenigstens nicht so dramatisch, wie gestern, also mir mein Dinner nachmittags als lebender Hahn über den Weg lief (zudem war er auch noch zäh!). Nach dem Essen schaffe ich noch drei Bier und diese Zeilen und dann ist auch Schluß. Die müden Amtsknochen sind doch etwas angeschlagen, aber 4 Km hier, sind im deutschen Leben auch eher 8 und meistens vergleichsweise ebenerdig. Ich nehme jetzt also erstmal meinen Schönheitsschlaf und sehe mich morgen eher wässernd am Strand. Na mal sehen! Übermorgen geht es dann wieder zurück nach Coron, dann muß ich endlich mal wieder Zugang zur Welt haben.
10. März 2008
Alles, wie geplant! Den ganzen Tag geruht, gewässert und gegessen. Viel mehr war auch nicht drinn. Ich habe den Dschungelmarsch doch ein wenig in den Beinen gemerkt. Im Übrigen ist es hier so schön, dass man genug damit zu tun hat, einfach das Südseeflair zu genießen. Zum Lunch gibt es eine philippinische Spezialität. Zunächst steigt mal jemand auf die Palmen und holt ein Dutzend Kokusnüsse runter, die werden dann aufgeschlagen, was viel einfacher ist als bei uns, da die ganze Angelegenheit ja noch weich ist und keine "harte Nuss" zu knacken ist (Mit einer Nuss hat das ganze ja ohnehin nichts zutun). Von einer wird die Milch abgefüllt, von allen anderen wird lediglich das Mark ausgeschabt. Das ist hier eher gallertartig und hat mit dem Fruchtfleisch, was wir so kennen gar nichts gemein. Eine europäische Kokosnuss wird nur zu dieser, weil sie ewig lange transportiert wird. Das ganze wird dann später mit zwei Dosen Kondensmilch und Zucker verfeinert und gekühlt serviert. Schmeckt so gut, dass gleich zwei Portionen gehen. Abends gibts dann den nächsten zähen Hahn, was ich schon vermutete, denn nachmittags war ein vielsagender abrupt endender Hahneschrei zu vernehmen. Ein sicheres Zeichen, dass Geflügel auf der Karte steht. Leider gibts nur noch zwei Bier, mit denen ich das Hahnenleid ertränken kann. noch ein wenig die Gitarre gezupft und schon ist wieder Schlafenszeit. Morgen klingelt wieder um 6:00 Uhr der Wecker, weil das Boot um 8:00 Uhr fahren muss, damit es noch bei Tageslicht wieder zurückkommt..
11. März 2008
Die Bootsfahrt beginnt planmäßig und wird zur absoluten Kreuzfahrt. Nicht nur, dass die See spiegelglatt ist, ich nicht ein einziges Mal wirklich nass werde, nein - es wird auch zur echten Südsee Sightseeingtour. Wir durchfahren eine atemberaubende Inselwelt und ich komme aus dem Staunen gar nicht raus. Es ist wie in einem kitschigen Film. Der eigentliche Hammer dann. Plötzlich taucht eine ganze Herde Delfine auf und springt übermütig über die Wogen (die ja gar keine sind!). Schon der Versuch, das zu fotografieren ist strafbar, also lassen wir das, hat eh noch nie geklappt. Später folgt dem dann auch noch ein springender Baracuda und ich bin mal wieder restlos begeistert. Schade, dass ich den nicht einfangen konnte, denn, wer den Bericht zu Miyanmar gelesen hat weiß, dar Baracuda zählt zu meinen ausgewählten Lieblingsspeisen. Na gut, dann eben kein Baracuda. Nach 5,5 Stunden kommen wir mit einer halben Stunde Verspätung in Coron an. Ich hätte noch stundenlang weiterfahren können. Das war wirklich ein lohnender Trip, auch wenn es keinen Strom und kein Handynetz gab. In Coron läuft mein Handy dafür auch gleich heiß und ich erfahre von den Schneefreuden meiner Familie und unserem letzten Unentschieden. Na gut auch das ist unter diesen Umständen zu ertragen. Jetzt versuche ich die nächste Paradiesinsel anzusteuern, hoffentlich diesmal mit Netz, denn Donnerstag gehts ja doch um was, gegen Leverkusen. Wahrscheinlich wird die nächste Webeinspeisung dann erst am Samstag was werden.
Bis dahin, Bernd
Montag, 17. Maerz 2008 9:27:41
Coron
www.tubbataha.com
12. März 2008
Das war gar nichts mit dem nächten Inselparadies. Alles viel zu spät. Wenn hier was fährt, egal ob Boot oder Jeepney, dann Vormittags. Also quartiere ich mich für 2 Nächte im Kokosnuss Garden Resort ein. Morgen muss ich mal wieder ausschlafen. Das nimmt hier ja mittlerweile bedenkliche Formen an. Ich, als bekennender Morgenmuffel, stehe hier regelmäßig um 5 oder 6 Uhr auf. Das geht ja gar nicht. Also hänge ich noch einen Tag Coron dran und mach mal den Lauen in der Hängematte, lese mein Buch fertig und tausche es dann gegen ein anderes um. Das hat sich ja mittlerweile weltweit gut etabliert, dass man in Travellerresorts einfach sein Buch in den Schrank stellt und ein anderes mitnimmt. Nachmittags schaue ich nochmal bei Roger, einem Schweizer, vorbei, der einen Kontakt zu Vicky’s Lodging House hat. Das ist wieder eins aus der Rubrik "Steht noch in keinem Reiseführer". Ich erfahre noch das eine oder andere zum Leben in Coron und als die Dämmerung fertig ist, fällt dann auch prompt der Strom aus. Abends gibts “Tenderloin in Peppersuace” im Coron Bistro, da gibts immerhin Licht und man sieht, was auf dem Teller liegt. Außerdem offeriert das, von dem Franzosen Bruno geleitete Restaurant, ein wunderbares Mouse au Chocolat, was den Tag zu einem guten Abschluß bringt. Im Ressort organisiere ich noch mein Frühstück für !!!6:30 Uhr!!! und wechsel 300 USD. Das mit dem Geld klappt hier einfach nur bedingt. Man sollte meinen, in einem Ort wie Coron müsste man doch einen Geldautomaten aufstellen können. Es gibt zwar einen, aber nur für Inlandskonten bei der Landbank. Na Toll!
13. März 2008
Nach dem Frühstück kommt tatsächlich pünktlich das Jeepney zum Airport und holt mich im Resort ab. Das muss wohl daran liegen, dass die Flieger nicht wirklich warten. Es geht also zunächst zum Airport und von dort dann weiter. Die Angaben von Roger und Jörg (aus dem Kokosnuss Resort) weichen doch eheblich voneinander ab. Während der eine das Lodging House in der Nähe des Piers wähnt, wo der Jeepney Hält, sieht der andere die Location eher 4 - 5 Km entfernt. Auf die freundlich Frage an den Jeepneyfahrer, ob er mich denn wohl dahin bringt, gibt es ein verständnisloses “o-o”, das ist das Ja in Tagalog. Später verstehe ich die Verstäündnislosigkeit, weil das Lodging House direkt neben dem Pier liegt. Das vereinfacht doch die Angelegenheit erheblich und führt dazu, dass ich um 9:00 Uhr schon angekommen bin. Scheiße, um die Zeit kann man allenfalls aufstehen, aber doch nicht ankommen!.
Es ist hübsch hier in Maricaban (San Jose). Vickys Lodging House liegt direkt an einem kleinen Fluß, der wenig später ins Meer mündet. Am Ufer zieht sich der Ortsteil von San Jose hin, geradezu malerisch. Ich pflege zunächst etwas Ruhe und mache dann nach dem Lunch einen kurzen Schnorchelausflug auf eine kleine Insel.
Das Bild, das sich unter Wasser bietet ist auch hier einschneidend vom Dynamit- und Cyanidfischen geprägt. Die Korallen sind rar, aber man sieht, dass etwas am wachsen ist. Nach etwa 100 Metern kommt man an eine Riffkante und es geht steil bergab. Hier wimmelt es von Fischen und in einer Entfernung, die gerade noch einsehbar ist schwimmen mayestetisch einige Riesenquallen. So von Ferne sieht das ganz Klasse aus, näher ran möchte ich nicht, weil hier allerorten vor Quallen gewarnt wird. Es sind doch einige dabei, die sehr giftig sind und bei Berührung wie die Hölle brennen. Die wohl gefährlichste, die sich hier rumtreibt ist die portugisische Gallere, die mehrere Meter lange Nässelschwänze haben kann. Alzu üppige Berührung endet oft tödlich. Von einem Australier erfuhr ich, dass es diese Spezies auch in der Miniaturausgabe gibt. Nicht tödlich, aber bei Kontakt hat man eine Woche was davon, wenn man das Zeug gleich mit Essig oder Zitronensäure abwäscht, sonst dauert der Schmerz noch etwas länger. Also wenden wir uns wieder erfreulicheren Dingen zu. Zwischenzeitlich lande ich in einem kleinen Schwarm Sardinen, die mich gleich als Ihresgleichen akzeptieren. Wir schwimmen also ein Stück zusammen, aber irgendwie sind die denn doch schneller. Das hat sich hier jedenfalls gelohnt, auch, wenn Schnorchel, Maske und Flossen hier nur im Nobelresort zu kriegen sind und dann mit 10 USD zu Buche schlagen.
Das Leben am Fluss ist im Übrigen auch ganz klasse. Hier ist immer was los. Ständig kommen Boote und bringen die Dinge des täglichen Lebens (also, wenigstens, was der Tourist so braucht), wie Fisch (zum Lunch gab es hier ein Fischfilet süßsauer, das allergrößte Anerkennung verdient), Eis für kaltes Bier und andere Touris. Ab 6:00 Uhr abends gibts hier Licht, also Strom und der soll bis Mitternacht laufen. Also nicht der Strom sondern der Generator (man war ja im richtigen Leben schließlich mal Elektriker). Für 7:30 pm ist Dinner angesagt und ich freue mich schon drauf, vor allem weil es dann auch richtig kaltes Bier geben soll. Zum Mittag gabs "Bier on the Rocks", das ist ja nicht so meins.
Wie ich heute Morgen noch erfuhr, brauche ich die Reise nach Manchester zum UEFA Cup Endspiel nicht zu planen, weil wir eben Sergeij Barbarez doch hätten behalten sollen, dann hätten wir das entscheidende Tor mehr gehabt. Na gut, mit dem Kopf unter Wasser habe ich das ertragen. Dies Jahr klappt das nicht so richtig mit meinen Tips von den Phils, schade!
Das Dinner entpuppt sich als Chicken and Pork BBQ und ist ganz nach meinem Geschmack. Ich peppe die Sojasauce noch mit ein paar frischen Chilischoten auf und schon ist das Ganze ein wahrer Genuß. Das Bier ist tatsächlich kalt in der Flasche und der Abend damit gerettet. Morgen gehts zur nächsten Schnorchelstation. Ich kriege zum Lunch Tunasandwich mit. Der Tag scheint gut organisiert zu sein, also werde ich es mir jetzt bei ein paar Bieren gut gehen lassen.
14. März 2008
Heute war ganz einfach: Ausschlafen, Frühstück und dann mit dem Boot an einen Palmenstrand und den ganzen Tag Schnorcheln und am Strand liegen. Zwischendurch der GAU, die letzte Energie ist aus meinen Batterien gewichen und ich kann nicht mehr fotografieren. Im Ort ist keine Batterie zu kriegen, also hoffe ich morgen welche mitgebracht zu bekommen. Nun gut, Paradiesbilder habe ich eigentlich auch schon genug gemacht. Nun warte ich auf das Dinner. Die Besteckfolge läßt auf ein Süppchen vorweg hoffen. Kann ich jetzt auch gebrauchen, denn über den Tag gab es nur 2 Tunasandwiches als Lunchpaket. Gerade läuft hier Fernsehen. Das habe ich seit gut 3 Wochen überhaupt nicht gehabt und, um ehrlich zu sein, auch überhaupt nicht vermisst, außer an den Spieltagen. Premiere gehört jetzt hier aber sowieso nicht so zum Standart. Ich gucke denn also mal die Filipinonachrichten auf Tagalog. Sehr aufschlußreich! Jetzt riecht es auch schon nach Essen und, mit dem allerletzten Licht kommt noch ein riesiges Boot. Ist halt immer was los am Fluss. Tatsaechlich leitet eine Huehnercremesuppe das Dinner ein, gefolgt von einigen Stuecken gegrilltem Schweinefleisch mit Kartoffeln, Reis und Gemuese. Den Abschluss bilden frische Mangosstuecke.
Am späteren Abend werde ich noch Zeuge eines nationalen Notstandes. Es wird die letzte Folge von “Marimar” gesendet. Die erste Auflage dieser typischen Vorabendserie gab es in den 90er Jahren. Eine mexikanische Produktion, die sich schon auf English, insbesondere bei der weiblichen Bevölkerung, als absoluter Renner erwies. In der zweiten Auflage wurde die Originalversion synchronisiert und erreichte dann auf Tagalog noch mehr Publikum. Genug, um nach dem Ende der Origialfolgen, noch eine philippinische Variante zu drehen, die also nun zu Ende geht. Die Storry: Maremar verliert ihre Eltern früh und wird dann adoptiert. Sie muss ein hartes Leben durlaufen, bis sie letztlich natürlich zu ihrem Glück findet und irgendwann herausbekommt, wer ihre wirklichen Eltern waren. Für die abschließende Hochzeit wurden in den Philippinen ca. 100.000 USD an Spenden gesammelt, um diese Folge besonders üppig zu gestallten. So endet die letzte Folge mit etwa einer Stunde Hochzeit und alle Frauen sitzten heute vor dem TV und produzieren mehrere Hektoliter Tränen. Ich darf Zeuge davon werden, wie auch der weibliche Teil des "Gemeinderats" von Coron, der hier heute seinen vierteljährlichen Betriebsausflug macht, kurz davor ist, ins Koma zu fallen und auszutrocknen.
15. März 2008
Das, mit den Batterien hat leider nicht geklappt, so gibt es hier also erstmal keine weiteren Bilder mehr, aber das ist nicht so schlimm, weil jetzt ohnehin die Zeit anbricht, wo man alles, was man eh schon drei Mal fotografiert hat, zum 4. oder 5. Mal ablichtet. Dieser Tag wird nochmal ein ganz ruhiger. Ich genieße die gute Versorgung hier und verbrinde den größten Teil der Zeit damit, den Betriebsausflug der KollegInnen aus Coron zu beobachten und mit zu gestalten. Das ganze läuft unter der Bezeichnung "Vierteljahreskonferenz der Gemeindeverwaltung". Es wird Bier ohne Ende gerreicht und direkt nach dem Frühstück zu Tanduay Rhum übergegangen. Die inhaltlichen Gesichtspunkte reduzieren sich damit quasi auf Null. Ich glaube, ich möchte auch mal in so einer korrupten und eigennützigen Gemeindeverwaltung arbeiten. Vierteljährliche Betriebsausflüge, wahrscheinlich mit voller Kost und Logies, das hat doch was. Als die illustre Gesellschaft gegen 17:00 Uhr abreist, bin ich auch näherungsweise besoffen und kann mir wenigstens einbilden, dass ich die auf Bussuanga entrichteten Gebühren quasi in Naturalien zurückerstattet bekommen habe. Morgen gehts dann wieder nach Coron, was nicht sonderlich aufregend wird.
1.6. März 2008
Das ist heute nicht so mein Tag. Die öffentlichen Mittel von Coron wirken noch nachhaltig in meinem Kopf und so freue ich mich, als ich in Coron mein Zimmer bezogen habe und das Haupt ins weiche Kissen betten kann. Bis zum Abendessen ist Ruhe. Dann erlebe ich die nächste nationale Herausforderung: Manny Pacquiao wird Boxweltmeister gegen Manuel Marquez aus Mexiko. Nun ist die philippinische Seele auf Hochtouren und der Schmerz von “Marimar” ist scheinbar vergessen. Den ganzen Abend läuft auf allen Sendern eigentlich nur noch der Boxkampf und die Programme unterscheiden sich nur in der jeweiligen Runde, die gerade gezeigt wird. Freude aller Orten und ganz besonders in General Santos City, der Heimat von Pacquiao. Liveschaltung ins Elternhaus, zu Frau und Kindern, Zwischendurch Interview aus Las Vegas, der Bürgermeister und jeder, der sich berufen fühlt geben einen Kommentar ab. Es ist, als wenn Deutschland Fußballweltmeister geworden wäre. Selbst die Musik im Radio, Manny Pacquiao. Ja, er hat auch ein Lied gesungen, so nach dem Motto, “wenn ich Boxe, boxen die Philippinen”. Dieses Programm wird auch die nächsten Tage noch anhalten, vieleicht kurz unterbrochen durch die 17. Rückschau auf “Marimar”.
17. März 2008
Heute mach ich hier noch den ruhigen. Is ja nicht so, dass man gestern ohne alkoholische Schlafmittel ins Bett gekommen waere. Morgen gehts ja schon wieder nach Manila. Tatsächlich, scheint auch dieser Urlaub wieder zu enden. Es ist nicht zu fassen. Bis jetzt habe ich das eigentlich verdrängt, aber nun wird es bedrohlich. Ich werde jetzt also gleich noch ein Icafe suchen und der Welt die letzten Zeilen zum Besten geben und dann vorsichtig mit der Vorbereitung der Rückreise beginnen. Vieleicht melde ich mich dann noch kurz aus Manila.
Dumm ist nun, dass ich zwischendurch die Speicherkarte gewechselt habe, denn die moisten Bilder liegen dummerweise im Hotelzimmer. Naja, dann muss ich wohl spaeter noch mal ran oder morgen. Das wir auf dem zweiten Tabellenplatz stehen, nachdem wir doll gegen Dortmund gespielt haben, versoehnt ja wieder etwas, Ich erfuhr die gute Nachricht gerade per txt von Goy, dem fuer seinen Ergebnissdienst allerhoechste Anerkennung verdient. Ohne diesen Service waere ich hier fussballmaessig verbloedet. Also, zwar sind wir raus geflogen, wo wir konnten, aber nun warden wir wenigstens Vizemeister, finde ich!
Also erstmal viele Gruesse aus Coron und dann bis bald in der kalren Heimat. Bernd
Dienstag, 18. Maerz 2008 6:52:35
Manila
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Es muss ja immer alles früh sein hier! Zwar ging mein Flug erst um 8:50 Uhr und man muss hier eigentlich auch nur 20 Minuten vorher am Airport sein, aber das Jeepney plant grundsätzlich 40 Minuten für einen Reifenwechsel ein, was wohl auch gut ist. Ich starte also um 7:00 Uhr, was mit Früstüch vorher wieder auf 6:00 Uhr hinauslief. Reifenwechsel ist nicht erforderlich und so ist noch etwas Zeit am Airport, die ich nutze um endlich Batterien zu erstehen. Nützt aber auch nichts, weil der Fehler woanders liegt und es mir nicht mehr gelingt die Kamera zu beleben. Naja - Manila ist eh nicht so spannend. Alles andere läuft planmäßig. Um 8:25 erscheint ein Miniflugzeug, ich schätze es handelt sich um eine Dorrnier, das Platz für etwa 25 Passagiere bietet. Der Flug ist eigentlich unspecktakulär. Was herausragt, ist die Informationspolitik. Es gibt keine Stewardess und auch die Piloten halten überflüssige Worte für unangebracht. In Manila angekommen, erschrecke ich fast. Da dreht sich doch glatt der Copilot um und macht eine Ansage: "Welcome in Manila and thank you for travelling Seaair". Das wars mit Konservation, aber alle hatten das mit dem Anschnallen auch ohne Hinweis verstanden und die Schwimmwesten sind ja eh immer unter dem Sitz. Ob man die nun anlegt oder es bleiben lässt ist wohl egal, weil die Haie im Zweifelsfalle nicht so drauf achten, ob die Mahlzeit vorschriftsmäßig eingepackt ist oder nicht.
In Manila angekommen ziehe ich, wie in den Vorjahren, wieder in das Aussiehotel. Zunächst werde ich jetzt mal einchecken und die Gelegenheit dann nutzen und die letzten Bilder zum Besten zu geben. Mein gestriger Versuch in Coorn erlag einem brown out, den man hier immer auf der Rechnung haben muss. Habe ich auch und speichere alles sofort ab, aber was nützt das, wenn der Strom nicht wiederkommt. So sind jetzt in Coron meine bearbeiteten Bilder schön abgespeichert und ich werde das ganze noch mal hier in Manila wiederholen. Dann kommt noch die kleine Einkaufstour, in der Hoffnung hier vieleicht mal ein Größe zu finden, die einem wohlgenährten europäischen Körper gerecht wird. Bislang war komplette Fehlanzeige, mit irgendwas kaufen. Das einziege passende T-Shirt scheiterte am Wechselgeld. Heute Abend ist dann eher frühes Schlafengehen angesagt, um halbwegs fit in den blöden Rückflug zu starten. Vieleicht klappt das ja diesmal alles mit den Flügen und ich komme pünktlich in Frankfurt an, um dann direkt zum Osterhappening in Beilstein zu fahren und mich wieder an bundesdeutsche Verhältnisse zu gewöhnen.
Das wars also dann endgültig aus den Philippinen 2008. Ich beginne die Tage bis zum nächsten Mal zu zählen.
Donnerstag, 20. Maerz 2008 15:52:51
Beilstein
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Deutschland - mal wieder Schnee! Die schlimmsten Alpträume werden wieder wahr und ich erfreue mich bei Temperaturen knapp über 0° C an Schneegestöber. Das hatte ich mir eigentlich anders vorgestellt!
Der Abend in Manila dauerte doch wieder etwas länger und dementsprechend war der Flug wieder die reinste Freude. 13,5 Stunden bis Amsterdam und dann noch ne gute Stunde nach Frankfurt, alles ohne Rauchen. Ich hasse die europäische Raucherhetze, die langsam daran zweifeln lässt, dass Raucher hier auch noch Menschenrechte haben. Immerhin lief sonst alles planmäßig und ich war sogar 10 Minuten früher da, als erwartet. Trotzdem war mein Akku nach gut 26 Stunden Fliegerei leer. Heute sieht die Welt auch nicht viel besser aus. Der Jetlag schlägt zu und das Wetter läßt mich ernsthaft zweifeln, ob es die richtige Entscheidung war, in Manila in einen Flieger nach Europa zu steigen.
Freitag, 16. Februar 2007 4:31:17
Siquijor Island
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Es ist wieder soweit! Ich bin auf den Philippinen angekommen und es ist kaum zu glauben, nach einem guten Tag der Anreise konnte ich den sundowner direkt am Strand auf Siquijor Island nehmen. Die Hinreise hat überhaupt nicht geklappt. Zunächst war die Reservierung des Anschlussfluges nicht bis zu Air Philippines durchgedrungen. Folge: Der Flug ging 3 Stunden früher. Dann klappte das mit der Fähre natürlich auch nicht. Folge: Mit der anderen Rederei einfach 2 Stunden früher fahren und dann doch tatsächlich im Hellen ankommen. Nun sitz ich also beim Frühstück, habe ausgeschlafen, wie lange nicht mehr und anschließend lässt sich dann wohl ein Bad in der geradezu pervers blauen Flüssigkeit nicht vermeiden. Also man könnte sagen: Gut angekommen! Die nächsten Tage werde ich hier rumdümpeln und dann auf die westlichen Visajas aufbrechen. Internet gibts hier nicht wirklich auf der Insel, aber - wenn das hier auf meiner Seite steht, hats wohl über das Handy geklappt. Also ist dieser Beitrag eher als Versuch, denn als Bericht zu verstehen. Bis Bald Bernd
Donnerstag, 22. Februar 2007 4:32:14
Sipalay
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Erster Tag: Schlafen - Ruhen - noch ein bisschen schlafen - Frühstück - Strand, erst mal ein bisschen ablegen und noch ein kleines Nickerchen - dann richtig Action: Ins Wasser! Das Salzwasser trägt so gut, dass man selbst auf dem Wasser liegend, ein wenig dösen kann - danach wieder großes Programm: Faktor 22 auftragen, damit kann man rechnerisch 3,5 Stunden in der Sonne liegen. - Ich breche nach 2 Stunden ab, da mich lästiger Hunger quält. - Lunch an der Bar und schon trifft sich der eine oder andere Dauergast mit mir und einigen San Miguel. - Das lässt sich prima bis zum Dinner aushalten und nach diesem und einigen weiteren San Miguel dann früh ins Bett nach diesem anstrengenden Tag. - Geht doch ! Oder?
Der zweite Tag wird dann schon normaler. Ich miete mir eine Yamaha RD, das ist ein Teil, wo an der Seite 125 drauf steht. Es sieht unter mir eher wie ein Dreirad aus und hat einen etwa vergleichbaren Anzug, solange man unter 4000 U/min ist. Nach einer Tour um die halbe Insel erreiche ich den Cambugahay Wasserfall. Zwar hält er nicht wirklich mit den Niagarafalls mit, aber idyllisch ist er schon. Das Bad in dem natürlichen Bassin ist nach dem Spaziergang zu den oberen Fällen erfrischend, wie ein Eisbad nach der Sauna. Weiter gehts durch zahlreiche kleine Dörfer, die alle erstaunlich sauber sind. Die Hexen und Magier, vor denen alle Filippinos ängstlich erzählen, wenn man Sequijor Island erwähnt, blieben mir verborgen, aber die Menschen hier, sind aufgeschlossen und freundlich. Kurz vor dem Hauptort Sequijor kommt, was kommen muss. Die rote Lampe leuchtet auf! Für mich als 4-Tackt-Piloten ein ernstes Signal. Genug Öl ist drinnen, also lieber schnell zurück. "Ja, Ja, das kann schon mal passieren", so die banale Ansage, aber wegen roter Lampen muss man sich hier als 2-Tackt-Stincker nicht wirklich sorgen. Wie klar wird, war meim Blick auf das Getriebeöl auch nicht wirklich hilfreich, da gibts halt auch noch einen Öltank. Wenn man das so sieht, fällt einem auch gleich das 2-Tackt Prinzip wieder ein. Nun gut - zu spät. Also Curry Beef und San Miguel zum trösten. Der Wasserfall hats rausgerissen. Für den zweiten Tag noch ganz passabel. Immerhin sehe ich im T-Shirt nicht mehr wie ein Schotte aus. Morgen versuche beim Schnorcheln, den Rest nach zu bräunen. Leider taugt meine Technik nur bedingt, um etwas ins Internet zu bringen. Das ich den Palm mangels passendem Treiber dieser einstmals renomierten Firma nicht direkt übers Handy ins Netz bekomme, war mir schon vorher klar! Aber den Text via bluetouth aufs Handy und dann ins Weformular kopieren geht eigentlich prima, dachte ich. Geht auch, aber das Kopieren funktioniert nur mit einer begrenzten Zeichenmenge. Also beschränke ich mich auf Kurznachrichten übers Handy, weil das einfach zu nervig ist. Mit Palmtop und Tastatur bin ich hier jedenfalls voll arbeitsfähig, wie sich just bei diesem Stromausfall wieder herausstellt. Auf dem PC wäre der Text jetzt wohl weg gewesen (Jörg: Du könntest hier netzunabhängig Vermerke schreiben. Das ist fast besser als bei der Hansestadt!). Ich grüße also aus den Philippinen und kann versichern, das ich hier 4 Wochen durchhalte. Um Mitternacht wird sich herausstellen, ob mein Verein auch durchgehalten hat in Bremen. Also grüßt der hiesige Fanblock mit einem freundlichen "Sch.... Werder Bremen”. Bis denn, Bernd
3. + 4. Tag: Das wäre also geschafft mit Bremen! Es scheint meinen Verein ja direkt zu beflügeln, das ich dem ganzen nicht mehr beiwohnen kann. Ich würde ja fast das Gefühl bekommen, das ich so ne Art Pechmariechen bin, wäre da nicht der neue Trainer, den man ins Feld führen kann. Hier geht sich das Leben ziemlich gut an. Nachdem ich gestern wieder einen Strandtag eingelegt habe , folgt heute Teil 2 der Motorradtour. Die Ölkontrollampe ist nun abgeklemmt und damit kann ich dann ganz beruhigt fahren. Also gehts heute in die Berge. Morgen ist dann der Startschuss zum Traveln. Es geht zunächst zurück nach Dumaguete und dann mit dem Bus oder was sich so als rollende Alternative bietet, an der Süd- und Ostküste der Insel Negros entlang nach Bacolod, dort mit der Fähre nach Panay und dann schaun me ma. Auf dem Weg kann ja gut noch der eine oder andere Stop liegen. Vieleicht findet sich dann unterwegs auch endlich die Möglichkeit, was ins Netz zu stellen.
4. Tag: Das glaubt mir ja nun wieder keiner. Was es doch für enge Löcher gibt und man passt doch durch. In diesem Fall war es die Cantabung Cave. Schon vor dem Abstieg muss der Besucher erstmal seine Hosen lassen, da einem das Wasser zwar nicht bis zum Hals, aber doch bis an die Hüften stehen wird. Naja - philippinische Hüften, die normalerweise an unseren Oberschenckeln enden. Also gehts mit geschultertem Gepäck hinab ins Reich der Stalagniten und Stalaktiten. Schon am Einstieg endet der Weg mit Gepäck auf dem Rücken. Das Loch reicht mit Hängen und Würgen für mich und meinen Bauch und auch da ist schon mal einatmen angesagt. Hoffentlich komme ich da wieder raus, aber unten gibts wenigstens kein Restaurant. Unten angekommen, gehts unter den reglmäßig mahnenden Worten "Watch your Head" und "Slippery" dann zunächst durch ein Schlammfeld. Gut, das ich nicht auf der Flucht war. Mit viel Zeit und intensivem Tasten in den viel zu kleinen Badelatschen, die man mir freundlicherweise überließ, ging es Stück für Stück weiter bis an einen wunderschönen unterirdischen Flusslauf und dem dann immer folgend zu einem unterirdischen Pool. Wahnsinnige Stalaktitten (oder waren es doch die anderen - na gemeint sind jetzt vor allem die von oben) begeiten den Weg und wachsen komischerweise immer genau da, wo man den Kopf hinhält. Am Ende dann der verdiente Pool. Schon cool, so direkt unter einem Berg ein erfrischendes Bad zu nehmen, nur wie immer das Dilemma, das man nach dem Rückweg dann genauso fertig ist, wie jetzt und dann kein Pool wartet. Aber nützt ja nix. also alles wieder zurück und wie man an dieser Niederschrift erkennen kann, bin ich auch wieder raus gekommen, was nach einigen schweißtreibenden und damit kallorienverbrenenden Eskarpaden doch einfacher ging als erwartet. Das ganze hat sich durchaus gelohnt aber eine zweite Höhle muss für heute nicht sein. Nach gründlicher Reinigung von Schlamm und Staub mache ich mich auf zu dem vermeintlich schönsten Strand der Insel. Als ich das Gebirge verlassen habe, kommt, was kommen muss. Irgendeine Abzweigung war doch irgendwie falsch und ich bin auf der exakt gegenüberliegenden Seite der Insel. Also noch mal um die halbe Insel und dann endlich ins erfrischende Nass. Nun gut, der Strand ist ganz schön, aber das Wasser voll von eckeligem black starfish, was bei uns Seeigel heißt. Ich sehe das erst beim Rausgehen und entgehe dem schmerzhaften Auftritt, aber so toll kann ich den Strand denn doch nicht finden. Aber gut erfrischt kann ich mich dann auf den Heimweg machen. 30 km und mich erwartet ein kühles San Miguel, Pumkin Soup und Curry Beef. Alles ist gut und der Abend wird noch mit einem Chokopancake an Mangoice enden. Morgen gehts dann weiter, das wird ein Tag ganz ohne Höhle, wenn man mal von den Vierrädrigen absieht.
5. Tag: ...und es ging weiter. Zunächst zum Hafen nach Sequijor City, dann mit Delta Fast Ferrys in einer Stunde nach Dumaguete. Bruce vom Kiwi Resort deutete schon an, dass aufgrund einer Tagung keine Zimmer in Dumaguete zu bekommen sind, also fahre gleich weiter nach Bayawan, was etwa auf halber Strecke zu meinem Ziel Sipalay liegt. Das einzige Hotel ist völlig sch...., aber man kommt halt nicht dran vorbei. Zunächst will man mir eine Suite für günstige 1.600 Pesos andrehen, angeblich das letzte freie Zimmer. Als ich dann wieder gehen will findet sich auch sofort noch ein freies Zimmer für 700 Pesos. Immer noch ziemlich teuer, aber gerade noch tragbar, zumindest solange man noch nicht versucht hat in der Sauna zu schlafen. Kein Fenster, aber mindestens 40 Grad C mit Fan. Da bekommt die Floskel von der gequirlten Kacke eine ganz neue Bedeutung. Bevor ich mich diesem einmaligen Erlebniss hingebe speise ich noch im Chinarestaurant gleich unten im Haus. Scheint die erste Adresse in Bayawan zu sein. Ich treffe direkt auf den Mayor of Bayawan (bei uns würde man ihn Bürgermeister nennen), der die Location nutzt, um seinem japanischen "Staatsgast" die chinesischen Kochkünste zu demonstrieren. Seine Tochter, so erfahre ich von seinem Sohn, ist mit einem Hamburger verheiratet und lebt in Rindal. Später klärt sich das noch zum Rheintal. Die Securities haben etwa meinen Fernsehgeschmack und schon läuft flankierend Real gegen Betis Sevilla. In der 45 +2 Minute erleben wir nebenbei, wie Herr Beckham sich die rote Karte abholt. Also ein durchaus kommunikativer Abend, den the Mayor um 9:30 pm beendet mit dem Verweis auf den frühen Dienstbeginn der Stadtverwaltung. Er ist immer der Erste. Mit dem Verweis auf meine Hoffnung, einen frühen Bus zu erwischen tue ich es ihm gleich. Die Nacht wird, wie erwartet. Eigentlich ist das Hotel überflüssig, zumindest, wenn man es unter dem Aspeckt des Schlafs sieht.
6. Tag: Am nächsten Morgen eile ich also ohne Frühstück zum Terminal und erfahre, dass der nächste Bus um 11:15 am fährt. Naja, wenigstend noch genug Zeit um 3 - 4 Mal zu frühstücken. Bis zu meinem Ziel, dem Sugarbeach in Sipalay werden es noch gut 4 Stunden. Die Straße trägt den Namen eher zu unrecht. In Sipalay City der Wechsel aufs Trishaw und dann über Sandpisten bis zum Ende der Straße. Die letzten Km dann mit dem Auslegerboot bis zum Sugarbeach. Der ist dann allerdings prima. Richtig prächtiger Sandstrand, keine Seeigel und außer dem natürlichen Klangangebot ist weitgehend Ruhe. Palmen, Strand und Sonne. Morgen werde ich den Tag zum ausgiebigen Wässern nutzen und dann gucken wir mal weiter.
Sonntag, 25. Februar 2007 5:28:30
Bacolod
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7. - 10. Tag: So, nun sind die Tage der Ruhe in Sipalay vorbei. Dort ging eigentlich auch nichts anderes, als abzuspannen. Ein schöner Ort, um am Ende einer Reise noch ein paar Tage rumzuhängen. Weitgehend war alles, wie angedeutet. Leider war die Geschichte mit dem Wasser etwas differenzierter zu betrachten. Phasenweise tauchten Jellyfishes auf. Dazu würden wir im richtigen Leben Quallen sagen und das wäre auch gar nicht weiter schlimm, wären es nicht gerade Feuerquallen. Nun die sind es dann natürlich, wenn man auf den Phils von Jellyfish spricht. Besonders eckelig ist diese Spezies nachdem sie von einer Bootsschraube so richtig durch den Wolf gedreht wurde und dann zu einer flächendeckenden Gallertpest mutiert. Also auch hier getrübte Badefreuden, aber es ging denn doch. Die drei Nächte sowie die entsprechenden Tage dazu, lohnen keine ausgiebige Beschreibung, da sie relativ konform mit Baden, Lesen, Klönen (Hier traf sich in weiten Teilen das deutschsprachige Europa) und göttlich Speisen und Trinken abliefen. Am Samstag ging es dann weiter nach Bacolod, wo ich Abends ein chinesisches Neujahrsfest miterleben konnte, mit Feuerwerk und dem ganzen Schnickschnack. Heute ist leider Sonntag und hier ist alles geschlossen, also geht nur bisschen internetten und ziel- und planlos durch die Gegend laufen. Na - man kann ja nicht alles haben. Morgen, so zumindest die Planung, geht es mit der Fähre nach Iloilo City auf Panay Island und dann mit der nächsten Fähre auf die Cujo Islands, auf halbem Weg nach Palawan. Es könnte also die nächsten Tage hier etwas ruhiger werden, denn ob man auf Cujo Island schon so richtig digitalisiert ist, weiss ich nicht. Mit dem 13. Tabellenplatz geht es sich auch schon wieder wesentlich ruhiger an. Wenigstens stimmte mein Ergebnistip. Das ist doch schon mal was. Mir wurden sogar ein paar Spielausschnitte auf Deutsche Welle TV zuteil. Also weiter so Hamburg. Jetzt machen wir Schalke platt. Erstmal viele Grüsse aus Bacolod. Bernd
Dienstag, 27. Februar 2007 11:07:46
Boracay
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11. + 12. Tag: Es begab sich eines Tages, dass die Fähre von Manila nach Palawan einen Motorschaden hatte und erst 5 Tage später kurz vor Vietnam wieder eingefangen werden konnte. Immerhin interresant, wie weit man doch ohne Maschine kommen kann, andere würden dafür viel Geld ausgeben. Also, die Fähre wurde zurück geschleppt, nach Manila, die Passagiere waren wenig fröhlich und die Reederei begann mit einer mehrwöchigen Reparatur, währenddessen die Fähre natürlich nicht fährt sondern liegt, nämlich im Hafen, also quasi als Hafenliege. Das wiederum fürt dazu, dass viele Menschen, die vorhatten in den nächsten Wochen mit dieser Fähre oder eben Liege zu fahren, Ihr Geld zurückbekommen, was sie sicherlich freut, aber ihr eigentliches Problem aber nur bedingt oder gar nicht löst. Der Filipino denkt sich also, gut, dass es noch andere Fähren gibt, die ihren Namen zu Recht tragen (bis auf die von Negros nach Palawan, die ist schon seit Jahren als Grundliege unterwegs, sprich untergegangen). Also bucht er die Fähre von Panay. Der Tourist denkt sich, egal und bucht einen Flug. Nun komme also ich ins Spiel und stelle fest, dass Filipinos und Touristen meine natürlichen Feinde sind. Ich mache jetzt nämlich eine lange Nase und stelle fest, dass alle anderen schneller waren und ich frühestens in einer Woche mit einem Ticket rechnen kann, für die Hinfahrt. An die Rückfahrt möchte ich dann gar nicht denken. Da ich nun nicht den Hauptteil meines Urlaubs mit dem Buchen von Fähren und Flügen verbringen möchte, werden sich meine Pläne also ändern. So schreibe ich jetzt von Boracay, was in etwa mit der Beschreibung "philippinisches Mallorca" charakterisiert ist. Hier geben sich Europäer, Koreaner und Japaner die Hand. Das Angebot reicht von dem Ritt auf der Banane über Jetski bis zu verschiedenen Wasser - Luft - Kombinationen (Ballon, Fallschirm, Paragliding). Abends amüsiert man sich beim mongolischen BBQ und danach verbringt man die späten Stunden cocktailschlürfend in einer Bar. Das halte ich wohl drei Tage aus, dann ist aber auch Schluß. Meine Tour wird sich dann Richtung Ramblon ändern. Das werde ich mir aber erst mal bei den nächsten Bieren durch den Kopf gehen lassen. Von Iloilo City ging es übrigens völlig einfach mit dem Bus hier rüber. Auch da merkt man sofort, dass man dem kapitalkräftigen Touristen nicht alzu viel zumuten will, bevor er seine Pesos investiert. Ich grüße also mit einem mallorcinischen Buenos Noches und mache mich zum nächsten BBQ auf. Bernd
Donnerstag, 1. Maerz 2007 06:30:00
Boracay
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13. und 14. Tag: Das kannst ja knicken mit Boracay! Gestern dachte ich dann, ich gönne mir mal die "Round the island - tour", also mit dem Auslegerboot einmal um die Insel, mit Schnorcheln, BBQ und hübschen Stränden. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ausser dem BBQ war das alles komplett überflüssig. Die Riffe sind hier alle vom Dynamitfischen zerstört und die schwimmende Artenvierlfalt beschränkt sich in etwas auf die eines kleinen Aquariums. Das Größte dabei war dann der zweite Schnorchelstopp. Da kam dann doch direkt noch ein Ranger und kassierte von jedem, der im Wasser war, eine Environment Snorkeling Fee in Höhe von 20 Pesos. Nicht, dass einen der Kapitalverlust nun wirklich treffen würde, aber im Wasser war nun wirklich gar nichts, also weder Fisch noch Korallen, lediglich ein paar Steine. Das weiss man natürlich erst, wenn man drinn war und das Elend gesehen hat. Das anschliessende Essen mit "Scampis satt", Thunfisch und allem möglichen vom Spieß war da schon besser. Ein abschließender Besuch auf einer Privatinsel (Entrancefee: 100 Pesos) war dann noch ganz nett. Immerhin gab es 2 Höhlen zu sehen und die Insel war als hübscher Garten angelegt. Ist aber nun eigentlich auch nicht so mein Ding. Morgen werde ich dieses Mekka des koreanischen Pauschltourissmus wieder verlassen und nach Romblon aufbrechen. Das klingt nach wenig Touristik und kleinen Buchten mit wohl noch halbwegs intackten Riffen. Ich werde das ganze mal beschnorcheln und dann berichten. Alles in allem, mein vernichtendes Urteil zum Thema Boracay: Hände und vor allem Füsse weg von dieser Insel. Es ist teuer und komplett unspannend.
Trotz allem zunächst viele Grüße von hier und bald wieder aus der touristischen Einöde. Bernd
Samstag, 3. Maerz 2007 05:31:01
Romblon
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15. Tag: Das 0:2 auf Schalke stellt natürlich jeden Urlaubsbericht in den Schatten und eigentlich sollte ich sicher auch schon gar nicht mehr schreibfähig sein, aber so ist das nun mal mit der Zeitdifferenz. Die gute Nachricht kam um 5:44 Uhr per sms und hat mich direkt geweckt, aber das ist es denn ja auch wert. Also derweil noch nüchtern, werde ich diesen Feiertag auf Romblon verbringen. Die Anreise von Boracay war ein richtiger Trip für Hartgesottene. Zunächst mit einem grossen Auslegerboot von Caticlan auf Panay durch die Straße von Tablas. Man hört immer wieder, dass diese Straße nicht ganz ungefährlich sein soll und der Reiseführer rät, bei schlechtem Wetter auf den Tripp zu verzichten. Zwar regnete es, aber wenigstens war der Wind normal. Also los! Umgeben von Menschen mit Seekrankheiten aller Art, konnte mir der Seegang nichts anhaben, aber es war schon ganz ordentlich. Bei richtigem Sturm möchte ich das lieber nicht erleben. Das ganze dauert ungefähr 4 Stunden, dann ist der Horror vorbei und man landet Looc, der Inselhauptstadt von Tablas. Von dort gehts dann weiter mit dem Jeepney nach San Augustin, von wo die Fähre nach Romblon auf Romblon fährt. Diese Tour hat dann auch fast alles getoppt. Der Fahrgstraum misst ungefähr 3,5 Meter Länge und 1,6 Meter in der Breite. Auf dieser Fläche werden zunächst mal etwa 30 Menschen Platz finden. Gar nicht mitgerechnet diverse Gepäckstücke. Dazu kommen weitere 3 - 4 Menschen, die den Beifahrersitz belegen. Wer denkt, nun sei aber auch gut, ignoriert natürlich völlig, dass so ein Fahrzeug ja auch noch ein Dach hat. Also auch da noch mal so um die 10 Leute rauf, die sich den Platz mit Rucksäcken, Maschendrahtzaunrollen und Ziegen teilen. Die letzten 4 Menschen stehen dann hinten außerhalb des Fahrzeugs auf der Reeling und schon gehts los. Nach 2 Stunden, etwa der Hälfte der Strecke werden es weniger, dafür kommt noch ein wenig Getier dazu. So verbringe ich also die nächsten 4 Stunden. Wer nun mal bei der nächsten Fahrt mit dem HVV Bus auf das kleine Schild mit der Sitz- und Stehplatzangabe achtet, stellt fest, dass man das auch anders lösen kann. Der nächste Teil der Reise wird dann richtiger Touristennepp. Die regulaere Fähre ist morgens um 6:00 Uhr gefahren, also benötigt man einen "special ride". Für Filipinos kostet das 150 Pesos, aber in dem Boot ist eben auch nur für die 5 Filipinos Platz. Wir - 2 Touristen - haben dann die Wahl: Entweder bleiben, wo wir sind oder das größere Boot chartern und den Touristensonderpreis von 500 Pesos pro Nase bezahlen. Ein Hotel gibt es in dem Ort übrigens nicht. Also bezahlt man halt und unterlegt die Geldübergabe mit der freundlichen Formulierung "Drecksack". Versteht ja eh keiner. Vieleicht ein Fall fürs Kartellamt! Hahaha.... Die Fahrt geht dann rapide und die Ehrengäste dürfen auch direkt im Ruderhaus Platz nehmen. Aufmerksamer Service, insbesondere, weil direkt darunter auch der Maschinenraum ist und man somit sein eigenes Wort nicht verstehen kann. Danach treffe ich an Land auf einen freundlichen Trishawfahrer, der mich dann im zweiten Ressort unterbringt. Die erste Wahl war doch glatt reserviert. Abends gibts frischen Fisch aus dem Topf der Familie. Ich bin der einzige Gast in der Anlage und somit gibts kein Menue, erzählt der Chef. Schlafen geht dann ziemlich klasse, bis eben um 5:44 Uhr. Dann war wirklich alles gut. Nun starte ich also zur Inselrundfahrt mit meinem freundlichen Trishawfahrer und werde mal sehen, was hier so abgeht und wo es sich heut Abend für die philippinische HSV Siegesfeier anbietet. Also Grüße nach Hamburg oder wo auch immer auf der Welt ihr das grad lest.
Sonntag, 4. Maerz 2007 011:35:06
Romblon
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16. + 17. Tag: Die Inseltour beginnt mit Marmor, denn Ramblon ist das Marmorland der Philippinen. Man sagt, der Marmor kann sich durchaus mit dem in Carrara messen. Also gucken wir (Elvin, der Tryciklefahrer und ich) uns das ganze mal an. In der Tat gibts hier sehr schöne Exponate, die einen qualitativ hochwertigen Eindruck machen. Man kommt vor allem bei den Preisen nicht umhin, dass eine oder andere Stück mitzunehmen (was sich zuhause als nur bedingt sinnvoll herausstellt, denn die Hälfte ist zwischzeitlich zerbrochen). Danach geht es zu den Marmorbrüchen in den Bergen. Etwas stärkere Steigungen schaffen wir nicht wirklich sondern schieben das Trycikle gemeinsam nach oben. Auch mal was neues. Nach einer anstrengenden Wanderung, wegen der nun stärkeren Steigung, stehe ich mitten im Marmorbruch. Die Menschen hier können einem schon etwas leid tun, wenn man sieht, was hier arbeiten bedeutet. Da ist der Behördenalltag eigentlich Urlaub. Riesiege Marmorblöcke werden von Hand zum Laster gerollt. Andere schlagen die Quader grob zu. Hier wird weißer Marmor abgebaut, es gibt auch noch andere Brüche für Gelben, Braunen und Schwarzen. Nachdem wir wieder beim Trike sind, geht es mühsam weiter durch die Berge. Mit einem Moped von immerhin 100 ccn ist das ganze eine Qual, für Mensch und Maschiene. Nach 2 Stunden erreichen wir dann doch den Leuchtturm von Romblon, der 1994 neu erbaut wurde. Man kann ihn besteigen. Obwohl er von außen so aussieht, als wenn ich drinn stecken bleiben würde, gehts doch und abschließend wird mir ein wunderbarer Ausblick auf den Dschungel der Insel zuteil. Dann gehts zurück in die Hauptstadt, Romblon, zum Dinner. Es gibt Schweinebraten mit Apfelsauce, durchaus etwas für meinen Gaumen. Dazu ein paar Bier und schon ist die Bettschwere gegeben. Tags darauf dann die Schnorcheltour ohne Schnorcheln. Ja das gibts auch! Man fährt also erstmal mit dem Trycikle, dann mit dem Auslegerboot und erfährt dann, dass "the Owner" vom Diveshop mit dem Schlüssel vom Magazin in Manila ist. Also nichts mit Schnorcheln. Dann der Versuch einer Inselrundfahrt mit dem Boot. Die endet dann aber auch bald, weil das Boot den Wellen nicht wirklich standhalten kann und ich es auch vorziehe, lieber wieder in den sicheren Hafen einzulaufen. Nachdem ich Elvin wiedergefunden habe, bzw. er mich, fahren wir noch auf die Festung und geniessen den Blick auf Romblom. Danach dann noch ein kurzer Tripp zum Urnenbauer, der wunderschoene Marmorurnen bereithält, mich aber nicht vom Kauf überzeugen kann (Ich habe mich ja schließlich für die HSV Dauerkarte entschieden). Den Abschluss bildet ein Marmorfliesenwerk, das aber nur offline zu besichtigen ist, schliesslich ist ja Sonntag. Nun schreibe ich diesen Bericht und dann gibts auch schon wieder ein Häppchen. Also - guten Hunger und bis denn. Bernd
Donnerstag, 8. Maerz 2007 011:47:34
Masbate City
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18. - 21. Tag: Heute war es wieder was für Romane! Also im Reisefuehrer stand, bei schlechtem Wetter sollte man die Überfahrt nach Masbate lieber sein lassen. Es war schlechtes Wetter! Zudem hatte ich schlecht geschlafen, weil die Pausen zwischen prasselndem Regen, Hundegekläffe und Hahnengeschrei (ab 2:00 Uhr morgens, diese Idioten, da ist das Stockdunkel) nur recht kurz waren. Außerdem lag mir das letzte Filletsteak im Bauch und es war tatsächlich manchmal unter 28 Grad C kalt, was dann schon zur Decke greifen lässt. Also, alles rundum wiedrig. Na dann los. Kaum abgelegt, was schon etwa eine Stunde später geschah, als geplant, da doch alles mögliche ausgeladen werden musste, änderte sich das Wetter und alles war gut. Eine Stunde vor Ankunft dann alles schwarz und es regnet Bindfäden. Aber auch das ging gut. Halbwegs trocken im Hotel angekommen und etwas geruht, habe ich mir nun gerade ein Lunch gegeben und muss sagen, die Filipinos lügen. Ich bestelle also Schrimps Süß - Sauer unter der Überschrift "good for 2 - 3 Persons" und was soll ich sagen: Stimmt gar nicht - ging prima in eine Person. Ja - und vorher? Auf Sibuyan Island bin ich bei Hans gelandet, ein Deutscher, der mal in der Pharmabanche gearbeitet hat und die ganze Welt bereisen konnte (mit vollem Lohnausgleich oder, wie sagt man "Spesen") und nun seit 9 Jahren ein Haus auf der Insel hat und langsam ausbaut. Exelent sind seine Filetsteaks und sein selbstgeräucherter Schincken sowie das Brot, was er ab und zu in den Ofen schiebt. Da kann man sich richtig verwöhnen lassen und ein Gefühl, wie bei Muttern in der Küche bekommen. Einen Tag Ruhe, nachdem ich am Tag der Überfahrt von Romblon nach Sibuyan auch noch mit Montezumas Rache gesegnet war und dann die obligatorische Inseltour. Diesmal wieder selbst gefahren mit einer 155er Honda. Es ist schon erstaunlich, wie dehnbar der Begriff "Straße" so ist. Über weite Strecken würde das bei uns nicht mal für Landwirtschaft und Forstbetreib freigegeben werden. Hier ist das die Hauptstraße. Es geht über Geröllstrecken, durch Flussläufe und Wasserlöcher. Der gute Wille ist zwar zu sehen (wahrscheinlich schon seit vielen Jahren), denn überall sieht man Brückenfundamente. Aber sie nützten eben nicht viel, weil die eigentliche Brücke fehlt. Naja - es gaht ja. Unten sind ein paar Strasseneindrücke wiedergegeben, die natürlich etwas geschönt sind, denn an den richtig schlimmen Ecken fehlt mir meist der Nerv, dann auch noch stehen zu bleiben und zu fotografieren. Abends dann wieder gute Küche bei Hans, full Service und noch viele Informationen, die man sonst auch kaum bekommt. Dazu aber später mehr. Nach 3 Nächten war es dann heute morgen und ich bin mit der Montenegro Lines hierher nach Masbate gefahren. Die Stadt ist schon mal etwas größer und ich nähere mich somit der Zivilisation wieder an, muss ich ja auch, da die Endlichkeit eines Urlaubs auch schon wieder droht. Also - Grüße aus Masbate und erstmal Tschüß
Montag, 12. Maerz 2007 11:37:51
Masbate 2
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22. Tag:
Der Reiseführer weckt Hoffnungen, soll doch die Philippine National Bank Travellers Cheques wechseln. Also mache ich mich auf und lasse mein Trycykle eben diese ansteuern. Das klappt dann auch gut und schnell. In der Bank dann erstmal das Abenteuer, an den Richtigen zu geraten. Nicht jeder versteht hier wirklich, was Travellers Cheques eigentlich sind und so erkläre ich also drei mal, dass es sich dabei um weltweit gültige Wertpapiere handelt, die in meihem Fall in USD ausgestellt sind. Endlich gerate ich dann an irgendeinen Chef, der mir zweimal rklärt, dass er die wechseln kann und drei mal, dass er sie nicht akkzeptiert. Bei mir führt das zu einer gewissen Verunsicherung, leider mit dem anschließenden Ergebnis, dass ich das Haus unverrichteter Dinge wieder verlasse. Immerhin mit dem Hinweis auf viele andere Banken rechts und links in der Nachbarschaft. Nun gut, also versuchen wir die. Die Antworten auf meine immer gleiche Frage reichen von Sprachlosigkeit, über ein klres NEIN bis zu wirren Blicken. Nun gut denkt sich also der Reisende, dann eben Plastik, was bislang überall auf den Philippinen funktioniert hat. Ich versuche also die Geldautomaten oder ATMs, wie man sie hier liebevoll nennt. Nun also in umgekehrter Reihenfolge versuche ich diverse ATMs verschiedener Banken und Bauarten, die meisten wenigstens mit Visa- und Mastercardaufdruck.. An der National Bank angekommen, habe ich außer einer Qualifikation zu ATM Seller nicht viel mehr verbuchen können, aber schon spannend die verschiedenen Fehlermeldungen zu recherchieren: timeout, no Bankresponse und andere vielversprechende Abbrüche. An der letzten Bank - nocmal was ganz neues. Ein kopfschüttelnder Maschienengewehrträger stellt sich neben mich und beobachtet meine vier Versuche, aus Plastik Geld zu machen. Dann sagt er nur noch "Metrobank". Nun die hane ich noch nicht gesehen, aber lets try it. Also Trycykle und ab gehts. Tatsächlich ist diese Bank nunganz woanders und somit außerhalb des normalen Touristelaufs. Travellers Cheques? Ich bin versucht mich für die Frage zu entschuldigen. Aber ein Gelldautomat mit einem Maestro Zeichen läßt meine Hoffnung steigen und tatsächlich fängt die Maschiene an Gräusche zu machen, die mit dem Auswurf von richtigem Geld enden. Puh - nach 2 Stunden wurde das aber auch Zeit. Ich würde mal die These wagen, dass das ganze etwas mit der Telefonleitung zu tun hat. Ist das Konto nämlich nicht im dezentralen Bankcomputer vorhanden, versucht das Gerät eine Verbindung zum Zentralcomputer aufzubauen, was dann eben eine Telefonverbindung benötigt. Ist die zu langsam, was man sich schnell vorstellen kann, wenn man die hiesigen kabel gesehen hat, kommt es halt zum timeout. Die Metrobank ist wohl etwas näher am Verteiler und da kann das dann schon mal klappen.
Nach diesem Erfolg werde ich dann direkt übermüttig und denke mir, nun machen wir noch bisschen weiter mit Bürokratie. Also fahre ich zum Büro von Asian Spirit, einer der philippinischen Billigfluggesellschaften. Nicht das ich noch wirklich was buchen will. Nein, das habe ich schon, einschließlich bezahlen, im Internet erledigt. Ich muss nur noch die ausgedruckte Email gegen ein Ticket tauschen. Könnte ja ganz schnell gehen, wäre es nicht gerade Mittagspause. Also warte ich erstmal ne Stunde. Dann gehts los. Nun bin ich erstmal verblüft. Holt die Dame doch direkt einen Umschlag mit meinen Unterlagen hervor. Das ist gut organisiert! Denkt mn in ersten Moment. Dann frege ich mich, was wäre wohl gewesen, wenn ich einem der anderen einhundetwievielauchimmer Büros aufgeschlagen wäre. Nach kurzem Zögern komme ich zu dem Schluß jetzt besser nicht mehr weiter zu denken. Also nun brauche man erstmal meinen Pass. OK, wäre ja auch doof, wenn jemand anderes mein Ticket abholt. Dann braucht man auch noch meine Kreditkarte. Mein Hinweis, ich hätte das schon im Internet bezahlt, wird mit einem, frei übersetzten "Jaja, bitte die Karte" übergangen. Nach 10 Minuten bekomme ich alles wieder. Alles in Ordnung, sie brauchen jetzt nur noch Kopien von Pass und Kreditkarte. Mein verblüftes Staunen bringt mir immerhin den Hinweis ein, dass ich die geforderten Kopien im Copyshop in der Stadt machen lassen kann. Mein Hinweis, dass ich gar keine Kopien benötige sondern mein Gegenüber wird nicht beantwortet. Ich fahre nun also für 30 Pesos zum Copyshop und lasse für 5 Pesos Xeroxcopien machen. Wieder zurück, ich jetzt schon etwas am Ende meiner Akkzeptanz dieser etwas irrsinnigen Ökonomie, muss ich dann nur noch einen Kreditkatenbeleg unterschreiben und darf dann mit meinem Ticket von dannen ziehen. Hat alles in Allem gerade mal 2 Stunden gedauert, obwohl schon alles gebucht war. Da schreibt also jemand den ganzen Kram aus dem Internet ab, macht dann von Hand die Kreditkartenbuchung und schreibt dann auch noch von Hand ein Ticket. Das ist doch wirklich ein innovativer Service. Hoffentlich habe ich das Ticket nun auch wirklich nur einmal bezahlt!? Aktien dieser Firma werde ich nicht kaufen!
Das Essen danach war richtig einfach und kam nach einer viertel Stunde. Das ist dann auch mal gut.
Ein Stadtbummel rundet diesen Tag ab. Leider liegt Masbate ganztägig im Nebel unzähliger Zweitaktwolken und ist insofern nicht unbedingt als Luftkurort zu bezeichnen.
Montag, 12. Maerz 2007 11:39:12
Cataingan
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23. Tag :
Tags darauf geht es dann mit dem Minibus nach Cataingan. Ich habe mir den Wecker mal nicht so früh gestellt, weil es ja Wochenede ist und da schläft man ja etwas länger. Die Jeepneys, die zwischen 6 und 7 Uhr am Morgen fahren werde ich also nicht erreichen. Macht nix, nehm ich also den Minibus. Zunächst ein ausgedehntes Frühstück Ich nehme das American Breakfast 2 mal, weil man von einem Ei nun wirklich nicht satt wird, zumindest der ausgewachsene Europäermagen nicht. Dann gehts zum Minibusterminal. Abfahrzeiten gibts nicht, die Minibusse fahren immer, wenn sie voll sind. Das dauert heute und in meinem Fall nun erstmal 2 Stunden, weil ja Wochenende ist und der Filipino dann auch gerne mal etwas länger schläft und vieleicht auch ausgedehnt frühstückt, weil ihm ein Ei zuwenig ist. Das mit dem Wecker hätte ich mir, bei Licht besehen, sparen können. Immerhin bekomme ich als früher Gast den Nobelsitz neben dem Fahrer. Dann geht es gegen Mittag endlich los. Nach halber Strecke bin ich eingenickt und werde von einer Explosion geweckt, die eine Schlingerfahrt auslöst. Es ist ein Reifen geplatzt, natürlich mitten in der Kurve und der Fahrer hat Mühe den Kleinbus auf der Piste zu halten. Glücklich auf dem Randstreifen angekommen, wird das Ausmaß der Katastrophe deutlich. Der Reifen ist mitsammt dem Stahlgürtel auseinandergeflogen, wodurch auch immer. Nun kommt das klassische Kapitel "Familie Deutschmann fährt nach Italien". Natürlich liegt der Ersatzreifen ganz unten, hinter allem Gepäck, dann muss die Sitzbank raus, weil da das Werkzeug drunter ist. Der Wagenheber hat einen Hub von etwa 8 cm, mindestens 40 sind bewältigen, aber er passt sowieso nicht drunter. Also Frauen und Kinder bleiben drinnen, Männer an die Seite und anheben. Das die Frauen und Kinder im Auto diese Arbeit nun erleichtert haben, glaube ich nicht, aber es ging. 5 mal hin und her (40 : 8 = 5). Nach 30 Minuten gehts weiter. Deutlich langsamer, denn der Fahrer traut dem neuen Reifen nicht so recht. Ich hätte ihn wahrscheinlich gar nicht mehr aus dem Auto geholt. Diese Zeilen im Netz machen deutlich: Ich habe auch diesen Tag überlebt.
In Cataingan bittet sich dann folgendes Bild:
Es gibt ein Beachressort! Nach 20minütiger Trycyklefahrt gelange ich zu einem Wachmann, quasi als Vorposten. Er informiert mich, dass es zwar ein Ressort gibt, aber da kein Restaurant bei ist und Trycykles gibt es da auch nicht, um wieder weg zu kommen. Das ist ja, wolln wir mal sagen, ungünstig. Also fahre ich lieber wieder in den Ort und nehme mir da ein Zimmer. Das misst 2 x 3 Meter und liegt direkt im Schallbereich der örtlichen Openairdisco. Das Bad ist ein Stockwerk tiefer und daneben darf ich 400 Pesos berappen. Dafür habe ich auch schon ganze Bungalows bekommen. Monopole sind halt doch immer wieder doof. Nach Auskunft der freundlichen Hotelwirtin (Die Dollarzeichen stehen ihr gut in den Augen) gibt es exakt ein Restaurant. Das ist die Openairdisco gegenüber. Dort gibt es vor allem eine Karaokemaschiene, die ich schon im Hotel wwhrgenommen habe. Dort war es laut, hier ist es gesundheitsschädlich. Die Auswahl besteht aus drei Gerichten. Ich entscheide mich für das Chickenadobo. Das ist in diesem Fall zertrümmertes Huhn mit Chillies und Sauce auf Reis. Mit dem Frühstück sehe ich schon schwarz, aber man gibt die Hoffnung ja nicht auf.. Insgesamt gesehen scheint hier die laute Musik wichtiger zu sein, als die Gäste zu bewirten. Während ich mein Mal verzehre schlafen alle Gastleute direkt vor der Box ein und zu zahlen muss ich wecken. Der anschließende obligatorische Stadtrundgang entpuppt sich dann als voller Erfolg. Nicht nur, dass ich endlich vernünftige Batterien für meine Kamera bekommen, nein ich finde auch noch ein weiteres Restaurant, wo mich direkt der Wirt anquatscht und für dein kaltes Bier wirbt. Na geht doch! Wir verabreden uns für den Abend und alles kann gut werden.
Der Versuch vorher zu duschen endet ohne Wasser frustrierend. Es werden wohl mehrere Biere heute Abend!
Montag, 12. Maerz 2007 11:40:26
Cataingan 2
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24. Tag: Yordanns Restaurant war der volle Erfolg. Mit dem Chef bin ich sofort warm und es wird, für philippinische Verhältnisse, eine lange Nacht. Ab 20:00 Uhr ist hier eigentlich alles still, da es doch immer noch viele Menschen gibt, die es sich nicht leisten können, die Kosten für einen Stromanschluß (3.000 - 4.000 Pesos für Anschluß und Zähler) zu zahlen. Dann ist 2 Stunden nach Sonnenuntergang Zapfenstreich. Wir halten bis halb Elf durch und ich versuche dann auch noch das eine oder andere mal an der Videokeanlage, zum Spaß der örtlichen Bevölkerung. Heute habe ich für 10:00 Uhr ei9n Moped geordert, aber daraus wird nichts, da niemand hier eins ohne Fahrer verleiht. So ist ein Trycykle billiger, selbst mit 2 mal fahren. Es geht zum Khokak Beach. Dort entsteht gerade ein neues Beachressort, das sich im Besitz des Gouverneurs der Provinz Masbate befindet. Der empfängt mich dann auch direkt, um mir die Anlage vorzuführen. Also fahren wir mit einem richtig gouvernanten Allradnobelgeländewagen durch das entstehende Ressort., das auf 4,5 km Küstenstreifen entsteht. Diverse Cottages, Gärten und Aussichtspunkte lerne ich kennen und erfahre, dass auch eine Landebahn entstehen soll. Ein Busterminal und ein kleiner Hafen werden auch geplant. Die ersten Cottages sind schon fertig. Wow! Mit Sauna, Whirlpool und allem Schnickschnack. Wenn das ganze fertig ist, werde ich hier wohl nicht mehr hinkommen, außer, der Gouverneur lädt mich ein. Ihm gehören dazu auch noch drei Inseln, ein riesiges Waldgebiet und eine Ranch und so sieht sein Konzept ein 4 Tagesarrangement vor:
1. Tag Beachurlaub im Khokak Beachressort
2. Tag Islandhoping auf den "Tres Islas"
3. Tag Kalasangan Mountain Ressort
4. Tag Kho Ranch
Wenn man nur die ganzen Touristen kommen. Bislang ist das hier touristisches Niemandsland. Ich glaube immer mehr, dass ich gerade der einzige auf der Insel bin.
Ich nutze die Gelegenheit und mache es mir am Strand bequem, bade ein wenig in dem nicht übermäßig sauberen Wasser, genieße den Tag und frage mich, ob das Konzept wohl aufgeht, d. h. eigentlich habe ich schon eine Idee für die Antwort. Ich spare sie mir, weil man ja positiv denken soll.
Nach einem anstrengenden Aufstieg zur Grundstücksgrenze erreiche ich zeitgleich mit meinem Trycykle den vereinbarten Treffpunkt und fahre in mein spatanisches Hotel. Immerhin, heute ist man vorbereitet (Jemand war Wasser holen und das Duschfass ist randvoll.) und ich kann ein erfrischendes Bad nehmen. Zwar gibt es einen Wasserhahn, aber da kommt nichts heraus, aber das mit dem Wasserfass ist angenehmer, als eine Dusche, bei der man die Tropfen zählen kann.
Der Abend wird wieder bei Yordan enden und ich freue mich schon auf das erste kalte Bier. Morgen gehts dann, gestärkt durch einen Sieg des HSV gegen Leverkusen (auch, wenn es mir für Barbarez leid tut) zurück Richtung Zivilisation. Vieleicht bekommen ich in Masbate ja sogar diesen Text noch ins Netz, bevor ich Tags darauf nach Manila fliege und das heißt leider nichts gutes, denn dort wartet am 14.03. mein Flieger nach Amsterdam.
Montag, 12. Maerz 2007 11:50:01
Politik, Korruption, Gesundheit usw. - mal was für die Bildung
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Unterste Ebene sind die Barangey mit einem Barangeycaptiain, sowas, wie Dorfvorsteher, die noch vom einem gwähltem Gremium von 5 - 7 Menschen unterstützt werden, die aber keinen Einfluss auf Entscheidungen haben. Der Barangeycaptain ist für sein Dorf zuständig und entscheidet im Rahmen seiner sehr begrenzten Entscheidungskompetenzen.
Spannender wird es dann schon auf der Ebene der Bürgermeister (Major), der für eine Stadt und die umliegenden Dörfer zuständig ist. Am Beispiel von Cajidiocan, ist das die Inselhauptstadt und etwa 24 umliegende Dörfer. Auch der Major hat eine Art Stadtrat zur Seite stehen, der genauso machtlos ist, wie das Pendant eine Ebene tiefer. Fragil ist das ganze schon deshalb, weil nicht mal alle Dörfer darin vertreten sind, aber rigeros in den meisten Belangen vom Mayor regiert werden. QAuch der Bürgermeister wird gewählt, was aber bedeutet, das er sich die Stimmen kauft und da nur er als Mayor die Möglichkeit hat, das entsprechende Kapital zu erlangen, ist die Geschichte mit dem Wahlausgang schon mal klar. Gezahlt werden zwischen 20 und mehreren 100 Pesos, was bei einem durchschnittlichen Wochenverdienst von etwa 150 - 200 Pesos (das sind etwa 3 - 4 €) schon richtig viel Geld sein kann. Als Mayor verdient er fortan, bzw. seit Generationen in seiner Familie, an allem und jedem mit. Man bezahlt bspw. bei jeder Fährfahrt eine Terminalfee zwischen 5 und 20 Pesos, diein seiner Kasse mündet und das narürlich völllig unabhängig davon, ob es nun einen Terminal gibt oder nicht.
Richtig klingelt es in der Kasse, wenn ein Bauantrag gestellt wird. Da sind dann schon mal gerne 20.000, 40.000 oder mehr Pesos fällig. Zudem kommt man natürlich nicht wirklich an seinem Vorschlag eines Bauingeingineuers vorbei, der wahrscheinlich auch irgendwo in seinem Stammbaum zu finden ist. So ein Bauantrag kann dann aber auch schon mal in 2 Stunden genehmigt sein. Wir wollen jetzt gar nicht an Strassenbau und gewerbliche Projekte denken. Korruption ist hier das Tagesgeschäft. Es geht nichts ohne und so ist das gesamte System aufgebaut. Je höher, je mehr wird verdient und viele übertreiben es soweit, dass sie sogar straffversetzt werden müssen, natürlich auf dem selben Job.
Die Polizei ist eigentlich, wie bei uns Landesangelegenheit, also beim Gouverneuer der Provinz angesiedelt, doch praktisch werden die Polizisten durch Mayor eingestellt oder eben entlassen und da hat man auch schon eine Idee, wer da wohl eher einen Job bekommt und wer vieleicht nicht. Zudem sorgt der Mayor dafür, dass neben dem geringen Einkommen aus der Kasse des Gouverneuers auch noch was zum Leben übrig bleibt.
Ganz oben versucht sich zwar immer wieder mal eine engagierte Regierung mit durchaus namhafte Präsidenten (Ninoy Akino, Chorazon Akino oder jetzt Gloria Macapagal-Arroyo, doch eigentlich sind es etwa 200 Famlien, die die komplette wirtschaftliche Macht haben und das Land kaputt machen. Dort läuft es eben auch, wie Mayors, nur im großen Stil und das das das Geld an der Politik vorbei verdient wird.
Man kann das Ganze nach sogenannten westlichen Maßstäben verurteilen, aber ganz so einfach ist es eben auch nicht. Immerhin hat man hier nach 2 Stunden seine Baugenehmigung und kann am Tag darauf beginnen und hat dann auch die Unterstützung der Verwaltung, die sich bezüglich der Reglementierung auf ein Minimum beschränkt, aber auch durchaus Probleme löst. Und warum soll eigentlich ein Staat vorschreiben, was ein Mensch auf seinem Grundstück baut. OK, man kann nicht alles überall und irgendwie hinbauen, aber wenn es um ein Wohnhaus geht, dann kann auch jeder selbst die Verantwortung dafür übernehmen, dass es nicht zusammenbricht oder eben doch. Darüber hinaus wäre das System hier nach westlichem Standard gar nicht zu finanzieren oder es wäre so teuer ein Haus zu bauen, dass es sich keiner mehr leisten kann, wie bei ns eben. Ich glaube, es hat schon viel für sich, dass es vielen Menschen doch möglich ist, hier eine Hütte zu bauen.
Es hat eben alles zwei Seiten. Ein kleiner Laden wird hier taxiert und zahlt dann 500 - 1.000 Pesos Steuern im Jahr. Dafür gibt es natürlich kein staatliches Sozialsystem, aber auf der anderen Seite können es sich die Leute auch leisten, hin und wieder etwas einzukaufen. Dadurch wird der Gesundheitszustand der Bevölkerung verbessert, weil es bspw. auch mal Gemüse gibt. Wird man krank, kommt eine Heilerin, die im Übrigen auch schon vielen Europäern geholfen hat, mit ihren unkonventionellen Naturmitteln, und alles wird wieder gut, oft zumindest. Wer dann an ernstem Krebs erkrankt, stirbt ein paar Monate vorher, als bei uns, muss dafür aber auch nicht monatelang Subjekt wissenschaftlicher Begierde sein und kann sein Ende im trauten Kreise der Familie verbringen. Wer akute medizinische Hilfe benötigt ist sowieso meistens schlecht drann, wenn er nicht gerade in Manila oder Cebu City erkrankt. Das Krankenhaus auf Sibuyan Island hatte als technisches Glanzstück ein Blutdruckmessgerät und wenn der Arzt auf einer anderen Insel ist, kann es schon ein paar Tage dauern, bis jemand kommt, der weiß, was Blutdruck ist. Aber so ist es nun mal bei ca. 7.000 Inseln. Für manche ist der Weg zum Arzt eine Wochenreise.
Montag, 12. Maerz 2007 11:53:59
Masbate 3
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25. Tag: Ohne große Abenteuer, aber mit einem verschoßenen Elfmeter und einem 0 : 0 gegen Leverkusen muss ich nun also den Rückweg antreten. Das war nicht mein Tip! Zurück in Masbate gelingt es, wie man sieht, tatsächlich noch mal das Internet zu bemühen. Das waren dann wohl die letzten Berichte (die ich sogar von meinem Palm auf den pc bekommen habe) und Fotos. Der Rest kommt dann aus Hamburg. Als letztes noch ein paar allgemeinbildende Informationen, die ich hier so zusammengetragen habe. Ich werde mir jetzt noch ein Filette Peppe reinschieben und dann früh auf die Zweimeter machen, denn morgen muß ich schon um 6:00 Uhr am Airport sein. Also Grüße aus Masbate und Tschüß
Montag, 14. August 2006 12:39:56
Bukarest (Varna)
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Berge sind Schei.....
Moin, zurueck von unserem Inlandabenteuer sind wir nun wieder in Varna. Das mit den Bergen war im Grunde genommen ein Reinfall. Zwar ist es partiell sehr huebsch, aber meistens konnten wir davon nichts sehen, weil es geregnet hat, neblig war oder so truebe und grau, dass keine wahre Freude aufkommen konnte. Nachdem unsere Hollaender sich nach Sigisvara aufgemacht hatten haben wir uns noch an Sibiu versucht. Aber auch da das selbe Bild - alles nass! Also haben wir uns kurzentschlossen auf den Weg nach Bukarest gemacht und, siehe da, tatsaechlich wurde es waermer und trockener. Schon mal ein erster Ansatz. Fuer den absoluten Genuss waren wir mindestens 5 Jahre zu frueh hier, denn, wie fast im ganzen Land, ist auch Bukarest eine einzige Grossbaustelle. Man kann aber durchaus erkennen, dass es sich in 5 - 10 Jahren lohnene wird, die Stadt zu besuchen. Viele schoene alte Gebaeude warten auf ihre Restaurierung und werden sicher irgendwann ihren alten Glanz wieder bekommen. Fuer uns war ein Tag genug und so ging es am Sonntag wieder zurueck an die Kueste nach Varna. Hier werden wir noch 2 Strandtage einlegen, bevor es am Mittwoch schon wieder nach Hause geht. Hier ist wettermaessig wieder alles im Lot. An die Temperaturen muessen wir uns direkt wieder gewoehnen. Aber schoen, dass man hier keine nassen Fuesse bekommt, jedenfalls nicht in den Strassen. Viele Gruesse aus Varna und bis bald in Hamburg oder wo auch immer. Bernd
Montag, 7. August 2006 016:45:03
Brasov - Kronstadt
http://www.brasov.ro
Brasov - Das alte Rathaus von Kronstadt
Nun sind wir also in Brasov, dem frueheren Kronstadt. Zwar waren die Hollaender einen Tag vorher losgefahren, aber wir waren 1 Stunde eher da. Also trafen wir uns am Bahnhof, der stark an Westeuropaeische Standards herankommt. Das gesamte Elend der Stadt versammelt sich, der eine oder andere Drogenabhaengige ist dem Jenseits naeher als dem Diesseits und man ist spomtan geneigt alles festzuhalten. Taxi (Da wir jetzt zu sechst reisten gleich zwei), und auf gehts zur Hotelsuche. Gar nicht so einfach hier: Es ist Sonabend Abend und die Stadt ist voll. Also muessen wir 150 LEI (Das sind ueber 40 Euronen!) berappen und in der Pennsion Kronstadt mit free Internetaccess und Wlan uebernachten. Immerhin ist das Fruehstueck dabei. Kim und Daniel haben sich prima angefreundet und wir sind erstaunt, wie gut die beiden sich auf English verstaendigen koennen. Nachdem wir dann am naechsten Morgen eine guenstigere Alternative gefunden haben gehts zum Stadtbummel und mit dem Cablecar auf den Hausberg. Halben Berg runter - halben Berg wieder rauf und mit dem Cablecar wieder runter. So'n Quatsch! Da haetten wir doch auch gleich unten bleiben koennen. Dann in eine romaenische Gartenkneipe auf unterstem Niveau und schnell ein paar Biere und etwas Misci (so ne Art Chivappchichi), bevor wir zum Einkauf schreiten. Heute gibts naemlich Pasta - made by our self. Nun sitzten wir hier gerade alle vor einem PC und ueberbruecken die Zeit, in der es draussen die beruehmten jungen Hunde regnet. Wer soll das blos alles nachher wieder weg machen :-). Heute wird das Abendprogramm wie gestern ablaufen, also muss ich jetzt wieder in die niveauvolle Gartenkneipe. Also Tschuess! Bernd
Montag, 7. August 2006 016:26:10
Donaudelta (Brasov)
http://www.deltadunarii.ro
Donaudelta - Natur Pur
Moin! Endlich wieder online. Nun waren es 9 Tage ohne Webaccess, das ist schon fast Hoechststrafe, aber nun gibt endlich neues. Nach den ersten Tagen an der Kueste ging es mit Minibussen ueber Constanta nach Tulcea, dem Hauptort im Donaudelta. Die Tour ging relativ einfach und wir waren schon am spaeten Nachmittag im Hotel Europolis. Direkt beim Einchecken spricht uns auch schon "the Manager" an und wir werden fuer den naechsten Morgen zur Donautour eingebucht. Klar - das ist ja eigentlich auch der Grund, warum man ins Donaudelta faehrt. Nach der wasweissichwievielten Pizza eine kurze Nachtruhe, denn um 9:00 Uhr geht es los und wir wollen ja vorher noch das sizialistische Fruehstueck geniessen. Dem morbiden Charme dieser spaetsozialistischern "InterRaststaette" kann man sich nicht entziehen. Also Omelette und Brot und schon gehts ab aufs Boot. Mit uns unterwegs sind ein Deutscher, der mit dem Kajak gekommen ist (aus Budapest), Zwei Schweizerinnen und eine Familie aus Slovenien. Ab gehts auf einem der Hauptarme 25 km den Fluss runter und dann nach links ins Gemuese. Bedingt durch den lauten Motor laesst sich der Naturerlebniss am Besten so Beschreiben: Wir haben viele Voegel wegfliegen sehen! Aber huebsch ist es schon. Zum Mittagessen gehts nach Mila 23 (Seemeile 23 von der Muendung gerechnet). Erstmal ein Schnaeppschen und dann Wein zum Fisch, damit man den Schmerz nicht merkt, wenn einem das Graetenzeug im Hals klemmt. Ich liebe Kaept'n Iglo! Nach dem Essen entsprechend lustiger wieder zurueck durch kleine Kanaele und Nebenlaeufe. Das Mekongdelta kann da schon mithalten, aber ein schoener Trip war es schon. Tags darauf machen wir uns auf, mit der Faehre nach Sulina zu fahren. Sulina liegt ganz am Ende, wo die Donau wirklich ins Schwarze Meer fliesst. Die Faehre startet um 13:30 Uhr und benoetigt fuer die ca. 60 km ungefaehr 4 Sunden. Wir sind also gegen 18:00 Uhr vor Ort und werden sofort von Serge in Empfang genommen, der natuerlich ein Zimmer fuer uns hat und auch ansonsten alles managen wird. Also erstmal ein Haeppchen nehmen und dann dann noch ein Schwaetzchen mit der Touristengemeinde, die Serge schon versammelt hat und wieder muessen wir am naechsten Morgen um 9:00 Uhr starten, um uns dann die zweite Seite des Deltas anzusehen. Diesmal ist das Boot zwar kliener, aber deswegen nicht minder laut. Also sehen wir wieder viele Voegel wegfliegen. Zwischendurch ein Badespass in der Donau und der Besuch eines kleinen Dorfes, das eigentlich fast vom Unkraut zugewuchert ist. Aber HALT! WAS IST DAS? Das Unkraut ist gar kein Unkraut. Es handelt um wunderbares Grass. Es ist kaum zu glauben, hier waechst Marihuana am Strassenrand, wie bei uns Brennesseln. Und dass ist der Moment, wo unser Akku leer ist. Es wird uns wahrscheinlich nie jemand glauben. Spaeter am Abend treffen sich die Touris am Strand und dann in der Bar. Kim trifft Daniel aus Amsterdam und schon haben wir eine Verabredung in Brasov (Kronstadt) zu einem Deutsch - Hollaendischem Urlaubsabschnitt. Den naechsten Tag verbringen wir mehr oder weniger ruhend. Ein kurzer Besuch im Museum und auf dem Leuchtturm und dann ein wenig Strand. Nach dem Essen schnell ins Bett, denn es ist Urlaub und wir stehen am naechsten Morgen wieder um 5:30 Uhr auf, um das Schnellboot nach Tulcea, dann den Bus nach Galatie und den naechsten nach Brasov zu bekommen.
Samstag, 29. Juli 2006 18:23:57
Mangalia
http://www.mangalia.ro
Grad ist es waermer!
Hallo,
nur mal kurz zur Lage: Wir sind mit Bussen und Taxi ueber die Grenze nach Romaenien und jetzt gerade in Mangalia. Hier ist es ziemlich nett und wir machen ein wenig Beachurlaub. Uebermorgengeht es dann erstmal ins Donaudelta zum Paddeln und Natur gucken.Etwas gewoehnungsbeduerftig ist hier die Waehrung. Es gibt neue Lei und alte. 1 neuer Lei entspricht 10.000 Alten. Man kommt da manchmal etwas durcheinander. Das Geld ist quasi aus Plastik und liegt etwas komisch in der Hand. Also jetzt noch ein bisschen Strand und dann kommen die News aus der Wildniss. Bis denn - Bernd
Donnerstag, 27. Juli 2006 15:56:45
Varna - Bulgarien
http://www.schmidt-hh.com
Varna View - Am Schwarzen Meer
Hallo und Willkommen in unserem Urlaubsreport. Es hat uns wieder mal in den Urlaub getrieben und unser Ziel heisst Romaenien. Gerade sind wir in Varna (Bulgarien), weil der Flug dorthin fuer 129,00 Euro zu haben war und da macht man doch gerne einen kleinen Umweg. Jetzt also Gruesse aus Varna, bevor es morgen dann ueber die Grenze geht. Wir werden erstmal 3 Tage an der Kueste verbringen und dann geht es in die Wallachai und im zweiten Schritt nach Transsylvanien. Wir werden uns Draculas Schloss ansehen und hoffen nicht gebissen zu werden. Romaenien soll sehr nett sein, wenn man den Berichten im Web Glauben schencken darf, also werden wir das mal antesten. Unsere ersten drei Urlaubstage verbrachten wir uebrigens in Parchim (naja, nicht aus Ueberzeugung sondern weil von dort der Flieger ging), einer 20000 Seelen Kleinstadt 40 km suedwestlich von Schwerin. Sagen wir mal so: Man hat auch nicht wirklich viel im Leben verpasst, wenn man nicht dort war aber es ist ruhig und nett. Jetzt werden wir wohl noch einmal ins Schwarze Meer stippen und dann kommt die uebliche Urlaubsabendprozedur mit essen, trincken, ... . Also erstmal genug der noch etwas inhaltsschwachen Worte. Ich melde mich ...in case of the bit... oder wenn es onst was zu berichten gibt. Viele Gruesse und allen einen schoenen Sommer. Bernd Gruesse natuerlich auch von Petra und Kim
Samstag, 15. Juli 2006 20:10:13
Hamburg
http://www.schmidt-hh.com
Flagge
Rumänien heisst das nächste Ziel. Die ganze Familie wird sich am 23.Juli in Bewegung setzen, um zunächst nach Parchim aufzubrechen, von wo unser Flug am 26.Juli nach Varna startet. Zwei Nächte werden wir dann dort verbringen, bevor es Richtung Norden über die Grenze nach Rumänien geht. Die Walachai und Transsylvanien werden den Schwerpunkt bilden, Dracula's castle eingeschlossen. Mal sehen, ob wir noch Blut in den Adern haben, wenn wir wiederkommen. Berichte und Bilder, wie immer, auf dieser Seite. Bernd
Sonntag,
26. Maerz 2006 23:19:47
Hamburg
Philippinen
- Bilder und Bericht

Flagge
Hallo, unter dem obigen Link stehen jetzt die Bilder von den Philippinen
zur Verfügung. Gruß und Taschüs, Bernd
Samstag,
18. Maerz 2006 13:16:13
Hamburg
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Chocolate Hills
Scheiße - es liegt Schnee! Das kann ja wohl nicht wahr sein. Ein Temperatursturz
von immerhin 34° C und die weiße Pracht haben mich in Hamburg begrüßt.
Da ist man dann doch sofort auf dem Boden der Realität angekommen. Die
letzte Etappe meiner Reise war, wie erwartet, unspektakulär. In Manila
noch etwas Schoppen und dann morgens zum Airport und ab in den Kühlschrank
"Europa". Warum tut man sich das an und fliegt freiwillig in ein Land,
wo man die Wohnung aufheizt statt abzukühlen. Bleibt zunächst nur die
Hoffnung auf den nächsten Urlaub und vieleicht zwischenzeitlich nochmal
Tauwetter in old Germany. Demnächst gibt es hier den etwas ausführlicheren
Reisebericht. Bis dahin erst einmal letzte Grüße aus der Urlaubswelt.
Bernd
Mittwoch,
15. Maerz 2006 10:21:01
Cebu City
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Tarsier
Uebrigens! Ich habe es diesmal tatsaechlich geschafft, ein paar Bilder
in die Galerie zu laden. Also - guckt mal rein!
Mittwoch,
15. Maerz 2006 10:16:01
Cebu City
http://www.schmidt-hh.com

Schnorcheln am Alona Beach
Moin, nach langer Pause bin ich wieder online. Von Maasin ging es tatsaechlich
am 2. Tag mit einer kleinen Auslegerfaehre nach Ubay auf der Insel Bohol.
Von dort erreicht man nach ca. 3 Stunden mit dem Bus die Chocolate Hills.
Das Hotel liegt wunderschoen auf einem der Hills mit einem Traumpanorama.
Vollkommen ruhig residierte ich also mittendrinn. Am naechsten Morgen
dann eine Mopedtour durch die Chocolate Hills, die wirklich wunderschoen,
wenn auch zur Zeit mehr gruen als Schokodalenbraun sind. Der Mopedfahrer
machte den guten Vorschlag, am Nachmittag direkt zum Alona Beach zu
fahren und auf dem Weg noch einiges anzusehen. Also gemacht! Fuer 20
USD 5 Stunden den Arsch auf einem Moped plattsitzen, das ja genau das,
was man sich im Urlaub wuenscht. Erster Stopp nach dem Lanch ist dann
eine Haengebruecke, nach deren Ueberquerung den Mutigen dann zunaechst
ein "Eingebohrener" erwarten, der mit den Zaehnen eine Kokosnuss schaelt.
Gerade nichts fuer mein Provisorium, also mache ich es ihm nicht nach.
Die Milch einer frischen Kokosnuss rinnt mir da doch wesentlich schmerzfreier
durch die Kehle. Ein Stueck weiter des Weges erwarten uns dann die fliegenden
Hunde, Tarsier, wie sie eigentlich heissen. Leider auch noch nur noch
ein paar Restexemplare. Die Spezies ist am Aussterben. Mit einem Auslagerboot
geht es in die Tarsierheimat, einem Canyon mit Wasserfall. Ich koennte
Tarsier werden. Naechste Station ist die aelteste Kirche auf den Philippinen,
die vor allem Altar beeindruckt, der im Licht der Seitenfenster quasi
im Feuer steht. Als letztes steht der Besuch einer kleinen Hoehle auf
Panglau Island auf dem Programm. Hier wimmelt es vor Fledermaeusen und
unten erwartet einen ein kleiner Hoehlensee. Leider alles nichts fuer
den Standardblitz der Digitalkamera. Danach geht es zum Alona Beach,
der fuer die naechsten 4 Tage meine letzte Stranddestination ist. Hier
verbringt man den Tag mit Tauchen und Schnorcheln, ich also mit Schnorcheln.
Fische absolut klasse, alles bis zu Schildkroeten umd kleine Haie, manchmal
soll man sogar Seeschlangen sehen. Leider hat das Riff durch jahrelange
Dynamitfischerei sehr gelitten sodass sich die Korallenvielfalt eher
in Grenzen haelt. Abends gibts dann das auf den Tisch, was man von tagsueber
schon kennt. Mein Liebling ist der Lapulapu, benannt nach dem Nationalelden,
der Margelan en Garaus bereitete. Ein Mal fuer Helden. Danach noch ein
paar RhumCoke und jeder wird einsehen, dass man dabei natuerlich keine
Zeit mehr fuer ein Internetcafe findet. Die groesste Show ist hier ein
Kicker, dem bei der Lieferung wohl 2 Ersatzfiguren beigefuegt wurden.
Das hat hier aber niemand verstanden, also wird jetzt mit 2 Torwaechtern
und 11 Feldspielern gekickt. Dummerweise stehen die Verteidiger auch
noch hinter dem gegnerischen Sturm und das Mittelfeld auf der falschen
Seite der Mittellinie. Also ein abenteuerliches Spiel. Die Abende sind
also gesichert. Fressen, Saufen, Kickern, wie man sich das eigentlich
so vorstellt. Nach 4 Tagen war dann gestern Schluss und der Oceanjet
brachte mich wieder nach Cebu City zurueck. Ja - und heute war es dann
soweit - endlich kamen wieder Knabberleisten auf die Schleifstumpen
und meine Zeit als Kieferkrueppel ist beendet. Fuehlt sich bis jetzt
ganz gut an. In Deutschland bin ich noch nie so zuvorkommend und "pailless"
behandelt worden. Rechnung in Euro ist auch selbstverstaendlich. Schaun
wir mal, was die Kasse dazu sagt. Danach dann eine Tempeltour durch
Cebu City. Jhrhunderte alte Handelsbeziehungen nach China haben hier
einiges an Taotempeln entstehen lassen. Ein erholsamer Nachmittag im
Schatten des Heavenly Temple of Charity rundete das Programm dann ab.
Nun ruft auch scon bald wieder das Dinner, mal mit wieder mit richtigen
Waffen im Mund. Morgen gehts mit Cebu Pacific Airlines nach Manila und
Uebermorgen ist es leider dann schon wieder Schluss mit Lustig. Schade!
Also - wohl der letzte Gruss von den Philippinen. Letzte Meldungen dann
aus Hamburg. Bernd
Mittwoch,
8. Maerz 2006 010:27:09
Maasin - Suedleyte
http://www.schmidt-hh.com

Frau beim Holz bearbeiten
Hallo aus Leyte. Tatsaechlich bin ich nun in Suedleyte, wo ich eigentlich
gar nicht hin wollte. Watt'n Glueck, dass ich doch hier bin. Die Insel
ist wunderschoen und von dem Erdrutsch ist hier in Maasin, der Provinzhauptstadt
nichts zu spuehren. Das Leben spielte mir grad wieder einen Streich,
denn die angekuendigte Faehre nach Bohol kam einfach nicht. Nun (17:00
Uhr) ist zwar eine da, aber die faehrt erst Morgen. Also geniesse ich
diesen kleinen Kuestenort noch einen weiteren Tag, was wahrlich keine
Schmerzen bereitet. Klein und beschaulich ist es hier. Es gibt exakt
ein Hotel und ein Restaurant, wo man den Umgang mit Touristen auch eher
noch etwas ueben muss. Aber 1. Klasse alles. Gerade habe ich mir die
Strapaze gegeben, den Schrein der Mama Marie zu erklimmen. Natuerlich
genau um die Mittagszeit. Viele Stuffen und eine Luftfeuchtigkeit, die
Schweisstreibend ist. Von der Idee, die Regenzeit koennte voebei sein,
habe ich mich lange verabschiedet, aber dafuer ist hier alles gruen,
manches steht allerdings auch knietief im Wasser. Die hiesiegen Credos
der Schulpolitik habe ich waehrend der Busfahrt an der Kueste von Leyte
erfahren. Es gibt drei bis vier interessante Thesen, die von jeder Schule
prangen: 1. School has to be a Childfriendly School! 2. Evry Child a
Reader - evry Reader a Learner! 3. Learn and enjoy 4. No ID, no Uniform,
no Shoes = NO ENTRY! Scheinbar nutzen die Kinder das nicht um sich den
Eintritt verwehren zu lassen. Eigentlich haben die Thesen doch was fuer
sich. Ich komme mehr und mehr zu dem Schluss, dass wir in Deutschland
irgendwas grundlegend falsch machen. Ich werde also gerade zum Leytefan
und fange an, mich mit den oertlichen Werten anzufreunden. Morgen geht
es nun endueltig weiter nach Bohol, wo die Chocolate Hills warten, die
allerdings aufgrund der Regenzeit treffender mit Waldmeister Hills zu
beschreiben sind (Chocolate Hills gibt nur bei vertrocknetem Grass).
Danach geht es wieder an die Kueste auf eine vorgelagerte Insel zum
Wale gucken. Ja - und dann naht auch schon der Tag, an dem meine Bruecken
fertig sind. Also, es bleibt weiter spannend. Ich melde mich. Gruesse
aus Maasin und sorgt dafuer, dass in Deutschland der Schnee schmilzt.
Bernd
Montag,
6. Maerz 2006 013:44:11
Leyte - da wo der Erdrutsch war
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Leyte
- Sonnenuntergang
So mal schnell wieder ein paar Lebenszeichen! Gerade bin ich auf der
Insel Leyte angekommen, das ist die mit dem Erdrutsch. Zunaechst waren
zwei Tage relaxen am Strand von Malapascua Island angesagt. Eine Trauminsel,
wie man sie sich so vorstellt. Weisser Strand, kaltes Bier und vernuenftiges
Futter. Hat alles gestimmt. Von Malapascua bin ich dann ueber die Nordspitze
von Cebu - der Ort heisst bezeichnender Weise Maja und man denkt manchmal
tatsaechlich man haette eine eben solchen vor sich - nach Leyte gefahren.
Die Alternative haette bedeutet, wieder ueber Cebu City zu fahren und
da muss ich am Ende ja eh noch die Bruecken abholen, also lieber Neuland
entdecken. Nordleyte sieht normalerweise (ich unterstelle dabei, dass
alles NORMAL war, was ich gesehen habe) so aus, wie Suedleyte nach dem
Erdrutsch. Fuer 10 km braucht man eine gute Stunde mit dem Bus. Schlammpisten,
Schlagloecher, wo die beruehmten Elefanten drin spielen und Steigungen,
die schon einem Gelaendewagen etwas abverlangen. Der Bus hat da alles
geschaft und mich gleich mit. Da wo meine Knie anfangen hoert die Beinfreiheit
auf und in der Breite finden drei Menschen Platz, wo zu Hause einer
sitzt. Ich weiss gar nicht, was mich geritten hat, jetzt schon wieder
vorm PC zu sitzten. Also ich steh jetzt lieber wieder auf und vertrete
mit ein wenig die Beine. Morgen gehts Richtung Sueden zur Faehre nach
Bohol, wo dann die Chocolate Hills warten. Ich lass von mir hoeren und
gruesse von Kurz vor der Katastrophe. Bernd
Donnerstag,
2. Maerz 2006 013:56:24
Cebu City
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Philippinisches Spanferkel
So, nun gibt es noch mal kurz Neuigkeiten aus der Welt der Medizin,
fuer alle Zahnkraken. Heute war es also soeweit, mein erstes Date beim
Dentisten in Cebu. Natuerlich geht man da mit gemischten Gefuehlen hin,
ich im Uebrigen sowieso immer, wenn es um Zahnarzt geht. Nun ist das
anders! Ich will nicht sagen, dass es unbedingt schoen ist, wenn man
sich die Zaehne abschleifen laesst fuer Bruecken und Kronen, aber allemal
angenhemer als bei jedem deutschen Zahnarzt. Der Mann hat sich direkt
4,5 Studen mit mir beschaeftigt, ohne auch nur einmal etwas anderes
zu tun. Gespuehrt habe ich von all dem gar nichts. Das moechte ich mal
bei einem deutschen Zahnarzt erleben. Erste Klasse hier, die Behandlung.
Er hat sich allein mit dem Provisorium eine gute Stunde beschaeftigt.
Wunderbare Narkose, die auch schon wieder weg war, als ic die Praxis
verliess. Also nicht die Gefahr, dass man sich schon im Treppenhaus
auf die Lippe tritt. Wenn die endgueltige Bruecke dem entspricht, was
ich hier bislang erlebt habe, dann geht es zukuenftig fuer jeden Zahnersatz
auf die Philippinen. Ich werde also ueber das abschliessende Ergebniss
berichten. Morgen geht das Island Hopping los. Als erstes ist Malapascua
angesagt, eine kleine Insel im Norden von Cebu. Ihr koennt also davon
ausgehen, dass ich Morgen Nachmittag im Ozean duemmple und es mit gut
gehen lasse. Abends sehe ich mich dann in einem Strandrestaurant bei
frischem Seafood. Noch jemand Fragen? Erstamsl viele Gruesse von Bernd,
der sich gerade an sein Provisorium gewoehnt.
Dienstag,
28. Februar 2006 15:36:43
Cebu City
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Die Reisterassen von Banaue
Hallo und Gruesse von den Philippinen! Nun kommen endlich die neusten
Infos aus dem Urlaub. Es war schon alles ein Abenteuer. Das ganze begann
ja in Manila. Die Stadt ist voellig unspaktakulaer und deshalb habe
ich sie auch nach 2 Tagen Ruhe am Pool verlassen. Naechstes Ziel war
Angeles, die einzige Stadt, in der es einen Motorradverleih gibt. Meine
vorbestellte Honda Transalb wurde eine Yamaha Teneree. Also los damit!
Der erste Tag fuehrte mich zu dem versunkenen Vorort von San Fernando.
Hier hat damals der Mount Pinatubo zugeschlagen und im gesamten Ort
das erste Erdgeschoss zum Keller gemacht. Die Kirche ist seit dem auch
nur noch oberhalb des Portals zu betreten. Als ich dann zum Heimweg
aufbrechen will, das erste Malleur: Der freundliche Mechaniker hat vergessen
die eine Haelfte des Radlagers einzubauen. Ein WUnder, dass ich damit
50 km fahren konnte, ohne es zu merken. Also Verleih anrufen und abholen
lassen. 2 Stunden spaeter war alles wieder gut und das Motorrad stand
repariert vor der Tuer. Also am naechsten Tag ein neuer Versuch. Deismal
soll es zum Mount Pinatubo gehen, aber Fehlanzeige, man kommt nicht
mal in die Naehe. Also wieder zurueck und auch fast geschaft. Erst als
ich vor dem Hotel links abbiegen will meint ein heimisches Trike (Moped
mit Beiwagen) mich beim Linksabbiegen links ueberholen zu muessen. Zack
- das erste Mal auf die Schnauze gefallen. Leichte Abschuerfungen und
Verbrennung, aber das kann einen ja nicht wirklich vom Hocker hauen.
Den Abend habe ich dann notduerftig zum erholen genutzt, denn am naechsten
Morgen ging es in Richtung Banaue zu den Reisterassen. Dieser Tripp
laesst sich zunaechst ganz gut angehen, nur klappt die Zeitplanung nicht
so ganz. Dachte ich doch, man faehrt da in einem Tag hin. Nicht so auf
philippinischen Strassen. Also - erste Uebernachtung in den Bergen,
100 km vor Banaue. Eigentlich ging es bis dahin recht gut. Eine atemberaubende
Strasse durch die Berge. Ueber einen Pass in 2400 m Hoehe. Dort faehrt
man direkt durch die Wolken. Wahnsinn! Naturlich ist mir einmal das
Motorrad umgekippt, man faellt ja doch gerne mal wieder drauf rein und
denkt nicht daran, Enduros mit bloedem Seitenstaender Bergauf zu parken.
Also die naechste kleine Blesur. Am naechsten Tag dann noch schnell
die letzten 100 km! Denkste! Direkt nach dem Hotel wandelt sich die
bis dahin recht ordentliche Strasse in eine Offroadpiste. Die 100 km
brauchen somit gut 6 Stunden und bieten alles, was man sich so zwischen
Paris und Dakar vorstellt: Felsenpiste, Tiefsand, Schlamm, fiese Spurrillen,
spitze Steine, der Marke "Reifenkiller" und hinter jeder Kurve wieder
eine neue Ueberraschung. Nachmittags ist das Ziel so rechtzeitig erreicht,
dass ich immerhin noch einen Blick auf die Terassen werfen kann. Fuer
ausfuehrlichere Erkundungen ist es leider zu spaet und am naechsten
Morgen muss ich auch schon wieder los, weil abends die Maschiene zurueck
sein muss. Die Ruecktour verlaeuft, bis auf einen Sturz im Tiefsand
ganz relaxt. Die Bilanz von 5 Tagen Motorrad: Zwei ledierte Schienbeine,
Ein blauer Fuss und ein verstauchter Fuss, aber dass kann einen echten
Abenteurer ja alles nicht aus der Fassung bringen. Montag Morgen geht
es dann ziemlich frueh nach Manila, wo die Faehre wartet, allerdings,
wie kann es anders sein, weit spaeter, als erwartet. Ich verbringe den
Tag also am Superferry - Terminal. Die Faehrfahrt dann eine wahre Pracht.
Ich habe richtig auf die Tonne geloppt und erste Klasse gebucht. Also
geht es richtig nobel - hobel nach Cebu City. Die Tatsache, dass ich
diesen Bericht verfasse, besagt schon, dass eigentlich alles ganz gut
gelaufen ist. Morgen werde ich mal beim Zahnarzt meines Vertrauens vorsprechen
und auf die Inseln aufbrechen. Auch, wenn das jetzt vieleicht alles
nicht so klingt, irgendwie fuehl ich ich tatsaechlich schon ganz gut
erholt. Nur die amerikanische Tastatur treibt mich schon wieder in den
Wahnsinn. Also, bevor es soweit ist, mache ich jetzt Schluss. Viele
Gruesse von den Philippinen und bis bald, mit den naechsten Abenteuern.
Bernd
Dienstag,
21. 0Februar 2006 6:46:35
Manila
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Manila - Skyline
ICH BIN DA! Nach 12stuendigem Flug und einer etwas in die Laenge gezogenen
Hotelanreise mit dem Shuttlebus konnte ich gester Mittag die Beine ausstrecken
und endlich eine grosse Muetze voll Schlaf nachholen. Im Flieger konnte
ich, wie ueblich, kein Auge richtig zu kriegen. Bevor ich meinen Motorradtrip
nach Nordluzon, insbesondere zu den Reisterassen bei Banaue, starte
werde ich jetzt 2 Tage abspannen und nur zwischen Bett, Pool und Bar
wandern. Dank der Freien und Hansestadt Hamburg (Wieso heisst die Abkuerzung
eigentlich TUI) habe ich mir das verdient. Dieser Ausflug zum Internetcafe
bleibt die Ausnahme. Erster Eindruck: Manila ist kein Grund, die Philippinen
zu besuchen. Riesig gross, laut und unspektakulaer. Points of interrest
gibt es eher gar nicht und schoen ist auch alles andere, also gibt es
auch keinen Grund das Hotel zu verlassen. Ich habe aber auch nichts
anderes erwartet. Das Wetter ist durchwachsen, da die Regenzeit dies
Jahr scheinbar etwas laenger dauert. Erdrutsche habe ich noch nich gesehen,
das schein sich wirklich nur auf Leyte abzuspielen. Ich muss jetzt dringend
wieder an den Pool und melde mich dann waehrend meines Motorradtripps
oder danach. Erstmal viele Gruesse von den Philippinen. Bernd
Mittwoch,
8. Februar 2006 020:29:21
Hamburg
Landkarte

Philippinen
t = -10 Tage! Es geht wieder los! Die Philippinen sind Ziel und am 20.02.2006
hoffentlich erreicht. Diesmal mache ich die Solotour, da Kim beschloss,
in Deutschland Urlaub zu machen. Am 19.02. geht es los, erst Schippol
dann nach Manila. Nach den ersten Tagen im Grossraum Manila werde ich
dann mit einer Honda Transalp in die Berge nach Nordluzon aufbrechen.
Die Reisterassen dort werden als das 8. Weltwunder bezeichnet. schaun
mir ma. Also, die News und Reiseberichte dann wieder direkt von der
Quelle. Bis dahin, Bernd
Mittwoch,
10. August 2005 15:15:37
Hamburg
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Kiew - Morgens um 8 am Bahnhof
10.08.2005 Nun sind wir wieder in Hamburg, was ja gar nicht so überraschend
ist. Als kleine Überraschung gibt es jetzt aber die ersten Bilder. Der
Link zur Bildergalerie befindet sich oben! Viele Grüße und "bis zum
nächsten Urlaub"! Petra, Bernd und Kim
Samstag,
6. August 2005 015:38:38
Kiew
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Kiew - Das Höhlenkloster
06.08.2005 16:35 Hallo - nach wunderschoenen Tagen bei Natascha in Odessa
sind wir nun wieder in Kiew und gehen dem Ende unserer Reise entgegen.
Wir werden hier noch das Hoehlenkloster besuchen und es etwas ruhig
angehen lassen, bevor wir am Montag Morgen den Zug nach Berlin besteigen.
Ankunft in Hamburg dann am 09.08.2005 um 14:31 Uhr am Gleis 5 im Hamburger
Hauptbahnhof. Odessa war wirklich eine Reise wert. Besonders da wir
privat bei Natascha untergekommen sind. Man bekommt ja doch etwas mehr
vom "normalen" Leben mit. Die Stadt ist klasse und vereint Grossstadt
und Badeort, denn die schoensten Straende gibt es wohl in Odessa. Wir
haben die Tage sehr genossen. Die Bahnfahrt nach Kiew war wohl die erste,
die wirklich puenktlich war, so kamen wir heute morgen um kurz vor Sieben
hier an. Mittlerweile haben wir ein schoenes privates Appartment und
nach dem Mittagessen sind somit die wichtigsten Dinge geklaert. Gerade
durften wir die Parade des Treffens der Polizeisportvereine miterleben
und endlich mal wieder deutsche Bullen sehen. Nicht mal in der Ukraine
bleibt man von ihnen verschont, aber fuer die Kinder gab es Karamellen
und damit hat auch die Parade ihren Zweck erfuellt. Wir werder also
jetzt noch unsere letzten zwei Tage hier verbringen und uns dann wieder
vom heimischen PC melden. Viele Gruesse aus Kiew von den Schmidts.
Mittwoch,
3. August 2005 011:24:51
Odessa
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Natascha aus Odessa
03.08.2005 13:15 Hallo, wir sind jetzt schon 4 Tage hier und werden
noch bis Freitag in Odessa bleiben. Die Stadt ist sehr schoen und hat
das Flair, was man als Hamburger von einer Hafenstadt erwartet. Wir
sind hier bei Natascha wunderbar untergekommen und geniessen es, dass
sie uns die Stadt zeigt und sich auch das Sprachproblem erheblich reduziert
hat. Heute stehen Hafen und Strand auf dem Programm. Freitag Abend werden
wir dann mit dem Zug nach Kiew fahren, was auch schon nicht mehr ganz
einfach war. Hier scheinen die Tickets staendig ausgebucht zu sein.
Soweit erstmal, denn mich reizt der Strand jetzt doch mehr als das ICafe.
Bis bald, Bernd
Montag,
1. August 2005 010:04:19
Odessa
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Der Strand von Odessa
01.08.2005 11:00 Dritter Teil: Die Fahrt nach Odessa dauerte lediglich
eine Stunde laenger als erwartet und am Bahnhof erwartet uns Natascha,
die wir schon am ersten Tag im Bahnhof von Kiew trafen. Wir werden bei
ihr und ihrer Schwester uebernachten. Die Anreise war natuerlich auch
wieder etwas spannen. Den ersten Bus von Yalta nach Simferopol, fuer
den wir Tickets hatten, gab es gar nicht. Dann halt eine Stunde spaeter
und hoffen, dass wir noch den Zug erreichen. Hat geklappt! Bei Natascha
erwartet uns ein Abendessen und man kann sagen, wir sind gut angekommen.
Den ersten Tag in Odessa verbringen wir am Strand UND DA IST ER, der
erste Sandstrand. Also rein ins Wasser und nie wieder raus. Hier ist
es naemlich auch wahnsinnig heiss und uns laeuft die Suppe nur so runter.
Unsere Weiterreise in die Westukraine nach L'wow wird nichts, da die
Zuege alle ausgebucht sind. So werden wir jetzt erstmal hier bleiben
und dann direkt nach Kiew fahren. Da es bei Natascha und ihrer Schwester
echt nett ist, ist das auch nicht schlimm. Ich werde mich also sicher
noch mal melden. Erstmal viele Gruesse aus Odessa und bis Bald.
Montag,
1. 0August 2005 09:53:43
Odessa - Krim
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Yalta - Das Schwalbennest
01.08.2005 10:30 Zweiter Teil: Das mit dem Bilderupload klappt hier
gar nicht. USB ist weitgehend unbekannt und so muss die Welt warten,
bis wir zu Hause sind. Hier geht es weiter mit der Krim. Der erste Tag
auf der Krim war ein wohlverdienter Strandtag. Nach den Bahnstrapazen
hatten wir uns das verdient. Kleine Ernuechterung: Die Krimstraende
sind allesamt Steinstraende, was uns erstmal etwas ernuechterte. Wetter:
Bullenhitze. Am zweiten Tag dann der Versuch, ein altes Tartaren dorf
zu finden. Eine Stunde Busfahrt - 3 km laufen, aber irgendwie kein Tartarendorf
zufinden. Marcel vergass seine Struempfe anzuziehen und hatte dann erste
Balsen, also wieder zurueck, 3 km laufen - eine Stunden Busfahrt. Gesamtbewertung:
Schade gehabt! Immerhin konnten wir noch unser naechstes Bahnticket
ohne Schlange kaufen. Wunderschoen war dann der Abend in Sewastopol.
Wir sassen am Wasser und hatten ein abenteuerliches Abendessen. Insgesamt
kann man feststellen, das Essen immer etwas mit Abenteuer zu tun hat.
Ausser Schaschlik, Kalamar, Borschtsch und Soljanka verstehen wir kaum,
was uns die Speisekarte sagen will. Also gibt es meistens ein Ueberaschungsessen.
Am naechsten Tag dann weiter nach Yalta. 2 Stunden mit dem Bus. Nachdem
wir ein Zimmer hatten (mit Blick aufs schwarze Meer) erstmal ein Bad
und wieder erwartet uns der Krimsteinstrand, aber man gewoehnt sich
ja an allen, selbst an Dativ :-). Am zweiten Tag dann Stadterkundung
und eine Schiffsfahrt zum Schwalbennest, einem wunderschoenen kleinen
Liebesnest, dass ein Deutscher einst seiner Gattin baute. Am dritten
Tag dann der Labadia Palast, wo einst Churchill, Rosewelt und Stalin
das Nachkriegseuropa kreierten. Danach mit der Seilbahn auf den hoechsten
Berg der Krim, den Ay Petri. Wunderschoen! Oben erwartet uns ein Panorameblick
und die Tatarengastronomie. Kim und ich besteigen die Bergspitze und
dann kann man halt einfach mal ueber ein paar Dinge hinweg sehen. Das
war auch schon der letzte Tag auf der Krim. Am naechsten Morgen geht
es mit Bussen und Bahn nach Odessa.
Montag,
1. 0August 2005 09:32:30
Odessa - Dnipropetrovsk
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Achterbahnfahren in Dnipropetrovsk
So - nun haben wir endlich ein I-Cafe gefunden. Die gibt es hier tatsaechlich
nicht an jeder Ecke. Ich fange dann mal vorne an. Von Kiew ging es mit
der Bahn nach Dnipropetrovsk. Der unterschied wurdw sofort deutlich.
Eine Stadt, die an die klassischen sozialistischen Metropolen erinnert.
Wir kamen ziemlich spaet an und hatten Glueck. Es gibt direckt ein Hotel
im Bahnhofagebaeude. Also rein da und Blick direckt auf Gleis 1. Am
naechsten Morgen dann erstmal Tickets fuer die naechste Etappe auf die
Krim kaufen. Kein Problem - denkste! Niemand sprach irgendwas, ausser
Russisch und die Schalterdame konnte uns gar nicht verstehen, gab aber
deutlich zu verstehen, dass es alles ziemlich voll ist. Wir wollten
ja gerne am selben Abend fahren. Letztlich rief ein Mann am Nebenschalter
eine Bekannte an, die English konnten und dolmetschte. Handy also immer
hin und her, aber es klappte. Erste Klasse ging noch was und so goennten
wir uns den Luxus. Schade, das die Fahrt nur ziemlich kurz war, zumindest
laut Fahrplan. Zunaechst machten wir dann mal eine Stadtrundfahrt mit
der Tram. Nach dem Mittag landeten wir auf einem Jahrmarkt und fuer
die Kinder war der Tag gerettet. So verging der Tag in Dnipropetrovsk
schnell und schon sassen wir wieder im Zug. Geplante Ankunft ca. 6:00
Uhr. Als ich erwachte war es 8:00 Uhr und von der Krim noch lange nichts
in Sicht. Wie sich spaeter herausstellte war die Hauptstrecke gesperrt
und wir wurden erstmal durch das halbe Land umgeleitet. Neue avisierte
Ankunft: 14:00 Uhr. Als wir in Sevastopol einfuhren war es schliesslich
21:00 Uhr und wir 24 Stunden unterwegs. Hat sich doch gelohnt mit der
ersten Klasse.
Donnerstag,
21. Juli 2005 20:07:12
Kiev
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Kiew - St. Michaelskloster
21.07.2005 21:07 Moin, noch mal schnell ein Hinweis. Wirklich ne Reise
wert ist Kiew. Wer haette das gedacht. Diese Stadt ist geradezu top
erhalten, sauber und wirklich wunderschoen. Wenn das hier so bleibt,
wird das ein Spitzenurlaub. Heute haben wir den Touristenrundgang gemacht
und sind von einem Staunen ins naechste gekommen. Ich hoffe ich kann
bald die ersten Bilder ins Netz stellen, sonst glaubt das ja keiner.
Das mit der Sprache wird hier das groesste Problem. Bislang hatten wir
immer Glueck, dass gerade jemand Deutsch oder English sprach, wenn wir
es brauchten, hoffentlich bleibt das so. ...und die bloede amerikanisch
- ukrainsche Computertastatur aaergert mich auch schon wieder. Also
wir leiden weiter. :-) Viele Gruessse aus Kiev und bis Bald - Bernd
Mittwoch,
20. Juli 2005 17:57:30
Kiev
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Kiew - Schöner Gigantismus
20.07.2005 18:52 Moin Hamburg! Wir sind in Kiev, haben tatsaechlich
ein Zimmer, das zwar nur 2 statt 4 Betten hat und nach ersten misslungenen
Versuchen auch das erste Geld aus dem Automaten bekommen. Also alles
im Lot. Kiev ist wunderschoen. Verglichen mit mancher ostdeutschen Stadt
ist hier alles sehr gut erhalten. Die Fahrt war natuerlich anstrengend.
24 Stunden Bahnfahrt sind halt kein Honigschlecken, aber wir haben es
alle gut ueberstanden. Marcel, unser Pflegekind, muss sich noch etwas
an "Urlaubmachen" gewoehnen, was aber wohl ganz gut gelingen wird. Heute
haben wir zunaechst unsere Rueckreise organisiert und die Tickets fuer
die naechste Etappe gekauft. Sowas dauert hier schon gerne mal 2 Stunden
und laenger. Danach dann ne Pizza und erstmal Stopover auf einem Spielplatz.
Nun sitzen wir in einem Internet - Grossraumcafe der Superlative. Was
wir hier machen lest ihr ja gerade. Morgen starten wir den grossen Kievrundgang
mit allem, was man sehen muss. Freitag fahren wir dann nach Dnipropetrovsk.
Von dort dann mehr. Vieleicht finden wir da dann auch ein Icafe mit
USB Anschluss und koennen ein paar Bilder uploaden. Erstmal viele Gruesse
aus der Ukraine von Bernd, Petra, Kim Leif und Jean Marcel
Montag,
20. Juni 2005 22:21:29
Hamburg
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Ukraine
Is wieder soweit! Ab 18.07. starten wir mit der ganzen Familie, einschließlich
Jean Marcel, unserem derzeitigen Pflegekind, in die Ukraine. Von Berlin
geht es mit der Bahn nach Kiev und dann auf Rundreise. Pünktlich zum
01.07. soll der erste Reiseführer (Lonely Planet) erscheinen. Wir hoffen
auf ihn. Bislang sind die Informationen noch sehr spährlich. Jedenfalls
werden wir neben Kiev auch Odessa und die Krim besuchen. Mal sehen,
was sonst noch ins Programm kommt. Wie gewohnt, gibt es hier wieder
die aktuelle Berichterstattung, jetzt mit update - Benachrichtigung.
Bernd
Donnerstag,
24. Maerz 2005 12:41:10
Phnom Penh Airport
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24.03.2005 18:40 Nun sitzen wir gerade in der Lounge von Bangkok Airways
und koennen gratis internetten, essen und trinken. Hier zaehlt der Kunde
noch etwas. Bis jetzt laeuft die Rueckreise planmaessig. Insofern hoffen
wir puenktlich in Frankfurt anzukommen. Viele Gruesse vom Phnom Penh
Airport und bis bald in Germany.
Mittwoch,
23. Maerz 2005 12:26:39
Sihanoukville
http://www.welcometocambodia.com/

Silberpadode in Phnom Penh
23.03.2005 18:30 Das war jetzt leider der letzte wirkliche Urlaubstag
am Strand von Sihanoukville. Hatten wir am Anfang noch viel vor, fuer
diese letzten drei Tage, so hat sich das doch auf beschauliche Ruhetage
reduziert. Immerhin konnte ich doch noch meine beiden Buecher lesen,
einige Angkor draught beer trinken und in der happy hour die caipirriniah
fuer 1,50 US$ geniessen. Morgen brechen wir auf. Erst mit dem Bus nach
PP, dann Flug nach Bangkok und dann der Mamutturn nach Frankfurt, wo
wir am 25.03. um 18:30 Uhr ankommen. Gottseidank ist dann erstmal Ostern
in Beilstein und wir koennen uns wieder entspannen. Also hiermit dann
die letzten Gruesse aus Asien von Kim und Bernd
Montag,
21. 0Maerz 2005 5:37:35
Sihanoukville
http://www.unkle-bobs.com

Kambodschas schoene Flagge
21.03.2005 11:40 Sihanoukville - Sommer, Sonne, Strand und Meer - was
kann man mahr wollen. Kim ist auch MEGAbegeistert, er hat Christian
getroffen, einen 5-jaehrigen deutschen Jungen, der hier mit seinen Eltern
lebt. Sein Vater ist Tauchlehrer und Kim hat schon sein erstes Tauchtraining
angebahnt. Darueber hinaus hat Christian wohl auch ein ziemlich deutsches
Kinderzimmer und so ist Kim jetzt wohl fuer laenger beschaeftigt. Vieleicht
schaffe ich es ja doch noch, mein Buch zu lesen. Phnom Penh war wunderschoen.
Ich lasse mich hinreissen, es zu meiner neuen Lieblingsstadt in SEAsia
zu kuehren. Die Stadt gefaellt. Sauber, keine mostroesen Mamutbauwerke,
viele Pagoden und alles im Khmerstil. Wenn das so bleibt, wird das wirklich
ein neies Mecka fuer Asienurlaube. Unser lunch auf der Terasse des FCC
(Foreign Corespondence Club) war zwar teuer aber einmalig mit Blick
ueber den Tonle Sap, der ein paar Meter weiter in den Mekong muendet.
Vier Stunden waren es dann am naechsten Morgen mit dem Bus nach Sihanoukville.
Gestern war es zum ankommen erst mal bedeckt. Heute ist das Wetter klasse.
Wir werden also jetzt noch ein weinig abhaengen. Die Grausamkeiten der
DFB Website schraenken den Genuss natuerlich etwas ein. Ich werde wohl
doch noch ein Angkor Beer mehr trincken muessen. Wahrscheinlich kommt
die naechste Botschaft dann schon wieder aus good old germany. Bis dahin
viele Gruesse. Bernd und Kim
Samstag,
19. 0Maerz 2005 5:39:12
Phnom Penh
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Don Det - 4000 Insel Land
19.03.2005 11:30 Nun sind wir wieder in der Zivilisation. Der letzte
Eintrag von Don Det hat immerhin fuer 50 Minuten Internet, ohne Frage
mit ueberragendem Ausblick 7,50 $ gekostet. Da habe ich mir ein weiteres
Mal Internet einfach erspart. Auf den Inseln im Suedern von Laos ist
es wirklich traumhaft. Wir haben die zwei Tage richtig genossen. Schon
auf der Anreise trafen wir Kay und Dalila aus Frankfurt, die ein Jahr
lang um die Welt reisen. Zusammen haben wir unser Inselprogramm gestaltet.
Am ersten Tag eine wunderschoene Kajakfahrt auf dem Mekong. Immer, wenn
es zu heiss wird steuert man eine Insel an und springt in den Fluss.
So laesst es sich aushalten. Die Abende sind wie in Thailand vor 20
Jahren. Ueberall ausgeflippte Typen, alles riecht nach Dope und das
beerlao fliesst in Stroemen. Der zweite Tag war dann von unserem Ausflug
zu den Irrawaddy (Fluss-) Delfinen und dem groessten Wasserfall Suedostasiens
gepraegt. Die Delfine sind leider nicht so ganz "Flippermaessig" drauf
und so kann man sie eher erahnen als wirklich beobachten. Aber immerhin
konnten wir sie sehen. Schon beeindruckender ist dann der Khon Phapheng
Wasserfall. Tatsaechlich fliesst hier auch in der Trockenzeit Wasser
und es ist ein wunderschoener Blick ueber die Landschaft. Den Nachmittag
haben wir dann wieder im Mekong verduempelt und die Seele regelmaessig
mit beerlao gekuehlt. Ein Leben, wie im Paradies. Am 18.03. ging es
dann wieder weiter. Erst mit Boot und TuckTuck an die Grenze, die sehr
einfach zu ueberqueren ist. Dann eine abenteuerliche Speedboatfahrt
nach Stung Treng. Mit 100 km/h in einem offenen Boot ueber den Mekong
ist schon gewoehnungsbeduerftig. Nach einem ausgedehnten Mittagessen
in Stung Treng sind wir dann gleich weiter mit einem PKW nach Phnom
Penh. Eine Fahrt, die kaum zu ueberbieten ist. Schon die 5 Passagiere
sind fuer einen PKW ja eine gewisse Herausforderung. Das wird aber noch
dadurch getoppt, dass die Fahrer nicht alleine sitzt sondern noch einen
weiteren Fahrgast auf dem Schoss hat, also insgesammt 7 Menschen in
einem Auto. Die Strasse von Stung Treng nach Kratie ist so schlecht,
dass man spekulieren kann, dass es ohne Strasse fast schneller ginge.
Erst hinter Kratie wurde es etwas besser, was ungefaehr bedeutet, dass
sich die Strasse einem bundesdeutschen landwirtschaftlichen Fahrweg
annaeherte. Schlussendlich war der Arsch ziemlich durgesessen, als wir
gegen 22:00 Uhr Phnom Penh erreichten. Der Rest des Tages war dann einfach:
Pizza, Beer, Bett. Heute morgen gelang es dann spontan, den Rueckflug
von Phnom Penh zu buchen sodass wir also noch einen ruhigen Tag in PP
machen koennen und dann maorgen nach Shinoukville an die Kueste starten.
PP ist, wie immer, nett. Eine Stadt, in der man es ohne Not ein paar
Tage aushalten kann. Wir gucken also jetzt noch mal ein wenig durch
die Stadt. Also bis zum naechsten Mal, wohl vom Badestrand. Gruesse
aus Kambodscha. Kim und Bernd
Dienstag,
15. 0Maerz 2005 8:41:51
Don Det - 4000 Insel Land
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Markt in Lung Prabang
15.03.2005 14:38 Nun sind wir im "4000 - Insel - Land" angekommen. Luang
Prabang sellte sich als weniger specktakulaer als erwartet heraus. Wir
haben uns die Stadt einen Tag lang angesehen. Tempel, Kloester und Stupas
gibt es reichlich, doch nichts wirklich beeindruckendes, wenn man Myanmar
und Angkor kennt. So laesst sich ohnehin sagen, wegen der buddhistischen
Staetten braucht niemand eine Reise nach Laos zu machen. Sonst gefaellt
es uns aber sehr gut. Gerade haben wir wieder einen ziemlichen Toerm
hinter uns gebracht. Gestern Abend sind wir, by Air, in Luang Prabang
gestartet, heute morgen ging es dann nach einer kurzen Nacht (4:15 Uhr
war wake up) mit dem Flieger nach Pakse. Dort dann gleich weiter zum
Southern Bus Terminal, wo wir dann schneller als gedacht in einem LKWBus
Platz nahmen. 3 Stunden bis zur Faehre nach Don Det waren kein Honig
schlecken, aber so lernt man kennen, wie die Einheimischen so reisen.
Auf der Insel angekommen stellte sich erstmal das Problem, ein Zimmer
zu bekommen, denn diese Insel ist fuer die vorhandenen Betten etwas
ueberlaufen. Kim hat unser Problem dann geloest indem er mit dem richtigen
Riecher das richtige Bungalowdorf angesteuert hat und tatsaechlich Glueck
hatte. So sitze ich jetzt hier direkt am Mekong an einem Notebook un
schreibe diese Zeilen. Es ist hier wunderschoen. Die 4000 Inseln sind
nicht zuviel versprochen. Ich sehe gerade wenigstens 12 davon. Kim ist
direkt in den Mekong gestiegen, in dem man hier oben prima baden kann.
Wir werden uns in den naechsten Tagen die Wasserfaelle und die Irrawaddy
- Delfine ansehen und es uns hier gut gehen lassen. Dann gehts es weiter
nach Cambodia. Erstmal viele Gruesse, denn jetzt muss ich auch gleich
mal in den Mekong stippen.
Samstag,
12. Maerz 2005 12:41:04
Luang Prabang
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Der Mekong in Luang Prabang
12.03.2005 18:40 Gerade sind wir in LP angekommen. Eine 6-stuendige
Minibusfahrt hat uns hier her gebracht. Die Fahrt war recht angenehm
und nun buchen wir gerade unsere Fluege nach Pakse in Suedlaos. Die
werden hier noch mit der Hand gemacht sodass wir uns denn mal die Zeit
im Internet vertreiben sollen. Natuerlich hatten wir gerade eben als
erstes Erlebnis in Luang Prabang eine Bergbesteigung, dass scheint Standard
zu werden. Der Pousi wird von einem Stupa gekroent und gewaehrt einen
schoenen Blick auf die Stadt und den Mekong (s. o.). Morgen kommt dann
die Stadterkundung und Uebermorgen geht es zu einem Wasserfall. Am 14.03.
fliegen wir dann Abends nach Vientiane und am naechsten Morgen nach
Pakse. Wenn es die Zeit erlaubt, werde ich noch mal LP schreiben. Es
kann aber sein, dass es etwas eng wird. So - nun sind die Tickets fertig
und wir gehen erstmal was essen. Gruesse aus LP. Bernd und Kim
Freitag,
11. Maerz 2005 13:29:03
Vang Viang
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Die Ebene der tausend Tonkruege
11.03.2005 19:30 OOaaHH - nachdem der erste Abend in Vang Viang doch
schon anstrengender war als ich dachte, fuer so'n ersten Abend, liess
der zweite Tag diesen wie den Spaziergang einer feudalen Hochzeitsgesellschaft
anmuten. Um 9:30 Uhr ging es auf dem Kleinlaster mit Booten etwa 10
km nach Norden. Dann startete unsere Nam Song Tour. Zunaechst mit den
Kajaks 3 km den Fluss runter, was fuer mich nichtr wirklich eine Herausforderung
ist. Da hatten manche Koreanerinnen in der Gruppe schon eher ein Problem.
Dann kam die erste Hoehlentour. Erst eine kleine Treckingtour durch
den Dschungel, dann einen Berg rauf und schon standen wir am Eingang
einer Hoehle. Der Weg fuehrte uns hinab in die Welt des Duncklen. Immerhin
- ich kam durch alle Loecher, was nicht so bleiben sollte. Nach dem
Weg zurueck zum "Basiscamp" gab es erstmal Mittag und Badefreuden im
Nam Song. Kim, dem unsere kleine Tour rein gar nichts ausmachte - erstmal
vom Sprungturm ins Wasser. Tatsaechlich ist es eibn wunderbarer Fluss:
Sauber, klar und kuehl mit einer angenehmen Stroemung. Nach dem naechsten
Paddelstueck, bei dem uns keiner die Spitzenposition streitig machen
konnte, dann die zweite Hoehle. Nur zweihundert Meter vom Fluss entfernt,
ging es wieder in die Tiefen, wie ich fand, auf obskuren Wegen, die
ich im richtigen Leben lieber nicht genommen haette. Und, wie richtig
diese Entscheidung gewesen waere zeigte denn auch das letzte Loch, durch
das wir wieder aussteigen mussten. Nicht das ich zu dick war, aber das
Loch war einfach zu schmal, also den ganzen Weg wieder zurueck. Die
Guides wussten auch warum sie den Weg von der einen zur anderen Seite
gingen und nicht umgekehrt. Es war eine abenteuerliche Tour, durch Wasserloecher,
ueber glitschige Felsen und was eine Hoehle noch so alles zu bieten
hat. In mir reifte der Entschluss, im Leben doch nie mehr Hoehlenforscher
zu werden. Das letzte Stueck mit dem Kajak war dagegen dann die reinste
Entspannung, obwohl unser Boot mitlerweile so Leck geschlagen war, dass
wir alle 2 km halten mussten um das Wasser auszukippen. Ich war denn
doch froh, als wir wieder zurueck waren und fuer den weiteren Abend
keine Felsloecher mehr zu erwarten waren. Kim war ueberhaupt nicht muede
- so seine Worte, aber ist dann doch um 19:00 Uhr ins Bett gegangen
und auch gleich geschlafen. Heute haben wir dann, auf speziellen Wunsch
des Vaters, mal einer "Ruhigen" gemacht. Ausschlafen und dann gemuetlich
am Nam Song in der Sonne liegen und baden. Kim war naruerlich wieder
nicht aus dem Wasser zu kriegen. Waehrend ich mich dann schon mal um
unsere Tickets fuer Morgen kuemmerte, war er noch lange in wilde Wasserschlachten
mit Kids aus Vang Viang verwickelt. Morgen geht es nach Luang Prabang,
d. h. frueh hoch und dann 6 Stunden mit dem Minibus durch die Berge.
Schaun me moi, wie uns das so bekommt. Gleich gibts noch ein Haeppchen
und die "2 Meter". Also - erstmal viele Gruesse aus dem schoenen, aber
anstrengenden Vang Viang. Kim und Bernd
Mittwoch,
9. Maerz 2005 015:34:28
Vientiane (Vang Viang)
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That Luang - Der Ehrwuerdige Stupa in Vientiane
09.03.2005, 21:38 Nachdem der erste Tag in Vientiane noch deutlich von
den Anreisesprpazen gepraegt war, haben wir dann am zweiten Tag touristisch
zugeschlagen. Als erstes stand That Luang auf dem Programm. Der "Ehrwuerdige
Stupa" ist ganz nett, aber nicht annaehernd so beeindruckend wie bspw.
die Shwedagon Pagode in Yangon. Dannach haben wir pflichtgemaess die
"Siegessaele" bestiegen. Sie ist dem Arc de triumphe in Paris nachempfunden,
was aufgrund der franzoesischen Kolonialvergangenheit nicht verwundert.
Sehr interresant war dann das Nationalmuseum. Kim beeindruckten die
Dinosaurierknochen, die in Laos gefunden wurden, mich mehr die typisch
sozialistischen Darstellungen einer auch etwas verkehrten Welt. Ganz,
wir frueher in der SU. Natuerlich folgten dann noch, wie schon am Vortag
einige Tempel und Kloester, an denen man hier ja nicht wirklich vorbei
kommt. Den Abend verbrachten wir, wie schon den Vorabend im Szenepub,
wo Kim staendig bemueht war an den Billardtisch zu kommen. Einmal gelang
es denn auch. Am naechsten Morgen - es ist mittlerweile Mittwoch - sind
wir dann nach Vang Viang aufgebrochen. Eine dreistuendige Bussfahrt
brachte uns ans Ziel. Den Nachmittag verbrachten wir dann mit einem
kleinen Spaziergang, der sich dann aber als Moerderbergtour entpuppte.
Kim wollte nur mal kurz eine Hoehle angucken und wir sind dann auf den
Aussichtsberg geklettert. Es grenzte an freeclimbing. Kim immer munter
vorweg und meine verpiepelltten Buerobeine hatten Muehe, ihm zu folgen.
Der wunderbare Blick auf Vang Viang stellte sich dann leider als ziemlich
tuebe Nummer heraus. Auf dem Rueckweg wurde dann ploetzlich der Himmel
schwars. Nein kein Gewitter, lediglich die Fledermausschwaerme die auszogen,
einen appetittlichen Happen zu suchen. Beeindruckend! Das Bier dannach
war dann die absolute Show. beerlao ist ohnehin klasse, aber nach der
Tour unvergleichlich. Nun ein ruhiger Abend, Kim steht schon wieder
in der Billardschlange, und dann geht es zur Ruhe, denn Morgen ist Trecking
und Canouing angesagt. Ich werden berichten. Soweit bis Heute! Viele
Gruesse aus Vang Viang und besonders von den bloeden amerikanischen
Computertastaturen. Bernd
Montag,
7. Maerz 2005 012:01:16
Vientiane
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Die Freundschaftsbruecke - Grenze zwischen Thailand und Laos
So - nun sind wir endlich am diesjaehrigen Ziel unserer Traeume angelangt!
Die Anreise lief eigentlich unspecktakulaer: HH - Frankfurt, mit der
Bahn; Frankfurt - Dubai - Bangkok mit Emirates, guter Service fuer kleines
Geld; AirAsia, die asiatische Variante von Ryanair, hatte denn auch
gleich 2 Stunden Verspaetung; mit dem Bus zur Freundschaftsbruecke und
die hatte dann, gottseidank, bis 22:00 Uhr geoeffnet. Die Einreise nach
Laos ist relativ unkompliziert. Erst ein "Visa on Arrival" beantragen
- dauert ca. 10 Minuten - dann nochmal 10 Minuten in der Schlange vor
dem Grenzbeamten (oder Arbeiter oder Bauern - ist ja ein sozialistisches
Land) und schon ist man drin. Die letste Etappe von der Bruecke bis
nach Vientiane dauerte dann eine dreiviertel Stunde, da wir uns unvosichtiger
Weise fuer die Fahrt mit einem Tucktuck entschieden. Doch das Glueck
war uns Hold. Das geplante Hotel hatte tetsaechlich noch ein Zimmer
frei und an einer Garkueche bekamen wir auch noch eine Noudlesoup und
das erste Laobeer. Also war der Abend nach etwa 30 Stunden Anreise gerettet.
Hier in Vientiane scheint alles relativ einfach zu laufen. Morgen koennen
wir schon unsere Visa fuer Kambodscha abholen, die Anschlussbusfahrt
nach Vang Viang ist fuer Mittwoch gebucht und gerade sassen wir am Mekong
und mussten fast mit der Lupe nach ihm suchen. In der Trockenzeit ist
der so trocken, dass nur noch ein kleines Rinnsal uebrig bleibt. Heute
Abend gibt es hoffentich den ersten "hotpot" im Saigon Restaurant und
morgen werden wir uns mit den Shenswurdigkeiten vertraut machen, vod
denen es hier nicht so viele gibt. Das Wetter ist wunderbar: Tagsueber
um die 30 Grad und nachts doch so kuehl, dass man sich ein Bettlacken
ueberwerfen kann. Fuer die ersten Tage genau das Richtige. Heute habe
ich einem Moench ueber den Schnee in Deutschland berichtet - er konnte
dazu nur unwissend laecheln. Erstaml viele erste Gruesse aus Laos von
Kim und Bernd
Sonntag,
27. Februar 2005 15:11:11
Hamburg
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Der Mekong - unsere Reiseroute
Am 05.03.2005 geht es wieder los. Laos und Kambodscha stehen auf dem
Programm. Auf dieser Seite ist dann wieder unsere Liveberichterstattzung
zu lesen. Wenn alles klappt, diesmal mit Bildern. Bernd